Ausstellungen des Kunstverein Germersheim

Ausstellungen

2018

2017

  • Mitgliederausstellung
    10.11.17 bis 03.12.17

    Vernissage am 10.11.17 um 18.00 Uhr und Museumsnacht von 18.00 bis 24.00 Uhr
    Begrüßung: Marita Mattheck, 1. Vorsitzende des Kunstvereins und Marcus Schaile, Bürgermeister der Stadt Germersheim
    Einführung: Dr. Andrea Nisters, Kunsthistorikerin (Speyer)
    Musik: Maike Mohr und Henrik Mumm

    Mit

    • Christina Behret
    • Wolfgang Blanke
    • bureau Heuchel Klag mit Mike Überall
    • Florian Till Franke von Krogh
    • Leni Karr
    • Bettina Kresslein
    • Monika Kuhn
    • Marita Mattheck
    • Bernhard Merkert
    • Arnhild Noack
    • Jutta Peters
    • Karl-Heinz Petry
    • Georg Pfadt
    • Udo Pfeiffer
    • Ursula Podradsky
    • Bernd Preuße
    • Anne Printz
    • Volker Sayn
    • Hans-Jürgen Schmidt
    • Gertrud Schneiderheinze
    • Wigand Schneiderheinze
    • Anneliese Somerlik
    • Brigitte Sommer
    • Anne-Marie Sprenger
    • Horst Steier
    • Wolfhard Tannhäuser
    • Felicitas Wiest

    KunstCafé am 03.12.17 von 15.00 bis 17.00 Uhr

    Finissage am 03.12.17 um 17.00 Uhr
    Künstlergespräche

    Öffnungszeiten:
    Sa. von 15.00 bis 18.00 Uhr
    So. von 14.00 bis 18.00 Uhr

    Links:
    Steier Horst (Rubrik KÜNSTLER)  |  Sommer Brigitte (Rubrik KÜNSTLER)  |  Sprenger Anne-Marie (Rubrik KÜNSTLER)  |  Pfadt Georg (Rubrik KÜNSTLER)  |  Mattheck Marita (Rubrik KÜNSTLER)  |  Kresslein Bettina (Rubrik KÜNSTLER)  |  Blanke Wolfgang (Rubrik KÜNSTLER) |  Pfeiffer Udo (Rubrik KÜNSTLER)

  • 02.09.17 bis 01.10.17

    Vernissage am 02.09.17 um 17.00 Uhr
    Begrüßung: Marita Mattheck, Vorsitzende und Marcus Schaile, Bürgermeister der Stadt Germersheim 
    Einführung: Christine Schön, M. A. 

    Mit

    • Anne Janoschka | Malerei, Objekte, Installation
    • Violetta Vollrath | Malerei, Objekte
    • Sasha Koura | Assemblagen, Zeichnung, Installation
    • Thomas Schiela | Malerei

    Anne Janoschka
    Die aufwändige, detailgenaue Malerei Anne Janoschkas thematisiert den Umgang mit Zeit im Malprozess selbst, wie zum Beispiel in den opulenten Malereien textiler Ornamente und ihrer dreidimensionalen Verwerfungen im Raum. Sie spielt mit 
    Aufbrüchen der vorgegebenen Muster, die ihre eigenen, alten Geschichten beinhalten. Indem die Ornamente aus ihrer regelmäßigen Wiederholung ausbrechen und sich verselbständigen, beginnen sie, neue Geschichten zu erzählen.

    Zeit und Raum spielen auch die zentrale Rolle in der aktuell für die Ausstellung entstandenen Serie “Heavenly”. Gegenstände aus zurückliegenden Zeiten sind vor “Himmelsflächen” platziert, die changieren zwischen Raumbegrenzung und Offenheit, zwischen Interieur und Landschaft. Diese Arbeiten haben einen ausgesprochen meditativen Charakter und laden den Betrachter ein, eigene, zeitenüberspannende Narrative zu erfinden.

    Die Bilder ihrer Osteuropaserie erzählen von Orten und Räumen, die aus der Zeit gefallen sind, die für uns Jahrzehnte lang nur schwer zugänglich waren und zu ästhetischen Entdeckungsreisen auffordern.

    Violetta Vollrath
    Das Verhältnis Mensch-Technik-Natur ist ein wiederkehrendes Thema in der Arbeit von Violetta Vollrath.
    “Schöne” Bilder verleiten zum genauen Betrachten:
    Die “Mülleimerkatzen” entstanden seit 2005 nach Beobachtungen in Triest, Rom Athen, wo Gruppen von Katzen offenbar mit Routine und mit mehr oder weniger Billigung der Menschen ihr Futter aus dem Müll klaubten, kein wirklich idyllisches Leben.
    “Nachrichten aus Wald und Flur” und die zugehörigen Kleinformate sind positive, fröhliche Bilder. Sie beschreiben eine gänzlich andere Sicht auf das Verhältnis Mensch zu Tier. Nicht zufällig wenden sich die Tiere ihrer Sache zu und beachten den Betrachter nicht – ausgenommen die gelegentlich auftretenden “Geistertiere”: Seelen toter Tiere? Seelen lebender Tiere? Projektion und Wunschdenken des betrachtenden Menschen? Hinter den großen Bildern steht u.a. das Vorbild der mittelalterlichen Jagdteppiche, aber mit umgekehrten Vorzeichen.
    Ebenso “idyllisch” sind die Bilder der Reihe “Alles wird gut”, die Natur erobert die Städte zurück, gelegentlich versunkene Autos, Flugzeuge und andere Relikte menschlichen Tuns lassen einen ungeordneten Rückzug erahnen.

    Sasha Koura 
    Assemblagen, Zeichnungen und Installation
    Die Nebeneinanderstellungen einfacher Objekte und Zeichnungen der Arbeit der britischen Künstlerin Sasha Koura zitieren Arte Povera und den Modernismus aber schaffen gleichzeitig eine neue lyrische Sprache.

    Über ihre Arbeit sagt die Künstlerin:
    Als Künstlerin übernehme ich eine Rolle als subjektive Vermittlerin zwischen dem Objekt als Materie und seiner Wahrnehmung als Kunst. Mit dem Annehmen des Alltäglichen und des oft Übersehenen schaffe ich mit meinen Interventionen neue Zusammenstellungen und Möglichkeiten. 

    Die entstehenden Arbeiten sind überwiegend von kompositionellen Überlegungen und einer Faszination für Materialien und Oberfläche geprägt. Als Denkmäler unserer Erfahrung aber finden Humor, Philosophie und Sehnsucht ebenso darin ihren Platz.

    Sasha Koura ist in London geboren und aufgewachsen, seit 2008 lebt sie in Deutschland. Sie studierte Kunst an der Chelsea School of Art und machte 1994 ihren Abschluss an der Ruskin School of Drawing and Fine Art der Oxford University mit Schwerpunkt Malerei/Installationskunst und Druckgrafik. 
    Danach machte sie ihren Masters Degree in Kulturforschung am London Consortium der University of London.
    Nach mehreren Jahren Tätigkeit in der Kulturvermittlung und im Bereich Darstellende Kunst ist ihre Arbeit seit 2015 wieder in der Öffentlichkeit zu sehen.

    Thomas Schiela 
    oder: Warum man malen muss, was man fotografiert hat.

    Warum soll man etwas malen, wenn man es auch fotografieren kann? Warum soll man eine Fotografie malen? 
    Diese Fragen drängen sich einem geradezu auf, wenn man vor den Bildern von Thomas Schiela steht. 
    Geschaffen in Aquarelltechnik auf Papier oder Leinwand (bisweilen auch auf Holz oder als Glasur auf Keramik), geben seine Arbeiten Fotos wieder, die er in der Regel selbst aufgenommen hat. 
    Man ist überwältigt von dem Reichtum an Details, die einem die teils extrem großformatigen Arbeiten bieten. Und man ist erstaunt, von der Genauigkeit, mit der klassische Handicaps der Fotografie wie Unschärfen, Verwischungen oder Verwacklungen umgesetzt sind und zu überraschenden Momenten malerischer Bravour werden. 
    Kaum scheint es vorstellbar, dass all das ausgerechnet mit Wasserfarben möglich sein soll – einer Maltechnik, die man mit Leichtigkeit, Schnelligkeit und Unkorrigierbarkeit verbindet, und die eher für Studien und virtuose Fingerübungen in bescheidenen Formaten geeignet scheint. 
    Insbesondere versetzt es in Erstaunen, wie es Schiela gelingt, das Licht selbst zu malen, und zwar in allen seinen Erscheinungsformen: das natürliche Licht des Tages und die künstlichen Lichter der Nacht; das Gleißen der Sonne über der Wüste und ihre farbenpralle Intensität in den Tropen ebenso wie den kühlen grauen Schein, den sie über die Nordsee legt; das Licht der flackernden Reklameschilder in amerikanischen Großstädten und das Licht einfacher Glühlampen, das den Dunst über marokkanischen Garküchen zum Leuchten bringt; das warme, von Mosaiken und Marmor, Gold und Silber reflektierte Kerzenlicht in der Grabeskirche zu Jerusalem und das kalte Strahlen vielfarbiger Leuchten in der Bar eines Spielcasinos in Las Vegas.
    (…)
    Der gesamte Text von Roland Mönig findet sich im Katalog THOMAS SCHIELA CORSO.

    KunstCafé am 01.10.17 von 15.00 bis 17.00 Uhr

    Finissage am 01.10.217 um 17.00 Uhr
    Künstlergespräche

    Öffnungszeiten:
    Sa. von 15.00 bis 18.00 Uhr
    So. von 14.00 bis 18.00 Uhr 

    Links: 
    Janoschka Anne (Rubrik KÜNSTLER) 

  • Malerei, Installation, Skulptur
    21.05.17 bis 18.06.17

    Peter Lang

    Vernissage am 21.05.17 um 11.00 Uhr
    Begrüßung: Marita Mattheck, 1. Vorsitzende des Kunstvereins und Peter Schaile, Bürgemeister
    Einführung durch den Künstler.

    Das Dunkle – Peter Lang zum Lutherjahr im Kunstverein Germersheim

    Der Kunstverein Germersheim bietet außergewöhnliche Ausstellungsräume. Gleichzeitig verlangt das aktuelle Lutherjahr eine spezielle Äußerung. Peter Lang beschäftigt sich seit jeher mit schwarzen Arbeiten und will das als Anlass nehmen seine schwärzeste Ausstellung zu präsentieren, deshalb der Titel “Das Dunkle”.

    Für ihn ist Grau die Mutter aller Farben, hingegen ist schwarz das Mittel der absoluten Reduktion. “Die Farbe Schwarz fasziniert mich, da sie in Nuancen sehr sensibel gebrochen und zum Klingen gebracht werden kann. Sie fordert vom Betrachter ein Höchstmaß an Einfühlungsvermögen und Offenheit. Eine ganze Ausstellung in der Mystik des Dunklen ist eine große Herausforderung für mich als Künstler.”

    Die Ausstellung umspannt Werke von expressiven Zeichnungen, konkreten Holzschnitten, meditativer dunkler Malerei bis zu experimentellen Skulpturen.

    Begleitprogramm

    18.06.17 von 15.00 bis 17.00 Uhr
    KunstCafé 

    18.06.217 um 17.00 Uhr
    Finissage mit Künstlergesprächen

    Öffnungszeiten:
    Sa. von 15.00 bis 18.00 Uhr
    So. von 14.00 bis 18.00 Uhr

  • 11.03.17 bis 09.04.17

    Vernissage am 11.03.17 um 17.00 Uhr
    Begrüßung: Marita Mattheck, Vorsitzende und Marcus Schaile, Bürgermeister der Stadt Germersheim
    Einführung: Thomas Angelou, M.A., Karlsruhe

    Mit

    • Frank-Joachim Grossmann, Grafik (Römerberg)
    • CLAPEKO van der Heide, Malerei (Nußloch)
    • Peter Nowack, Malerei, Spiegelinszenierung (Karlsruhe)
    • Joseph Stephan Wurmer, Skulptur (Nürnberg)


    Frank-Joachim Grossmann

    “… Buchstaben, Schriftfolgen und Zahlen sind bestimmende Elemente in den Arbeiten von Grossmann. Es handelt sich um Kombinationen beziehungsweise Kompositionen, die auf der Experimentierfreude und Suche des Designers nach der idealen Form basieren. Hat Grossmann die den eigenen Ansprüchen genügende Kombination gefunden, wird sie für den Druck auf Japan- oder französischem Büttenpapier freigegeben(…)
    Die Zahlen- und Buchstabenkombinationen von Grossmann suggerieren Energie, Endlosigkeit, Verbindung, Form und Gegenform. Sie fordern die Besucher der Ausstellung bewusst zur gedanklichen Auseinandersetzung mit den Exponaten auf. Beispielhaft sei hier die 8 genannt, die bei Grossmann für Endlosigkeit steht. Einen weiteren Reiz beziehen einige Arbeiten aus farblichen Gegensätzen, was vorrangig für die Dreierreihe Rot-Grün-Blau gilt.”
    Nikolaus Meyer, Schwetzinger Zeitung, 21.02.14

    CLAPEKO van der Heide

    Im Werk von CLAPEKO van der Heide steht das Sichtbarmachen von Energie an zentraler Stelle. Energien zu bändigen, zu entfalten und diese im Gestalterischen angesiedelten Möglichkeiten differenziert zu erkunden ist das künstlerische Anliegen des Malers. Wesentlicher Energieträger ist dabei die Farbe, die zur Form in Beziehung gesetzt wird. Dem Künstler erschließt sich dieser Ansatz nicht über die theoretische Annäherung, vielmehr erzielt er Bildlösungen auf der Leinwand selbst als Ergebnis vielfältiger Arbeitsprozesse. Diese können sowohl von zuvor erarbeiteten kompositorischen Konzepten ausgehen als auch aus der Faszination durch Farbphänomene resultieren, die in der Folge gestalterisch ausgelotet werden. Kalkül und Intuition stehen miteinander in einem subtil austarierten Gleichgewicht.
    Maria Lucia Weigel, Auszug Katalog “Werkstücke – CLAPEKO van der Heide“, Hrsg. Kulturamt der Stadt Heidelberg 2015

    Peter Nowack

    Mein Konzept der undefinierten Bildaussage mit dem Vokabular der abstrakt-geometrischen Formen von Kreis / Quadrat / Dreieck und Linie bezeichne ich als “minimalistische Sprache der reinen emotionslosen Gegenstandslosigkeit”. Diesen symbolhaften Gedanken zu meiner künstlerischen Aussage sehe ich als Leitfaden und als zutreffende Interpretation in einer Zeit, in der Kommunikation und Austausch der Gefühle zumeist nur noch digital im Internet und in den sozialen
    Netzwerken stattfindet.
    Mit meinen Raum- und Spiegelinstallationen verfolge ich eine Strategie der Manipulation, indem ich vorwiegend grosse Spiegelflächen verwende, die ich mit schwarz-weissen Bildmotiven, miit Leuchtstoffröhren und anderen Lichtinstallationen als Multiplikator nutze. Fast alle meiner Spiegelinszenierungen sind begehbar. Die Betrachter gehören mit ihrer Selbstspiegelung zu einem wesentlichen Bestandteil meiner räumlichen Kunstwerke. Dabei ist ein “kalkulierter Kontrollverlust” durchaus beabsichtigt.

    Joseph Stephan Wurmer

    Im weiten Spannungsfeld zwischen Transparenz und Geschlossenheit, Außen und Innen, offenbaren die Holzskulpturen von Joseph Stephan Wurmer eine stille kontemplative Kraft gepaart mit differenziert gesetzten Bewegungsimpulsen. Idee und Werkstoff als so wesenhafte wie genau kalkulierte Einheit bilden die Basis für Raumachsen, Strukturen und damit verbundene Perspektiven, die den Arbeiten innewohnen. Im Dialog mit geometrisch archaischen Ordnungsprinzipien öffnet das Werk Blickachsen und Denkräume, die sich auf universelle Weise mit dem Kreislauf der Natur verbinden. Konstruktives und organisches Wachstum, Bewegung und Licht fügen sich zur umfassenden Einheit.
    Birgit Möckel

    09.04.17 von 15.00 bis 17.00 Uhr
    KunstCafé  

    09.04.17 um 17.00 Uhr
    Finissage und Künstlergespräche

    Öffnungszeiten:
    Sa. von 15.00 bis 18.00 Uhr
    So. von 14.00 bis 18.00 Uhr

2016

  • Künstlerinnen vom Künstlerbund Speyer
    04.11.16 bis 27.11.16

    Vernissage am 04.11.16 um 18.00 Uhr
    Begrüßung: Marita Mattheck, 1. Vorsitzende des Kunstvereins und Gert Müller, Beigeordneter der Stadt Germersheim
    Einführung: Hans-Jürgen Herschel

    Museumsnacht am 04.11.16 von 19.00 bis 24.00 Uhr

    Teilnehmende Künstlerinnen:

    • Gisela Desuki | Objekte, Druckgrafik, Installation, Video
    • Andrea Niessen | Installation
    • Monika Lohr | Malerei
    • Karin Germeyer-Kihm | Malerei
    • Margarete Stern | Malerei

    KunstCafé und Finissage am 27.11.16 von 15.00 bis 17.00 Uhr
    Künstlergespräche um 17.00 Uhr

    Gisela Desuki
    Gisela Desuki arbeitet in den Bereichen Fotografie, Video, Objekt und Installation, wobei die Grenzen oft fließend sind. Ihr zentrales Thema ist der Mensch in seiner Einsamkeit und Verletzlichkeit, auf seinem Weg, auf der Suche nach Antworten auf die existenziellen Grundfragen: Wer bin ich, woher komme ich, wohin gehe ich? Diesen Fragen spürt sie mit Hilfe verschiedener Ansätze und Techniken nach. Transparenz, Licht und Schatten, Spiegelungen sowie Hinterleuchtung spielen in ihren Arbeiten eine wesentliche Rolle.

    Vita:

    1955

    • geb. in Karlsruhe

     

    • Studium Romanistik und Sport in Heidelberg
    • Dozentin an der VHS Heidelberg, Sandhausen, Speyer
    • Goldschmiedekurse und -workshops

    2002-2008

    • Kunstschule Villa Wieser, Herxheim

     

    • Mitglied im Künstlerbund Speyer
    • Mitglied im BBK Karlsruhe

    Andrea Niessen

    1957

    • geb. in Ibbenbüren, NRW

     

    • Kunststudium in Californien/ USA und Mannheim
    • Abschluss 2001 in Mannheim und Arbeit als freie Künstlerin
    • BBK Mannheim, Mitglied seit 2002
    • Künstlerbund Speyer, Mitglied und Vorstand

    Monika Lohr

    1943
    geb. in Haan/Rheinland

    • lebt und arbeitet in Speyer
    • Vorstandsmitglied des Künstlerbundes Speyer

    2000

    • Studium und Abschluss an der

    2004

    • Freien Kunstakademie Mannheim

    Karin Germeyer-Kihm
    “Alltägliches wird aus dem gewohnten Umfeld genommen und bekommt eine neue Bedeutung im Bild, es wird zum Zeichen. Die Verknüpfung von Gegenständlichkeit und Abstraktion, aber auch von statische und bewegten Elementen, charakterisiert meine Gemälde.”

    Vita:

    • geb. 1970

    1992-1997

    • Studium der Bildenden Kunst und Geographie an der Johannes Gutenberg-Universität / Mainz

    1996

    • Stipendium der Ecole Nationale Des Beaux Arts / Dijon, Frankreich

    1998

    • Diplomstudium der Freien Malerei bei Prof. Virnisch an der Johannes Gutenberg-Universität / Mainz

     

    • lebt und arbeitet in Speyer
    • Mitglied des Vorstandes im Künstlerbund Speyer
    • Mitglied im BBK-Karlsruhe

    Margarete Stern
    Typisch für viele meiner Gemälde ist, dass die Bewegung der dargestellten Personen kurz vor dem Höhepunkt stoppt. Sie wird eingefroren im Bild. Es ist eine Momentaufnahme, ein Innehalten in der Zeit. Die Situationen sind nicht unbedingt eindeutig. Im Bild gibt es oft etwas, das auf eine negative Schlussfolgerung hinweisen könnte. Ohne Rücksicht auf die realistische Perspektive verarbeite ich surrealistische Tendenzen und Symbolhaftigkeit. Ich zeige ein Geheimnis in Form einen filmhaften Ausschnittes.

    Vita:

    1952

    • geb. in Heidelberg

    1980-1986

    • Studium an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, Kunststudium bei Prof. Manfred Kästner und Prof. H.H. Hartter

    1988-1992

    • Dozentur an der VHS Heddesheim, Malerei

    seit 1998

    • Atelier in Speyer

    seit 2001

    • Mitglied im Speyerer Künstlerbund

    Öffnungszeiten:
    Sa. von 15.00 bis 18.00 Uhr
    So. von 14.00 bis 18.00 Uhr

  • 17.09.16 bis 16.10.16

    Vernissage am 17.09.16 um 17.00 Uhr
    Begrüßung: Marita Mattheck, 1. Vorsitzende des Kunstvereins und Norbert König, 1. Beigeordneter der Stadt Germersheim
    Einführung: Bernard Wehlen

    Mit:

    • Gudrun Emmert | Malerei
    • Anne Haring | Bildhauerei
    • Carola Ruf | Installation, Mischtechniken
    • Mathias Weis | Malerei

    KunstCafé am 16.10.16 von 15.00 bis 17.00 Uhr

    Finissage am 16.10.16 um 17.00 Uhr
    Künstlergespräche

    “Anwesend – abwesend” – Unter diesem Titel haben Anne Haring, Gudrun Emmert, Carola Ruf und Mathias Weis für den Kunstverein Germersheim ein facettenreiches Ausstellungskonzept entwickelt, das sich mit Fragestellungen zu Gegenwärtigem und Vergangenen, Bild und Zeichen sowie Figuration und Abstraktion beschäftigt.
    Die unterschiedlichen künstlerischen Positionen aus den Bereichen Malerei, Installation und Bildhauerei werden mit eigens für die Räume des Kunstvereines neu entwickelten Arbeiten ergänzt und spannungsreich miteinander in Beziehung gesetzt.

    Die Anwesenheit und Abwesenheit von Formen und Körpern ist in der bildhauerischen Arbeit von Anne Haring angelegt als Frage von Abbildungsmöglichkeiten – sowohl in ihren figürlichen Plastiken als auch in den subtilen Wandinstallationen. Diesem Vorgehen nicht ganz unähnlich beschäftigt sich auch die Malerei von Gudrun Emmert mit dem Zwischenbereich zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Der Betrachter ist sich nie ganz sicher, ob die abgebildeten Formen auf Reales zielen oder aus der Bildnotwendigkeit heraus entstanden sind. Anders die Objekte und Installationen von Carola Ruf, die Wahrnehmungsprozesse hinterfragen. Es sind Arbeiten, die faktisch und zugleich projizierend sind, Licht und Schatten, Form und Zeichenwerdung – Themen, die sich schon länger durch ihr Schaffen ziehen. Mathias Weis transportiert vergangen Geglaubtes in modifizierter Form in die Gegenwart und untersucht dabei, wie viel das Vergangene mit der heutigen Realität gemein hat.


    Gudrun Emmert

    1959

    • ge. in Münnerstadt/Ufr.

    1983-1990

    • Studium Freie Kunst (Malerei) an der GHK Kassel bei Prof. Lobeck

    1990

    • Arbeitsstipendium der Firma Braun

    1987-1990

    • Mitherausgeberin der Künstlerzeitschrift Entr’opium

    1989-1998

    • Mitarbeit Produzentengalerie Kassel

    1990

    • Kulturförderpreis der Stadt Kassel (Produzentengalerie)

    1992

    • Kasseler Kunstpreis (Produzentengalerie)

    1996

    • Paul-Dierichs-Preis (Produzentengalerie)

    2000 und 2006

    • Förderung durch die Dr. Wolfgang Zippel Stiftung, Kasseler Kunstpreis

    2001-2008

    • Mitarbeit Galerie Melchior, Kassel

    2008

    • Umzug nach Püttlingen/Saarbrücken

    Arbeiten in öffentlichem Besitz.
    Lebt und arbeitet seit 2008 in Köllerbach bei Saarbrücken

    [emmert-gudrun.de]

    Ausstellungen (Auswahl):

    2005

    • ART Frankfurt, Multiple Box Hamburg
    • Art Forum Berlin, Multiple Box Hamburg
    • von hier, Henneberg-Museum, Münnerstadt, mit Mia Hochrein (E)

    2006

    • 26, Südflügel im Kulturbahnhof Kassel
    • 30 x 30 x 30cm, Kunstverein Bruchsal

    2007

    • Malerei, Kreisgalerie Mellrichstadt (E)
    • U.N.D., Stadtgalerie Altena, mit Mathias Weis (E)
    • Rot, Galerie schreier & von metternich fine arts, Düsseldorf

    2008

    • Streifen – Malerei, Kahnweilerhaus, Rockenhausen (E)
    • emmert trifft weis, Museum für das Fürstentum Lüneburg, Lüneburg (E)

    2009

    • Künstlerhaus Saarbrücken (E, K)
    • Kunstbalkon Kassel (E)

    2010

    • Sichten, Kunstverein Eschwege im Alten E-Werk

    2011

    • angezettelt, Künstlerhaus Saarbrücken

    2012

    • Konfrontationen, Kunstagentur Karin Melchior, Kassel

    2013

    • Schatzkästchen, Kunstagentur Karin Melchior, Kassel

    2014

    • Weitermalen, mit Vera Kattler und Mathias Weis, Kunstagentur Karin Melchior, Kassel
    • bunt gestreift und wohl geformt, Gesellschaft für Bildende Kunst Trier e.V. (E)

    2015

    • colored promenade, Schloss Dagstuhl, Wadern (E)

    2016

    • erbsengrün und puderrosa, Kunstraum Detmold (E)


    Anne Haring

    1961

    • geb. in Hamburg

    seit 1976

    • Arbeit mit der Fotokamera und Dunkelkammer

    1980- 986

    • staatliche Kunstakademie Düsseldorf, freie Kunst

    1984

    • Meisterschülerin bei Professor Karl Bobek/Bildhauer

    1984-1985

    • Stipendium Cité Internationale des Arts in Paris

    1985

    • Beginn der Ausstellungs- und Wettbewerbstätigkeiten und der bildhauerischen Auftragsarbeiten

    seit 1987

    • Architekturmodellbau

    1990

    • Ausbildung zur Bauzeichnerin

    1992-1994

    • Arbeitsaufenthalte in Pinnow (Uckermark): Bronzegießen mit dem Bildhauer Lutz Dölle

    1997

    • Jakob-Felsing-Preis für Bildhauereider Darmstädter Volksbank eG

    1999-2004

    • Lehrtätigkeit: Zeichnen und Fotografie an der TU Darmstadt, Fachbereich Architektur, Fachgebiet Zeichnen, Malen, Grafik

    2005-2006

    • Projekt Figuren-Serie im halböffentlichen Raum

    2008-2009

    seit 2002

    • lebt und arbeitet in Saarbrücken

    Arbeiten im privaten und öffentlichen Besitz.

    Ausstellungen (Auswahl):

    2016

    • Galerie Netuschil, Darmstadt (G)

    2015

    • “komplementär” mit Michael Mahren, Bielefeld (E)
    • Künstlerinnen Gruppe Saar, Sulzbach (G)

    2013

    • “komplementär” mit Michael Mahren, Bruchsal (E)
    • European Art Company, Badenweiler (E)
    • “Kopf und Hand” mir Babette Martini, Göttingen (E)
    • “Kopf und Hand” mir Babette Martini, Braunschweig (E)

    2012

    • Galerie Hanstein, Saarbrücken (E)
    • European Art Company, Badenweiler (G)

    2011

    • Mia-Münster-Haus, mit Brigitte Benkert, St. Wendel, (E)
    • Galerie Netuschil, Darmstadt (E)

    2010

    • Cloef Atrium, Orscholz (G)
    • Saarländisches Künstlerhaus, Studio (E)

    2009

    • Galerie Hanstein/HWK, Saarbrücken (E)
    • Dreifaltigkeitskirche Alsfeld (E)
    • Kulturfoyer Saarbrücken (E)

    2008
    Kunstgarten – Gartenkunst Schwebsange/Luxemburg (G)

    2007

    • Galerie Kunstkontor, Münster (G)

    Carola Ruf

    1955

    • geb. in Heilbronn

    1988-1993

    • Studium der Freien Kunst bei Prof. A. Buchleiter und Prof. A. Schuler an der Kunsthochschule Kassel

    1995/2004

    • Förderung durch die Dr. Wolfgang Zippel Stiftung, Kassel

    1995/1999

    • Auszeichnungen Nordhessischer Kunstwettbewerb Korbach

    1996

    • DAAD-Stipendium Japan

    2004

    • Artist in Residence-Stipendium, Fundacion Valparaiso, Spanien
    • Kunst-am-Bau Wettbewerb, Baumanagement Frankfurt

    2012

    • Artist in Residence-Stipendium, Ifitry, Marokko
    • UPK Preis Kassel

    2016

    • Festival Podkowa Lesná, Polen

    2014

    • 2. Biennale Casablanca, Marokko
    • Tino, Poesiefestival Berlin
    • Vor Ort, 387/ Kulturbahnhof –Südflügel Kassel

    2012/13

    • Bild – Gegenbild, Unternehmenspark Kassel

    2012

    • Palimpsest, TheArtspace Düsseldorf
    • Encuentros, Kunsttempel, Kunst- u. Literaturverein Kassel

    2011

    • Mapping the Wor(l)d, Theartspace Düsseldorf

    2009

    • Japanisch visuelle Poesie, Kunsttempel, Kunst- u. Literaturverein Kassel

    2008

    • espacios mediterraneos, Casa de las Conchas, Salamanca
    • A book for a lifetime, Goethezentrum Nicosia, Zypern

    2007

    • Arte Mobile, vom Stein zum Chip, Palazzo Vecchio, Florenz

    2006

    • Arte Mobile, vom Stein zum Chip, Kulturbahnhof, Kassel
    • Kennen Sie jemanden hier? 8. Künstlerfest, Kulturbahnhof, Kassel
    • 26 am 8. März, Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung, Kassel

    Mathias Weis

    1955

    • geb. in Zweibrücken/Pfalz

    1975-1981

    • Studium Freie Kunst (Malerei) bei Prof. Manfred Bluth an der Gh Kassel

    1994-1999

    • Studium der Philosophie (Hauptsächlich bei Friedrich Voßkühler) an der Universität Kassel

    seit 1996

    • verschiedene Lehraufträge (Pentiment HAW Hamburg, Uni Kassel)
    • Orgelentwürfe für Bosch Orgelbau GmbH, Niestetal

    2014

    • Veröffentlichung des Buches Zwischen Leinwand und Hungertuch beim Verlag HP Nacke/Wuppertal

    Schwerpunkt der künstlerischen Tätigkeit ist die gegenständliche Malerei in größeren konzeptuellen Serien. Lebt in Kassel.

    Ausstellungen (Auswahl):

    2007

    • U.N.D., Stadtgalerie Altena, zusammen mit Gudrun Emmert (E)

    2008

    • Atelierrundgang Kassel (als Gast im Atelier Emmert mit den Kombis)
    • Interieurs, Galerie Epikur, Wuppertal (E) neben Ulrich Brauchle
    • art Karlsruhe, Galerie Epikur
    • Emmert trifft Weis, Museum für das Fürstentum Lüneburg, zusammen mit Gudrun Emmert
    • Vorstadt, Architektenkammer Hannover, zusammen mit Thomas Wiegand
    • Wagnis Wirklichkeit, Gruppenausstellung, Galerie Epikur, Wuppertal

    2009

    • Idyllen, Stadtmuseum Zweibrücken
    • art Karlsruhe, Galerie Epikur

    2010

    • OrientatedtoPaper, Gruppenausstellung Galerie Bergner Job, Mainz
    • Ganz normale Tage, Galerie Epikur, Wuppertal (E, K) neben Andrea Lehnert und Jürgen Schmiedekampf
    • Hausbesuche, Kasseler Kunstverein

    2011

    • Realismus / Schein oder Wirklichkeit, Gruppenausstellung Galerie Epikur; Wuppertal, art Karlsruhe und ORTH Offenbach, Galerie Epikur
    • Die Intimität des Trivialen, Bergner Job, Mainz (E)

    2012

    • art Karlsruhe, Galerie Epikur
    • Winter-Salon, Gruppenausstellung Galerie Falkenberg, Hannover

    2013

    • Vertikal, 387, Gruppenausstellung gegenständlicher Maler im Kulturbahnhof Kassel (K)
    • Kasseler Atelierrundgang
    • Schatzkästchen, Gruppenausstellung Galerie Melchior, Kassel

    2014

    • Nebenschauplätze, Galerie Falkenberg, Hannover (E)
    • weitermalen, Galerie Melchior Kassel, zusammen mit Gudrun Emmert und Vera Kattler
    • VOR ORT, 387, Gruppenausstellung im Kulturbahnhof Kassel

    20215

    • art Karlsruhe, Galerie Falkenberg
    • WERK/KUNST/WERK, Gruppenausstellung im Kulturbahnhof Kassel mit dem Projekt Images für das Unternehmen Albert Koch KG (K)
    • Es ist noch genug Kuchen da. Ausstellung der Konzepte im Kunsttempel, Kassel (E)

    Veröffentlichungen:

    • KASSEL KULTURELL Nr. 9, Dezember 1988: Dr. Marianne Heinz
    • k, Nr. 26, März 1997: Dr. Andreas Gebhardt

    Arbeiten im öffentlichen Besitz.

  • Thomas Putze: “Galgenvogel”

    Skulptur, Installation, Zeichnung – Im Rahmen des Kultursommers RLP “Sommer – unseres Vergnügens”
    08.05.16 bis 12.06.16

    Vernissage am 08.05.16 um 11.00 Uhr
    Begrüßung: Marita Mattheck, Vorsitzende
    Marcus Schaile, Bürgermeister der Stadt Germersheim
    Einführung: Dr. Katrin Burtschell, M.A. Nürtingen
    Performance “vogelfrei” mit Thomas Putze

    Auf fast 700 Quadratmeter Ausstellungsfläche nistet sich Thomas Putze mit seinen tierisch menschlichen Skulpturen und fliegenden Ideen auf Papier und Leinwand ein. Die Gewölbe werden in ein öffentlich zugängliches und veränderbares Atelier umgewandelt. Eine große Installation aus Ästen, die zu begehbaren Kuppelstrukturen vor Ort zusammengebunden werden, bietet neben Kleinplastiken aus vielfältigen Materialien auch den Besuchern Platz, sich mit einzubringen.

    Im Laufe der Ausstellung bietet der Künstler, der auch Bildhauerei an der Freien Kunstakademie Baden Württemberg in Nürtingen unterrichtet, einen Workshop an, bei dem mit Fundmaterial dem ambivalenten Thema der Freiheit nachgespürt wird.
    Vogelfrei klingt nach unbeschwerter Bewegungsfreiheit, meint aber auch die Bedrohung eines Lebens als Ausgesetzter. Es bereitet Vergnügen, Skulpturen herzustellen und noch mehr Vergnügen, wenn sich das Publikum anstecken lässt, es kommt aber genauso oft vor, dass der Funke nicht überspringt und der Künstler mit seinen tonnenschweren Ateliererzeugnissen allein wie in einer Festungsanlage sitzt. Freiheit äußert sich hier in Form von Beziehungslosigkeit.

    “Ich erlebe ein Wechselbad zwischen übersteigerter Hochachtung, in der meinem Dasein geradezu mystische Dimensionen unterstellt werden und dagegen einen Umgang mit meiner Kunst bzw. Person, die an Verachtung grenzen, und das von demselben Menschen. Ich bin also für manche in jeder Hinsicht der Größte.
    Diese Ambivalenz soll trotz aller bei mir unvermeidlichen Humorigkeit im Ausstellungsbild auftauchen. So wird es neben aller Arten von frei schweifenden Phantasieprodukten auch ein- bzw. ausgrenzende Gitterstrukturen geben, die aber nicht rein negativ sind, als sie gleichzeitig als Display für die rücksichtslos sprudelnde Putzsche Kunstproduktion dienen. So bietet das Absperrgitter im Eingangsbereich der Ausstellungsräume Anlass zu einer ortspezifischen Installation. Fest eingemauerte Haken und Ösen ermöglichen die Anbringung von eigens für diesen wehrhaften Ort hergestellten Objekten. Wie verteidigt sich ein Künstler? Können Vögel Drohnen sein? Man darf gespannt sein und man darf sich einspannen lassen!”

    Performance “vogelfrei”
    Zwei den Raum durchspannende Flügel in Leichtbauweise, die der Künstler an den Armen montiert hat, wollen bewegt werden. Erst mit der Hilfe des Publikums kann es für den Vogelfreien eine Chance geben, zu flattern und mit seinen 8m Flügelspannweite in die Höhe zu kommen. Putze setzt sich mit dieser körperintensiven Beteiligungsperformance den Kräften der Gemeinschaft aus und zeigt, dass die künstlerische Freiheit durchaus ein kommunikativer Akt ist.

    22.05.15 | 15.00 bis 18.00 Uhr
    KunstCafé am

    22.05.16 | 14.00 bis 18.00 Uhr
    Workshop “vogelfrei”
    Umgeben von den Skulpturen der Ausstellung von Thomas Putze bauen die Workshop-Teilnehmer zusammen mit dem Künstler direkt in den Räumen des Kunstvereins. Aus Fundmaterialien und Holz entstehen Flugapparate und Schrottvögel aller Art, wobei nicht die Flugfähigkeit zählt, sondern die Höhenflüge der Gedanken, die durch die Arbeit mit phantastischen Materialien entstehen. Wäschetrocknungsgestelle, Schirme und andere ausrangierte Gerätschaften dürfen gerne auch von den Teilnehmern mitgebracht werden. Alt und Jung darf sich in das kreative Chaos stürzen und unter der fachkundigen Anleitung des Bildhauers aus Stuttgart zu möglichst wilden Ergebnissen kommen.

    11.06.16 | 19.00 Uhr
    Gruppe “Meschugge”
    Kultursommer Germersheim

    12.06.16 | 17.00 Uhr
    Finissage 
    Künstlergespräch / Edition


    Thomas Putze 

    1968

    • in Augsburg geboren

    1984-1987

    • Lehre als Landschaftsgärtner

    1988-1989

    • Zivildienst im evangelischen Kloster Selbitz

    1990-1991

    • Aufenthalt in Guatemala, Aufbauprojekte

    1991-1993

    • Theologiestudium in Wuppertal

    1994 -1998

    • Tätigkeit als Musiker und Illustrator

    1998-2003

    • Studium der Bildhauerei an der Staatlichen Kunstakademie in Stuttgart bei Werner Pokorny und Micha Ullman
    • Seither freiberuflicher Bildhauer mit Atelier in Stuttgart, verheiratet, drei Kinder.

    Einzelausstellungen (Auswahl):

    2002

    • singled out, Galerieverein Leonberg

    2003

    • Kunstverein Wilhelmshöhe, Ettlingen

    2004

    • Debütantenausstellung, AKA Stuttgart (Katalog)

    2005

    • Kunstverein Trossingen (Katalog)

    2006

    • Kunstverein Horb (Katalog)

    2007

    • Galerie Tedden, Düsseldorf

    2008

    • E-Werk, Freiburg ,Galerie Merkle, Stuttgart

    2009

    • Kunsthalle Karlsruhe, Junge Kunsthalle (Doppelausstellung mit Irmela Mayer)

    2010

    • Kunstverein Ludwigsburg mit Heasun Kim

    2011

    • Museum Edwin Scharff, Neu-Ulm, Galerie der Stadt Delmenhorst,
    • Institut für Kirchenbau, Philippsuniversität Marburg
    • Galerie der Stadt Tuttlingen , Stadtkünstler Spaichingen

    2012

    • Galerie der Stadt Ostfildern mit Andreas Welzenbach
    • Kater Holzig, Berlin

    2013

    • Museum Biedermann, Donaueschingen “Putze dosiert”
    • Galerie Tobias Schrade, Ulm
    • Galerie Peter Tedden, Düsseldorf
    • Galerie Thomas Hühsam, Offenbach
    • Galerie Horst Merkle, Stuttgart
    • Zentrum für Gegenwartskunst, Novosibirsk
    • “zwei Augen, zwei Hände und sieben Tage”
    • stern-wywiol-Galerie, Hamburg “Hals über Kopf”
    • Galerie Ursula Keller

    2014

    • Kunstverein Ladenburg, “Frühblüher”
    • Kunstmuseum Gelsenkirchen “höhere und niedere Affen”
    • Museum für Kunst und Technik, Schorndorf “Kosmonauten”
    • Kunstverein Böblingen, “drauf und dran”

    2015

    • Shopping Mall mit Piotr Rambowski, Galerie am Stall Hude
    • Putze Platt, Galerie Z. Stuttgart

    2016

    • “Bildschweine”, Kunstverein Radolfzell, Villa Bosch mit Axel Brandt
    • “Kaventsmänner”, Galerie Keller, Mannheim mit Andreas Welzenbach
    • “Vogelfrei”, Kunstverein Germersheim
    • Kulturverein Hirschberg mit Johanna Jo Höhn
    • Kunstverein March

    Kunstpreise (Auswahl):

    2000

    • 1. Preis Saarpfälzischer Kunstpreis, Bexbach

    2003

    • Preisträger Kunst am Bau, Friedrich-List-Schule, Karlsruhe

    2009

    • Preisträger Ellwanger Kunstausstellung

    2012

    • Preisträger Kunstpreis der Evangelischen Landeskirche in Württemberg

    Stipendien:

    2005-2006

    • Graduiertenstipendium des Landes Baden-Württemberg

    2011

    • Fellowship Hanse-Wissenschaftskolleg, Delmenhorst

    Vertreten in öffentlichen und privaten Sammlungen.

  • 12.03.16 bis 10.04.16

    Vernissage am 12.03.16 um 17.00 Uhr
    Begrüßung: Marita Mattheck, Vorsitzende des Kunstvereins Germersheim und Marcus Schaile, Bürgermeister der Stadt Germersheim
    Einführung: Simone Maria Dietz, M.A., Karlsruhe

    KunstCafé am 10.04.16 von 15.00 bis 17.00 Uhr

    Finissage am 10.04.16 um 17.00 Uhr
    Künstlergespräche


    Axel Philipps 

    Schmirgelpapierzeichnungen erwecken den Anschein abstrakter, gegenstandsloser Bilder, die sich vor allem im Gestus des Farbauftrags unterscheiden, sich ansonsten aber jeglicher Abbildung einer äußeren Wirklichkeit verweigern. Man ertappt sich unwillkürlich dabei, sie als Zitate auf die Handschrift bestimmter Künstler oder Stilrichtungen zu deuten. Bei ihnen handelt es sich allerdings gerade nicht um Kompositionen im klassischen Sinne, sondern um Erinnerungsspuren, die der Künstler von Beutezügen aus seiner Umwelt mitgebracht hat. Darüber hinaus sind es Abbildungen von Philipps künstlerischer Arbeit im materiellsten Sinne: Beim Schleifen bleiben Teile des Werkstücks am Schleifpapier zurück. Abhängig vom Material, der Körnung des Papiers und dem ausgeübten Druck bilden sich Spuren der Farbe und sogar der Form des bearbeiteten Objekts auf dem Papier ab.

    Im Gegensatz zu Max Ernst in seinen Frottagen, kommt Philipp in seinen Schmirgelbildern ohne ein zusätzliches Zeichenwerkzeug aus, da ja das beriebene Objekt selbst die Farbe liefert…
    Das Abbild hat also an der Materie seines Urbildes teil und verursacht und bezeugt dabei dessen materiellen Verfall. Gleichzeitig jedoch erschließt es vollkommen neue Bildhaftigkeit, die sich in ihrem Sinnesreiz zu einer eigenständigen Größe manifestiert.

    Auszüge aus einem Text von Martin Heus zu den Abriebzeichnungen von Axel Philipp für die Ausstellung “Come As You Are”, Kunstraum Karlsruhe und Zeppelin Museum 


    Voré


    Bruchstückhaft wie uns die Teile präsentiert werden, verweigern sie eindeutige Antworten auf die Fragen [nach einer Vorgeschichte] und leisten eher einer Arbeit des Betrachtens, Entdeckens und Reflektierens Vorschub, die mehr als eindeutige Antworten zutage fördert. So, wie die Skulpturen präsentiert sind, auf Paletten, Ständern, oder übereinander angehäuft, vermitteln sie uns, dass ihr jetziger Zustand ein gewordener ist. Nicht allein die Ahnung einer potentiellen Ganzheit erschließt sich, […] sondern es wird klar, dass der “Befund” nur eine Art Übergangsstadium darstellt. Die Teile sind transportiert, hergeschafft, geschleppt, aufgestellt, angehäuft, um wieder weg geschafft zu werden, an eine andere Stelle, in einen anderen Zusammenhang. 

    Die Figuren sind aus Sandstein gesprengt, gesägt, gemeißelt, geschmirgelt, geschliffen. Bei genauem Hinsehen lässt sich eine weitere Eigenart dieser Skulpturen entdecken: Bearbeitungsspuren des Meißels, Bohrlöcher aus dem Steinbruch, zum Absprengen der rohen Steinquader, Bruchstellen, die nicht auf eine Zerstörung, sondern auf die Arbeit im Steinbruch verweisen.

    Ihre Offenheit, also ihr Zerstörtes und ihr Nonfinito fallen an vielen Stellen zusammen und lassen den Materialaspekt, also die materielle Beschaffenheit, als wichtige ästhetische Eigenart hervortreten. Tatsächlich lassen raue, poröse, bisweilen bröckelige, staubige und absplitternde Teile den Charakter des Materials begreifen. Geschliffene, ausgeformte, anthropomorphe Fragmente kontrastieren mit Bruchkanten, Bohrlöchern und roh behauenen Teilen. Das Spannungsfeld optisch-haptisch, man muss sehen und anfassen zugleich, spielt eine wichtige Rolle.

    Der sinnliche Reiz ist Stimulans für Reflexionen. 

    Auszüge aus dem Katalogtext von Peter Friese zu “Monument für A.”


    Karlheinz Bux 

    Im Kunstverein Germersheim zeigt Karlheinz Bux VW Bilder und Porträts. Grundlage der beiden im Jahre 2014 entstandenen Arbeiten: Es läuft ganz gut …und es läuft nicht schlecht… sind Fotos der Fertigung des VW Käfer aus den 50iger Jahren. Durch digitale Überblendung und manuelle Nachbearbeitung entsteht eine neue Bildwirklichkeit, gegenständlich und abstrakt zugleich.
    Während die VW Bilder über horizontale, vertikale und schräge Linienverläufe eine wohl feine jedoch entschiedene Bildordnung verbindet und Bezüge erlauben, wie z.B. zu Menzels Eisenwalzwerk, so sind die Porträts freier, experimenteller, auch verspielter. Das menschliche Antlitz ist Gegenstand risikofreudiger Auseinandersetzung mit großer Deutungsbreite. 
    Alle ausgestellten Werke sind Arbeiten auf Folie. Dabei werden die Fotovorlagen zunächst am Computer bearbeitet, danach auf transparentes Material (Film, Folie) gedruckt und abschließend mit Klebeband und Aceton weiter bearbeitet. 

    Öffnungszeiten:
    Sa. von 15.00 bis 18.00 Uhr
    So. von 14.00 bis 18.00 Uhr

2015

  • 06.11.15 bis 29.11.15

    Vernissage am 06.11.15 um 18.00 Uhr
    Begrüßung: Marita Mattheck
    Einführung: Thomas Angelou, M.A., Jockgrim

    Kultur- und Museumsnacht bis 24.00 Uhr

    KunstCafé am 29.11.15 von 15.00 bis 17.00 Uhr

    Finissage am 29.11.15 um 17.00 Uhr mit Künstlergesprächen

    Manfred Enders 
    Fotografie

    1938

    • geb. in Landau in der Pfalz

    seit 1970

    • autodidaktische Annäherung an die Fotografie

    1995

    • Buchveröffentlichung mit dem Maler Heinz Brzoska und dem Philosophen Dr. Matthias Brück unter dem Titel “MAN GEHT VORBEI einmauern, zumauern, freimauern …”

    1996

    • Entwicklung des Logo der Südpfälzischen Kunstgilde, Bad Bergzabern

    1996 und 1998

    • Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg bei Prof. Katharina Sieverding

    1998

    • Redaktionelle Mitarbeit und Umschlaggestaltung des Kunstbandes “südpfälzische kunstgilde – künstlerinnen und künstler”

    2000 und 2001

    • Gestaltung, Aktionsfotografie und redaktionelle Mitarbeit des Ausstellungskataloges “KIK Kunst im Kurpark” und “ART VOR ORT – Kunst in den Straßen von Bad Bergzabern”

    1991 bis 2000

    • Vizepräsident der Südpfälzischen Kunstgilde e.V. Bad Bergzabern

    2000 bis 2004

    • Präsident der Südpfälzischen Kunstgilde e.V. Bad Bergzabern

    ab 2004

    • Vorstands-Beisitzer (Spezialaufgaben)

    Ausstellungen in:
    Annweiler (Trifels), Aying bei München, Bad Bergzabern (1. Preis Fotowettbewerb “60 plus”), Bad Zwischenahn (Nominierung zum Kunstpreis), Berlin, Bordeaux (Frankreich – Belobigung), Frankenthal, Hallein (Österreich), Insel Spickeroog, Jever, Kallmünz (Oberpfalz), Laboe (Ostsee), Landau-Pfalz, Mainz, Marseille (Frankreich), Monsheim, Neu-Isenburg, Neustadt (Weinstraße), Oldenburg, Schömberg (Schwarzwald – Nominierung zum Kunstpreis / Kategorie Profis, juriert), Insel Spickeroog, Siebeldingen (Weinstraße), Toulouse (Frankreich – Belobigung), Wernberg-Köblitz, Wien (Österreich), Wörth (Rhein)

    Klaus Fischer
    Malerei

    1959

    • geb. in Aalen

    1979

    • Architekturstudium an der Universität Stuttgart

    Langjährige Tätigkeit als Architekt in Stuttgart

    seit 2003

    • freischaffender Künstler

    2005

    • Internationale Sommerakademie Salzburg bei Xenia Hausner

    2009

    • Internationale Sommerakademie Salzburg bei Monika Bär und bei Katrin Plavcak

    seit 2008

    • Entstehen vor allem Serien zum Thema Figur im Raum – Körper im Raum. Figurengruppen bewegen sich durch neutrale städtische Räume. Oft spielen Schatten und eine starke räumliche Wirkung eine wichtige Rolle.

    seit 2010

    • Mitglied im VBKW, Verband Bildender Künstler und Künstlerinnen Württemberg und im BBK
    • Mitglied im Württembergischen Kunstverein Stuttgart und Badischen Kunstverein Karlsruhe


    Klaus Fresenius

    Malerei

    1952

    • geb. Speyer

    1972

    • Beginn der Ausstellungstätigkeit

    1979-1984

    • Staatl. Kunstakademie Karlsruhe, Prof. Rainer Küchenmeister

    2004

    • Aufnahme ins AKL (Allgemeines Künstlerlexikon) K.G. Saur Verlag, München

    Ankäufe:
    Landesmuseum Staatskanzlei Mainz, Pfalzgalerie Kaiserslautern, Schiller-Nationalarchiv Marbach, Hessische Landesbibliothek Fulda, Herzogin-Amalia-Bibliothek Weimar, Bayerische Staatsbibliothek München, German Library University of San Francisco

    Auszeichnungen:

    • Förderpreis der Kahnweiler-Gedenkstiftung, Rockenhausen
    • Förderpreis des BBK Rheinland-Pfalz
    • Arbeitsstipendium des Kultusministeriums Rheinland-Pfalz, London
    • Stipendium der Niederländisch-deutschen Stiftung für kulturellen Austausch, Amsterdam Arbeitsstipendium in der Provinz Fujian/ China, Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur Rheinland-Pfalz

    Arbeitsaufenthalte:
    Villa Romana Florenz, Chaim Soutine Plein-air Vilnius, China Germany Cultural and Art Festival, Xiamen, China Academy of Art Hangzhou


    Christine Hach 

    Plastik

    1966

    • geb. in Worms

    1985-1992

    • Kunst- und Englischstudium an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

    1987/88

    • Stipendium an der Exeter University und am College of Art and Design, Exeter (UK)

    1993

    • Erstes Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien, seitdem freischaffend

    1996

    • Darmstädter Sezession, Ziegelhütte, Darmstadt
    • BLICKACHSE, Kunst im Park, Schlosspark Herrnsheim (1999, 2002, 2006)

    2001

    • Museum der Stadt Worms (Kreuzgang)

    2002

    • Galerie Rooyart, Venray, Holland
    • Übergänge, McNair-Kaserne Frankfurt-Höchst

    2003

    • Übergänge II, Edwards Gardens, Frankfurt

    2004

    • KUNSTZONE WEST “Am Rande der Kunst”, Kunstverein Volxheim, Kuhberg/ Bad Kreuznach

    2005

    • Kunst im Foyer, SWR-Foyer, Mainz

    2006, 2009

    • Skulpturen im Park, Mörfelden-Walldorf

    2007

    • Kunst im Landtag, Foyer Landtag Rheinland-Pfalz
    • “orange”, Orangerie Schloss Schwetzingen, Kunstverein Schwetzingen

    seit 2010

    • Kuratorin zahlreicher Ausstellungsprojekte

    2010

    • La Galerie Art Contemporain, Talant/Dijon, Frankreich
    • Galerie Mühlfeld und Stohrer, Frankfurt/Main
    • art fair 21 Köln (Galerie Mühlfeld und Stohrer)

    2011

    • art Karlsruhe (Galerie Mühlfeld und Stohrer)
    • Zeichnungen, Museum der VG Eich

    2012

    • Kunst direkt, Künstlermesse, Mainz (Beteiligung seit 2002)

    2014

    • Künstlerbahnhof Ebernburg

    2015

    • schöner wohnen (mit Violetta Vollrath, Dieter Renk) Museum der VG Eich


    Manfred Plathe

    Malerei

    1947

    • geb. in Halle/Saale

    1969 – 1973

    • Studium Innenarchitektur und Design an der FH Kaiserslautern

    1973 – 1981

    • Studium Bildende Kunst an der HdK Berlin

    seit 1982

    • zahlreiche Ausstellungen Teilnehmer bei Kultursommern, Messebeteiligungen, Projekte und Performances mit der Gruppe “Cocoon”

    seit 1984

    • Mitglied im BBK

    seit 2000

    • Mitglied der apk


    Meike Porz 

    Lithografie, Mischtechniken

     

    1960

    • geb. in Jakobsweiler, Rheinland-Pfalz

    1985-1993

    • Studium der Malerei bei Prof. Klaus Jürgen-Fischer, Kunstakademie Mainz

    1989-1990

    • Studium der Malerei bei Dominique Gaultier und Daniel Dezeuze, Ecole des Beaux-Arts, Montpellier

    1992

    • Erstes Staatsexamen für Bildende Kunst, Kunstakademie Mainz

    1993

    • Diplom Freie Malerei, Kunstakademie Mainz

    1998

    • Lehrauftrag für Farbenlehre und Bildstruktur, Fachbereich Bildende Kunst, Universität Landau/Koblenz

    2000

    • Zweites Staatsexamen für Bildende Kunst und Geografie, Speyer
    • lebt und arbeitet in Landau, Rheinland-Pfalz

    Stipendien:

    1992

    • Burgund-Stipendium des Landes Rheinland-Pfalz

    1987-1993

    • Stipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung

    1989-1990

    • Stipendium des Deutsch-Französischen Jugendwerkes

    Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl):

    2015

    • Figur 6.0, Kunstverein Germersheim

    2014

    • Kunst-Direkt, Künstlermesse Rheinland-Pfalz, Mainz

    2013

    • Haueisenpreis-Ausstellung, Ziegeleimuseum, Jockgrim

    2012

    • Große Kunstausstellung NRW, Museum Kunstpalast Düsseldorf
    • Pfalzgalerie Kaiserslautern

    2011

    • “Aus Papier – Auf Papier”, Villa Streccius, Landau

    2010

    • “angezettelt”, Saarländisches Künstlerhaus, Saarbrücken

    2009

    • ARGO, Villa Streccius, Landau/Pfalz

    2006

    • Pamina-Kunstpreis Ettlingen, Schloss Ettlingen

    2004

    • Justizzentrum Kaiserslautern

    2003

    • Villa Streccius, Landau/Pfalz (K)

    2002

    • “Grafik der Gegenwart”, Kunstforum Bonn
    • Schloss Waldthausen, Mainz

    Öffnungszeiten:
    Sa. von 15.00 bis 18.00 Uhr
    So. von 14.00 bis 18.00 Uhr

    Links:
    Porz Meike (Rubrik KÜNSTLER)  |  Fresenius Klaus (Rubrik KÜNSTLER)  |  Plathe Manfred E. (Rubrik KÜNSTLER)

  • Stille Armada

    05.09.15 bis 04.10.15

    Vernissage am 05.09.15 um 17.00 Uhr
    Begrüßung: Marita Mattheck, 1. Vorsitzende des Kunstvereins und Marcus Schaile, Bürgermeister der Stadt Germersheim
    Einführung: Dr. Ulrike Hauser-Suida

    Projekt “Stille Armada”

    Ein zeitgenössischer Künstler, der sich entschließt, sich mit Schiffen auseinanderzusetzen, wird mit einer beispiellosen Vielfalt der Bedeutungsebenen konfrontiert, die sich an diese Form binden. Sie ist neben dem Haus eine der großen, kulturgeschichtlich weit zurückreichenden, archaischen Grundformen. Sie steht für die Aneignung der Welt, die Erforschung des Unbekannten, sie kann Sicherheit und Geborgenheit vermitteln – aber diese können sehr schnell in ein Gefühl von Labilität und Gefährdung durch die Naturgewalten umschlagen. Ihre Symbolik reicht von christlicher Ikonografie – zu den ersten Erkennungszeichen früher Christen gehörten Graffiti von Schiffen und auch die Kirche selbst ist nichts anderes als ein großes Glaubensschiff – bis zu den Wunschträumen des Kindes, das diese mit seinen Holz- oder Papierschiffchen in weite Ferne schickt. Händler und Eroberer zogen über die Meere, trugen in ihren Schiffen Wissen, Reichtum und Macht, aber auch Krankheit und Tod, mit sich.
    Hier anknüpfend, im Wissen um die Endlichkeit und Vergeblichkeit menschlicher Hybris, nennen Lynn Schoene, Tom Feritsch und Hartmuth Schweizer ihr Projekt “Stille Armada”. Sie untersuchen die Schiffsform nach neuen Bedeutungsebenen und versuchen die Bedingungen zu klären, unter denen bildnerisches Gestalten abhängig vom Material und den davon geforderten konstruktiven Methoden möglich ist.

    Lynn Schoene entwickelt ihre Arbeit im Schnittbereich vieler wichtiger Koordinaten zeitge-nössischer Kunst. Hier werden neue formale und insbesondere neue materielle Konzeptionen entworfen. Eine dieser Orientierungslinien, die die Künstlerin dann auch konsequent verfolgt, ist die Wertschätzung sinnlicher Materialität. In einem ihrer Hauptwerke, dem “Lifeboat”, werden neben Bienenwachs, das provokant die traditionellen, edlen, die Zeiten überdauernden Materialien klassischer Kunst in Frage stellt, auch Hemden verarbeitet, die für den traurigen Alltag und das Schicksal derer stehen, die eben jenes Boot als Symbol der Rettung gesehen haben. Es verbinden sich in Lynn Schoenes Werk mit der Form des Schiffes, das für Leben steht, auch die in Geduld und Beharrlichkeit insistierenden Methoden der Bearbeitung des Wachses als quasi biologisch naturhafte Qualität. Diese bildnerischen Techniken kommen Wachstumsprozessen gleich, die Wärme – Lebenswärme – benötigen, um dem Ungestalteten, noch Formlosen, Form zu geben.

    Tom Feritschs Objekte hingegen verbrauchen da andere Energien. Es sind Kräfte, den Gewalten im Erdinnern nicht unähnlich, die seinem Material – Ton und Metall – Härte, Form, Farbe und Textur geben. Seine Schiffsformen wirken noch in der Zerstörung statisch, selbst im Zusammenbruch wie gebaut. Um so dramatischer spricht zu uns ihr unabwendbar gewordenes Schicksal. Bootsrümpfe, schwarz wie ausgebrannte Skelette, werden aufgebahrt. Seriell gedacht, belegen sie das über die Inhaltlichkeit hinausgehende Interesse des Künstlers und sind so trotz ihrer erzählerischen Qualität in Form und Material letztlich autonom. Wie viele Objekte von Feritsch bewahren sie sich etwas Zweideutiges und entziehen sich sowohl einer schnellen gegenständlichen Charakterisierung als auch der einer abstrakten, nur konstruktivistischen, Betrachtung.

    Wieder eine andere Facette der Beschäftigung mit der Schiffsform als Bedeutungsträger öffnet Hartmuth Schweizer in seinen seriellen Formmetamorphosen. In Zeichnungen, laborähnlichen Anordnungen und in Materialkombinationen, die mit Blattgold, Beton, Wachs und Samen unterschiedlicher Herkunft ambivalente Assoziationen provozieren, soll die Schiffsform als eine Naturkonstante gezeigt werden. Sie ist mit Blatt-, Frucht-, Kokon-, Muschel- und Vaginalformen verwandt und steht für Wandlung und die Dynamik des Lebens schlechthin. In dieser organischen Gestalt ist sie geometrisch den reinen Grundformen wie Kreis und Quadrat entgegengesetzt, verkörpert also nicht das Unendliche, die Ruhe und Statik, sondern das Ungleichgewicht, einen Zustand zwischen den Polen des Geistigen auf der einen Seite und der Materie auf der anderen.

    Diese drei künstlerischen Positionen versuchen auf den Ebenen der Ästhetik, des Materials und der Konstruktion eine Annäherung an das Phänomen der Schiffsform und deren komplexen Funktionen und Bedeutungen. Die “Stille Armada” hat, wie der Titel sagt, ihre kriegerische Macht verloren aber ihre großen Geheimnisse in der Kunst nach wie vor bewahrt.

    Hartmuth Schweizer


    Begleitprogramm

    KunstCafé am 20.09.15 von 15.00 bis 18.00 Uhr

    Finissage am 04.10.15 um 17.00 Uhr
    Künstlergespräche

    Öffnungszeiten:
    Sa. von 15.00 bis 18.00 Uhr
    So. von 14.00 bis 18.00 Uhr

  • Mit Sophie Casado, Walter Schembs und Michael Volkmer

    28.06.15 bis 26.07.15

    Vernissage am 28.06.15 um 17.00 Uhr
    Begrüßung: Marita Mattheck, 1. Vorsitzende des Kunstvereins, und Marcus Schaile, Bürgermeister der Stadt Germersheim
    Einführung: Simone Maria Dietz, Kunshistorikerin M.A.

    Lesung: “Lenz” von Georg Büchner mit Klaus Hemmerle
    Musik: plasma 8 (Thomas Reuter, Klavier/Stimme, und Andreas Krennerich, Saxophon) 

    Georg Büchner, der ungebärdigste und radikalste unter den Genies der deutschen Literatur, starb bereits mit dreiundzwanzig Jahren. In seiner posthum veröffentlichten Erzählung “Lenz” beschreibt er die aufs Äußerste zugespitzte Lebenskrise von Jakob Michael Reinhold Lenz, einem “Bruder im Geiste”, dem wilden Träumer und hochbegabten Dichter des “Sturm und Drang”. Auf einer winterlichen Wanderung in die Vogesen droht dieser, dem Wahnsinn zu verfallen… Die Leseperformance mit Klaus Hemmerle und Plasma 8 nimmt Sie mit auf einen musikalischen Road-Trip und lässt Sie eintauchen in eines der großen Sprachkunstwerke der deutschen Literatur, lebendig gemacht für heutige Ohren und zeitgenössische Hörer. 

    Zu den Künstlern der Ausstellung:

    Von geheimem Leben erfüllt
    Sophie Casados Liebe gilt den verborgenen, versteckten Dingen der Natur wie auch dem Menschen, seiner Anatomie, seinem organischen Innenleben. Das anfängliche Biologiestudium hat ihre Kunst entscheidend geprägt. 

    Kleine Naturobjekte, die sie sammelt und wie Fetische aufbewahrt, werden zunächst ihr Thema. Als sie alte Anatomiebücher entdeckt, lässt sich von Zeichnungen menschlicher Organe und ihrer Feinheit inspirieren, modelliert Herz, Niere, Darm, Lunge als Metapher für die vier Elemente und gewinnt damit den Mainzer Eisenturmpreis. 

    Als Malerin und Zeichnerin ist Sophie Casado zur plastischen Arbeit gekommen. Serien von gezeichneten Schmetterlingspuppen und Vogelnestern bilden den Ausgangspunkt für ihre Objekte. Papier, besonders durchsichtiges Seidenpapier, entdeckt sie als kongeniales Material für ihre fragilen Hülleformen. Verletzbar, aber trotzdem widerstandsfähig und flexibel, kann sie das Material wie eine Haut spannen, in vielen Schichten übereinanderlegen, falten oder zu dünnen Fäden, Haaren oder Stacheln formen.

    Mit sparsamen Mitteln von Linie, Farbe und Material gelingen der Künstlerin Objekte von großer Leichtigkeit und Ästhetik. Bei aller Ruhe scheinen sie von geheimem Leben erfüllt und verzaubern den Betrachter durch ihre Poesie. Sie ähneln Pflanzenkapseln, Fruchtschoten wie auch unter Wasser lebenden Organismen etwa Algen, Seeigeln, erscheinen aber keineswegs realistisch und abbildhaft, sondern zeichenhaft reduziert.

    Eine wichtige Rolle spielt dabei die monochrome Farbe, die Beschränkung auf Weiß. Dadurch wird das Flüchtige, Immaterielle von Licht und Schatten thematisiert. Je nach Lichteinfall und Position des Betrachters entwickeln sich subtile, plastische Spannungen. Sophie Casado knüpft hier an künstlerische Bestrebungen an, wie sie Anfang der 60er Jahre die Künstler der Gruppe ZERO propagierten, eine Tradition, die zurückreicht bis zu Kasimir Malewitschs “Weißem Quadrat” – für ihn galt Weiß als die “Suprematie der reinen Empfindung”. 
    Konsequent hat die Künstlerin die Entwicklung ihres Mediums vorangetrieben. Vom Einzelobjekt gelangt sie zur Formengruppe, vom Relief zur freien Raumplastik und Raumensembles. Regelmäßig sich wiederholenden Strukturen, wie “puzzle”, “arbres” oder “méduses” verleihen den Arbeiten Rhythmus und meditative Kraft. 
    Dr. Ulrike Hauser-Suida

    Walter Schembs wurde 1956 im Worms geboren. Angeregt durch seine Arbeit als Möbelrestaurator begann er in den 1980er Jahren mit der Holzbildhauerei. Seine Verbundenheit zur Natur und der Wille zur Kreativität förderten seinen Weg zum Künstlerdasein. 2005 erhielt er den Kunstpreis der Stadt Walldorf bei Heidelberg.

    Im Mittelpunkt seines bildhauerischen Oeuvres steht der Mensch. Auf der Grundlage der menschlichen Körperform erschafft Schembs typisierte und doch individuelle Figuren, deren Gesichtern er einen ganz eigenen Charakter verleiht.
    Spontan, ohne oder mit Anfertigung einer Skizze, wird das Holz vom Künstler bearbeitet. Die grob gehauenen Oberflächen der Skulpturen vermitteln eine Art Urtümlichkeit und gleichzeitig eine Passion des Künstlers für den Werkstoff. Besonders das Holz der Eiche verwendet Schembs immer wieder, gerade weil es durch seine besondere Maserung und Struktur den Oberflächen einen unerwarteten und spannenden Ausdruck verleiht.

    Seit den 1990er Jahren gießt Schembs auch Bronzen, da sich dieses Material besser für die Platzierung im Freien eignet. Dabei überträgt er die Struktur des Holzes über Silikon in die Bronzeoberfläche, wodurch er eine faszinierende haptische und täuschende Wahrnehmung der Materialoberfläche erzielt. Das Auge sieht Holz, die Hand fühlt Metall. Viele seiner Arbeiten stehen im öffentlichen Raum, u.a. in Finnland, Niederlande, Tschechien, Luxemburg, Mallorca usw.
    Barabara von Stechow, Galerie Frankfurt

    Ausgangspunkt der Arbeit von Michael Volkmer ist das Interesse am Raum und der ortsbezogenen Kontextualisierung, die genauen Beobachtung des Umfeldes und dessen analytischer Auswertung.
    Dabei geht es nicht um die Anfertigung mehr oder weniger beeindruckender Rauminstallationen, sondern um das Erkunden von Möglichkeiten im Raum und deren Wahrnehmung. Michael Volkmer bezieht sich auf die spezifischen und unterschiedlichen Vorgaben von Orten oder (räumlichen) Situationen und schafft es mit seinen Eingriffen zum einen, den Raum selbst zur Sprache zu bringen und zum anderen, dessen Selbstverständlichkeit aufzubrechen und zuvor kaum beachtete Eigenschaften hervorzuheben. Durch den Aufbau von Spannungsfeldern und Assoziationsebenen wird der Betrachter Teil der Inszenierung und sieht sich zur künstlerischen Intervention in Bezug gesetzt.

    Die Arbeiten Volkmers haben exemplarischen Charakter, sind oft streng und präzise, jedoch ohne didaktische Attitüde und trotz einer überbordenden Lust am Experiment ästhetisch anspruchsvoll.
    Prof. Hans Gercke, Heidelberg

    Begleitprogramm

    KunstCafé am 12.07.15 von 15.00 bis 18.00 Uhr
    Musik um 15.30 Uhr mit Armin Schneider am Flügel

    Finissage am 26.07.15 um 17.00 Uhr
    Künstlergespräche

    Öffnungszeiten:
    Sa. von 15.00 bis 18.00 Uhr
    So. von 14.00 bis 18.00 Uhr

  • Uta Arnhardt, Gabriele Domay, Ingrid Golz, Gundel Hädeler, Eva-Maria Hermanns

    25.04.15 bis 24.05.15

    Vernissage am 25.04.15 um 17.00 Uhr
    Begrüßung: Marita Mattheck, Vorsitzende des Kunstvereins Germersheim
    Marcus Schaile, Bürgermeister der Stadt Germersheim
    Einführung: Dagmar Burisch, M.A., Hirschberg

    KunstCafé am 10.05.15 von 15.00 bis 18.00 Uhr

    Finissage am  24.05.15 um 17.00 Uhr
    Künstlergespräche

    Papierarbeiten von Uta Arnhardt

    Teile von handgeschöpften Papieren aus verschiedenen Ländern, die ich im Laufe von Jahren gesammelt habe, aber auch von selbst geschöpften, werden zu Collagen. Wenn die papiernen Bildelemente ihren Platz auf einem Trägerbogen gefunden haben und im gewünschten Bezug zu einander stehen, werden sie durch Nadelzeichnung befestigt. Die mit Nadel und Faden entstehenden Linien sind darüber hinaus ein unverzichtbares Gestaltungselement.

    Aber ich zeige in der Ausstellung auch Arbeiten älteren Ursprungs, in denen Pflanzenfragmente eine wichtige Rolle spielen. Die filigranen Blütenblättchen, Samen, Blattfragmente sind gewissermaßen imaginäre Schriftzeichen und erzählen Geschichten, die der Betrachter auf seine Weise entziffern kann. Japan- und Chinapapiere bilden das Bett für die Pflanzenteile, eine aufgetragene flüssige Bienenwachsschicht versiegelt das Ganze, und es entsteht Transparenz.

    Gabriele Domay – Überlegungen zu meinen Arbeiten 

    Papier als Bedeutungsträger für meine Formensprache. Gabriele Domay arbeitet seit 23 Jahren mit selbst hergestelltem Papier. Der Papierpulp, der in der Regel aus Altpapieren gefertigt wird, wird auf Gaze oder Leinwand aufgespachtelt. Papier wurde als Material entwickelt, es ist nicht Natur, sondern ein Kulturgut als Träger von Bild- und Textinformationen. Von einem zweidimensionalen Blatt kann es sich in ein dreidimensionales Objekt verwandeln. Papier als Material für plastische Objekte. Es bieten sich Freiräume in der Formfindung. So entstehen Buch-Objekte, Bilder und Installationen. In Beziehungen zum architektonischen Raum entstehen Installationen, die sich auch mit den elementaren natürlichen Voraussetzungen auseinandersetzen: mit dem Tageslicht, in dem sich die Installation im Tagesablauf verändert, mit der Raumposition und-funktion, mit den Menschen, die den Raum nutzen. Die Leichtigkeit und die Transparenz des Materials Papier sind Gabriele Domays Ausgangspunkte. Papier bedeutet ihr daher mehr als nur formbarer Stoff, er wird zum Thema und Inhalt ihres Schaffens schlechthin.

    Ingrid Golz
    [www.ingrid-golz.de]

    In ihren dreidimensionalen Papierarbeiten und -skulpturen thematisiert die Künstlerin Ingrid Golz den ‘Aufbruch’ als ‘Triebfeder des Lebens’. Das Phänomen des Aufbruchs entwickelt sich zwischen dem Stillstand und der Bewegung und erfordert Mut zu Veränderung und Umbruch.

    Zwischen handgeschöpften Papierbogen aus taugeröstetem Flachs fügt die Künstlerin Reisstroh, Peddigrohr/-schiene oder Seegras ein, wodurch sich im Trocknungsprozess aus den flachen, zweidimensionalen Papierbogen dreidimensionale Raumkörper entwickeln. Die eingefügten Fasern beeinflussen die Körperformen, Linienstrukturen, Faltungen und stabilisieren die Oberflächenstruktur. Dadurch entstehen kontrastreiche Formen. Die im Raum hängenden Papierskulpturen drehen sich bei Luftzirkulation und lösen ein bizarres Licht- und Schattenspiel aus, das sich durch gezielte Beleuchtung (Spotlight) intensiviert und vor weißer Wandfläche zusätzliche Schlagschatten erkennen lässt. Neben den im Raum hängenden ‘Variationen’ liegen manche auch still ruhend auf Sockeln.

    Größere in Collagetechnik entstandene Raumobjekte an der Wand und auf dem Boden liegend, z.B. ‘Spüren und Strömen’, die sog. ‘Transformationen für Klavier’, die ‘Schnittmengen’ in Objektrahmen oder ‘effort values’ deuten auf das Thema des Aufbruchs zwischen Stillstand, Reflexion und Dynamik hin.

    Die einander ergänzenden Begriffe ‘Fläche und Raum’, ‘Licht und Schatten’, ‘Stillstand und Bewegung’ sind Teil dieses bildnerischen Konzeptes.

    Gundel Hädeler
    [www.gundelhaedeler.de]

    Ich arbeite mit von mir handgeschöpften Papieren. Für die meisten meiner Bilder oder Objekte verwende ich die Fasern selbstgesammelter Pflanzen oder Fasern des Maulbeerbaums. Auch andere Materialien können mit verarbeitet sein. Fast immer jedoch zeigt das Papier noch etwas von seinen pflanzlichen Ursprüngen.
    So sehe ich beim Medium Papier eine besondere Beziehung gleichermaßen zu Natur und Kultur. In diesem Spannungsfeld bewegen sich meine Arbeiten.
    Gewöhnlich verwendet man das weiße Papier und unbeschriebene Blatt um ihm als geduldiger Träger alles Mögliche aufzuladen. Meine Papierarbeiten zeigen noch eine andere Komponente des Stoffes. Papier ist ein Medium dem ein Umwandlungsprozess innewohnt, quasi von Blatt zu Blatt. Der gewachsenen Pflanzenfaserverband wird aufgelöst um sich im Medium Wasser über das Schöpfen neu zu formieren und nun zum Papierblatt zu werden.
    Papier hat zudem einen, mit kaum einem anderen vergleichbaren, kulturellen Evolutionsprozess erfahren. Einst wertvoller Stoff, über den Kultur entwickelt, vermittelt und vor allem verbreitet wurde ist es heute ein Massenprodukt, dessen Wert vorwiegend nach seinem Nutzen bemessen wird. Elektronische Medien haben seine Aufgabe in Frage gestellt, gleichwohl im Zeitalter der Computer mehr Papier den je verbraucht wird.
    Für mich ist diese Entwicklung Anlass mich mit der vernachlässigten materiellen sowie ästhetischen Seite des Papiers zu beschäftigen. Die Stofflichkeit, etwas das heutzutage mit der elektronischen Vermittlung zunehmend verloren geht, wird Teil der Aussage. Die von mir häufig verwendeten archaisch anmutenden Formen korrespondieren dabei mit der Ursprünglichkeit des Materials.

    Eva-Maria Herrmanns
    [www.evamariahermanns.de]

    “Eva–Maria Hermanns Bilder sind warmer Erde und tiefer Schwärze nah. Raue Untergründe unter erdfarbenen Pigmenten kleiden die imaginäre Räume aus, in denen archaisch gekratzte oder gewischte Linienspuren, hell aufscheinende Flächen und dunkel glühende Farbbereiche auftauchen. Materialien und Dinge ragen hervor und werfen Reliefschatten. Entdeckte, gesammelte Gegenstände und Reststücke, gebraucht und verwittert, sind ausersehen, Bildzeichen auf Kunstwerken zu werden. Vorgefundenes wird zum Eigenen.

    Empathie zu den greifbaren Phänomenen und Elan zum bildhaften Transformieren arbeiten das Gefundene in die Bildfläche ein, wo es sich verbindet mit den poetischen Assoziationen der Künstlerin. Literarische Textzeilen, Gedichtworte stärken den Prozess des Verwandelns. Im Bildwerden verlieren die verwendeten Elemente ihre Einfachheit und gewinnen eine neue, kaum auszulotende Dimension, die imstande ist, den Betrachter aus dem Selbstverständlichen herauszuholen.”
    Margarete Tosch-Schütt

    “Der Beginn eines jeden Bildes ist das ‘Fundstück’: Papiere, Kartonagen, Dachpappen, Schnüre, Bleistücke, Asche und gleichwertig daneben, Silben, Wörter, Gedichte. Selbst der Bildträger ist oft ein Fundstück: Eisenplatten, Bücher, Kohlepapier und mit Textil armierte Kautschukplatten. Aus der vielfältigen Formensprache der Materialien entsteht während der Arbeit eine Übereinstimmung zwischen mir und den Dingen … Es entfaltet sich ein poetischer Zusammenhang, der nicht allein in der Sprache der Bilder oder der Worte zu fassen ist. Eine Vernetzung von Leben und Materie wird spürbar. In der momentanen Erkenntnis, im schöpferischen Bewusstsein des Vergänglichen, entstehen meine Bilder.”
    Eva-Maria Herrmann

    Öffnungszeiten: 
    Sa. von 15.00 bis 18.00 Uhr
    So. von 14.00 bis 18.00 Uhr

    Links: 
    Arnhardt Uta (Rubrik KÜNSTLER)  |  Domay Gabriele (Rubrik KÜNSTLER) 

  • Collage, Druckgrafik, Installation und digitale Fotocollage
    21.02.15 bis 22.03.15

    Vernissage am 21.02.15 um 17.00 Uhr
    Begrüßung: Marita Mattheck, Vorsitzende des Kunstvereins Germersheim
    Marcus Schaile, Bürgermeister der Stadt Germersheim
    Einführung: Thomas Angelou, Kunsthistoriker M.A., Jockgrim, Kunstagentur Bel Etage

    Kunstcafé am 08.03.15 von 15.00 bis 18.00 Uhr

    Finissage am 22.03.15 um 17.00 Uhr
    Künstlergespräche

    Projekt PASSION

    Im Kunstprojekt PASSION arbeiten Betina Kaiser, Matthias Baumann und Ildiko Dewes-Demmerle im Team und mit den Mitteln der Zeit. Ideen und Ausführungen entstehen weitgehend im Dialog. Fotografie, digitale Fotocollage, Computergrafik, Fotokopie und handgefertigte Druckgrafik werden miteinander verwoben, mitunter in ein und demselben Exponat. Einzelne Arbeiten sind zu zweit oder gar zu dritt verfertigt worden. Ausgangspunkt ist ‘Die Farbe der Passion’, eine Erzählung, die vom alltäglichen, unspektakulären, stillen Leiden und enttäuschten Hoffnungen handelt. Im Zweier- und Dreierteam reifte eine unbändige Leidenschaft für die systematische Variation verschiedener Motivgestaltungen – bedeutet ‘Passion’ doch nicht nur ‘Leiden’, sondern auch ‘Leidenschaft’. Die Ergebnisse spiegeln eine assoziative, nicht illustrativ gemeinte Annäherung an das im Grunde recht spröde Thema der Erzählung wider.

    Matthias Baumann greift mit digitaler Fotografie, Computergrafik und digitaler Fotocollage den Beginn der Erzählung auf: ein kleines Mädchen soll sich einen Regenschirm aussuchen und wählt dabei einen violetten Farbton, den der erfolglose Maler Bernhard Kutscheck als Passionsfarbe bezeichnet. Ildiko Dewes-Demmerle, die sich dem Minimalismus zuordnet und die Erzählung geschrieben hat, zeigt Installationen aus Texttafeln, skripturalen Gestaltungen und Farbfeldern. Betina Kaiser verbindet meisterhaft Druckgrafik mit Handcollage und digitaler Collage – so entstehen außergewöhnliche Arbeiten. Ungewöhnlich ist auch die Arbeit mit violetten Farbtönen, die in der Bildenden Kunst nur selten großflächig eingesetzt werden.

    Bereits im Frühjahr 2014 war ein kleiner Teil der Ausstellung in der Moments Art Gallery in Neustadt zu sehen. Die gesamte Schau der Exponate wird nun 2015 vom Kunstverein Germersheim im Zeughaus präsentiert; danach wird wiederum ein kleiner Teil mit skriptural-grafischem Schwerpunkt im Unterhammer bei Kaiserslautern zu sehen sein.

    Matthias Baumann

    Digitale Fotografie – digitale Fotocollage, bearbeitet am Computer, gedruckt auf unterschiedlichen Materialien; diese Begriffe beschreiben eine Technik unserer Zeit, die scheinbar endlose Reproduzierbarkeit von Kunst. Dabei wird man dieser Kunstform – denn das ist sie – nicht gerecht. Schon gar nicht bei den Arbeiten von Matthias Baumann. Seine digitalen Welten entstehen in vielen Arbeitsschritten, aus Überlagerungen mehrerer Fotografien, fein verwoben wie ein Netz aus tausend kleinen Fäden. Geduldig, kreativ und immer das Bild im Fokus sucht er nach immer neuen Farb- und Formvariationen. Das künstlerische Auge entscheidet, wann dieser Prozess zum Halten kommt. Das Bild wird erneut geprüft, die Aussage als Kern der Gestaltung immer im Mittelpunkt gehalten. Matthias Baumann “malt” mit der Kamera und dem Computer. Eine Auflage von fünf Abzügen pro Motiv macht seine digitalen Fotocollagen zu Arbeiten fernab von Massenware.

    Ildiko Dewes-Demmerle (Pseudonym DeDe)

    Ildiko Dewes-Demmerle verortet ihr Kunstschaffen in der Tradition des Minimalismus. Schwerpunkt ihrer Arbeit sind seit 1999 modulare Installationen, die eine Variation der Modulanordnungen je nach spezifischer Räumlichkeit erlauben ohne Verlust an ästhetischer Qualität und Aussage. Wie im Schaffen ihres Lieblingskünstlers Liam Gillick steht am Anfang ihrer Kunstprojekte immer ein Thema, ein Wort, ein Gedanke; dann folgt die Recherche und geistige Auseinandersetzung, mitunter über Monate. Danach werden die Materialien und Farbtöne festgelegt – Thema und Farbwahl müssen harmonieren. Gezielt werden in die Installationen auch Gestaltungen anderer Künstler und Designer sowie industriell hergestellte Funktionsteile als solche sichtbar integriert.
    Der variable kleinteilige Aufbau der Installationen wird als Antwort verstanden an die zunehmenden Anforderungen an Mobilität, Flexibilität und Eigenständigkeit der Menschen in der modernen Gesellschaft. So kann eine Installation z.B. auch im Wohnbereich genutzt werden, der Nutzer wird ‘zum Teamworker der kunstschaffenden Person’. Dass die Betrachter das den Arbeiten jeweils zugrunde liegende komplexe Gedankengebilde ergründen und verstehen wollen, erwartet DeDe nicht: “es genügt mir, wenn eine Stimmung überspringt oder ein Gedanke assoziiert wird, den ich auch gedacht habe oder gut ins Konzept integrieren kann – das alles geschieht übrigens regelmäßig”.

    Betina Kaiser

    Die Arbeiten von Betina Kaiser lassen sich nicht auf eine einzige Technik reduzieren, wohl aber auf ein gemeinsames Konzept. In der Regel wird die Leinwand in Felder eingeteilt, meist vertikal und unregelmäßig. So unterschiedlich sie in der Größe sind, so unterschiedliche Techniken der Gestaltung treffen meist aufeinander. Das erzeugt Neugier oder Widerspruch und geschieht stets im Dienste der Aussage.
    Ein handgefertigter Handdruck – ihre bevorzugte Technik – bildet häufig den Ausgangspunkt des weiteren kreativen Prozesses. Nicht selten wird dabei der Druckstock selbst zum Teil des Bildes. Hauchzarte Japanpapiere, Tuschen und Kreiden legen Schichten über Teile des Bildes – verändern Ausschnitte und Bildebenen. Scheinbar unvereinbare Materialien werden zu Verbündeten und erzeugen Brüche und Spannungen. Und doch oder gerade deshalb entstehen harmonische und stimmige Arbeiten, bei denen nur schwer der Entstehungsprozess sichtbar bleibt.

2014

  • 07.11.14 bis 30.11.14

    Vernissage am 07.11.14 um 17.00 Uhr, im Anschluss Museumsnacht bis 24.00 Uhr
    Begrüßung: Marita Mattheck, Vors. des Kunstvereins
    Marcus Schaile, Bürgermeister der Stadt Germersheim
    Einführung: Simone Maria Dietz, M.A., Karlsruhe
    Musik: Maike Mohr, Piano und Hendrik Mumm, Bass

    KunstCafé und Finissage am 30.11.14 von 15.00 bis 19.00 Uhr
    Künstlergespräche  | Kaffee und Kuchen

    Mit Arbeiten von Andrea Behn (Herdecke), Barbara Jäger (Karlsruhe), Iris Flexer (Kusterdingen Jetenburg), Martina Geist (Stuttgart), Karin Huth (Mainz) und OMI Riesterer (Karlsruhe).

    Andrea Behn

    Die Malereien von Andrea Behn sind Arbeiten auf Papier, die in einem – vordergründig betrachtet – nur handwerklichen Akt auf eine Leinwand aufgezogen werden. Die Acrylfarben sind in unterschiedlichen feinen Lasuren aufgetragen, die einander in gleicher Weise verdecken wie sichtbar machen und akzentuieren, endlich oszillieren zwischen Setzungen und Zurücknahme: Strukturen und Farben im Wechselspiel mit dem Licht. Dabei entsteht dieses All Over auf der Bildfläche nicht allein durch den Auftrag von Farbe mit dem Pinsel. Eine Vielzahl von Malmitteln wird eingesetzt, um Farben aufzubringen,und eine ebensolche Vielzahl von Mitteln wird verwendet, um Farben wieder zu entfernen: Eine 
    Art Selbstvergewisserung, quasi eine Farb-Archäologie, die die tieferen Schichten wieder sichtbar oder doch erahnbar macht, nicht als konturierte Form, aber doch als existent.
    Und so erhalten zufällige und beabsichtigte Spuren des Malprozesses die gleiche malerische Gültigkeit; das Nicht-Gewollte erweist sich doch als beabsichtigt und wird mit
    dem Gewollten in den gleichen Rang gesetzt. Es wird ebenso viel gesagt wie verborgen und die “archäologische” Lust wird im Betrachter geweckt, nicht irgendeinen, sondern den
    Zwischenton zu entdecken,der das gesamte Bild in Schwingungen versetzt.
    Ulfried Weingarten (Auszug)

    Iris Flexer

    Der Werkstoff Papier kennzeichnet die plastischen sowie die zweidimensionalen grafischen Arbeiten von Iris Flexer. Meist trägt er Gebrauchsspuren des Alltags, von Kultur und Geschichte: Zeitungsartikel, Bücher, handgeschriebene Briefe, Zeichnungen, Fotokopien, Verpackungen wie Bäckertüten und vieles mehr werden von der Künstlerin bearbeitet.
    Sie schneidet, reißt, klebt, näht, faltet, färbt sie, fügt Teile zusammen, dass sie wirken wie eine zweite Haut: schützend ummantelnd, halb durchsichtig, Texte, Linien oder Farbe enthüllend und bedeckend zugleich.
    So entstehen Objekte ähnlich mineralischen und pflanzlichen Wesen, die hängen, sich leise bewegen, den Raum durchbrechen und neu erleben lassen: Blühendes oder Hängendes heissen beispielsweise die Titel zweier Arbeiten.
    Bei den Grafiken werden Einzelteile auf grundiertem Pack- oder Zeichenpapier zu überraschenden Kompositionen geschichtet: Sie fügen sich in eine geometrische Ordnung, die sich aber lebendig und voll persönlicher Ausdruckskraft zeigt.

    Karin Huth

    Karin Huth gelingt es mit malerischen Mitteln “Farbräume” zu erstellen. Sie legt die Konzentration direkt auf die Farbe. Farbqualität, Farbsättigung und Kontraste setzen Farbenergien frei, die Freiraum bieten für die eigene Phantasie und Interpretation der ausgelösten Emotionen. Die beigegebenen Titel geben nur Hinweise, wollen keineswegs einengen, oder gar festlegen.


    Martina Geist

    Wenn wir Martina Geists jüngste Werke unter dem Titel Zeitlupe zusammenfassen, dann lenkt dies das Augenmerk auf die künstlerische Gestalt von Bewegung, auf die Darstellung von Raum und Zeit. Martina Geists Holzschnitte stellen nach wie vor Stillleben dar, wir erkennen Stühle und Tische, Früchte und Gläser, das klassische Motivrepertoire. Aber die Dinge wie der Raum sind in Bewegung begriffen: das Glas fällt um und Wasser ergießt sich über die Fläche des Tisches, der sich im Bildformat und darüber hinaus ausdehnt und in dieser Bewegung in kubistischer Manier mehrere Ansichten, Perspektiven in Anspruch nimmt. Die Stühle schweben im Raum, nichts liegt einfach nur da, wie es sich für ein konventionelles Stillleben gehört. Die Geschwindigkeiten sind nicht nur in den in Bewegung begriffenen Dingen zu spüren, sondern sie lassen sich auch in den Linien und Formen erfahren, die den Bildraum ausmachen. Mit Nachdruck komponiert Martina Geist ihre Kompositionen als dynamische Gefüge. Aufgrund der Abstraktion ihrer Darstellungen konzentrieren sich in den Formen, in den Linien, in der spannungsvollen bildräumlichen Kommunikation der Bildelemente die Bewegungsmomente des Kippens, des Fließens, der Dehnung oder Verdichtung, die wie in extremer Zeitlupe verharren. In Reihen erschließt sich die Künstlerin die Bewegung ihrer Motive wie ihrer bildnerischen Mittel. In den Variationen desselben Motivs hält sie die Bewegungen und mithin das Thema der Geschwindigkeiten fest.

    Die Holztafeln, von denen es in der Regel nur einen Druck gibt, behaupten ihre Eigenständigkeit und Bedeutung als farbig gefasstes Relief. Der Holzschnitt wird zum zur Skulptur tendierenden Tafelbild. Immer wieder unterstreichen dies mehrteilige, großformatige Arbeiten. …

    Martina Geist ist weiter unterwegs, die bildnerischen Möglichkeiten des Holzschnitts zu entwickeln und sich eine Bildwirklichkeit zu erschließen, die in den Ausschnitten andeutet, welchen weit gedachten und dynamischen Raum sie für die Wahrnehmung zu eröffnen sucht.

    Aus: Werner Meyer, in: Martina Geist – Zeitlupe. Freiburg 2014, S. 5.

    Barbara Jäger

    Einige Gedanken zu meiner Arbeit
    Malerei
    Meine Bilder leben von der Farbe. Anregend sind für mich die Weite von Landschaften oder das Nahe aus der Natur wie der Blick auf ein Gartenstück oder ein Ackerrain. Diese Naturbilder erzeugen in mir Stimmungen, die ich mit Farben ausdrücke. Florale Formen werden Thema des Bildes. Das Bild wird zum Stillleben. Die Komposition wird durch ruhige Farbflächen, sanfte Farbübergänge, Hell-Dunkel-Kontraste, Bewegungsabläufe mit Linien und Formen aufgebaut. Farbe und Linien schichten sich zu Farbräumen.

    Plastiken
    Bei den plastischen Arbeiten übersetze ich meine Bilderwelt in dreidimensionale Objekte. Florale Formen sind über geometrischen Körpern gezeichnet und ausgeschnitten. Es entstehen gefasste Räume mit einem Spiel von innen und außen, von Licht und Schatten, von Schichtung und Überlagerung. Unterschiedliche Farbebenen verstärken diese Wirkung. Die Figuren leben von spannungsreichen Durchdringungen, von Überschneidungen und Durchblicken. 
    Barbara Jäger, 2014

    OMI Riesterer

    Konstruktive Strukturen
    Ich beschäftige mich mit konstruktiven Plastiken. Es sind meine gebauten Architekturen. Durch Addition von Elementen mit gleichen Querschnitten und gleichen Abständen entstehen einfache geometrische Strukturen, die durch Schrägschnitte in neue Ordnungen gebracht werden.
    Quadratische Profile werden kreuzförmig mit gleichmäßig stetigem Rhythmus von gefüllten und ungefüllten Volumen übereinander gelegt. Sie bilden einen Körper. Das schräge Anschneiden der Raumstruktur dieses Körpers erzeugt in neuer Konsequenz neue Außenflächen eines neuen Körpers. Schmälere und schräg verlaufende Abschnitte ergeben weitere Architekturformen wie Fenster und Wände. Durch Additionen von Elementen entstehen Türme, Säulen und Würfel.
    Die Plastiken sind aus Holz oder in Bronze, Stahl und Aluminium gegossen. Sie sind nach dem Verfahren der verlorenen Form hergestellt, das heißt: es sind alles Unikate.
    Ich finde es spannend aufzuzeigen, dass durch die unterschiedliche Bearbeitung der Oberflächen, die besonderen molekularen Strukturen der Materialien betont werden. Jedes Material hat seine eigene Aura. Die Symphonie meiner Arbeit ergibt sich aus den Schnittpunkten von Architektur, Handwerk und Kunst. 
    OMI Riesterer, 2014

    Öffnungszeiten:
    Sa. von 15.00 bis 18.00 Uhr
    So. von 14.00 bis 18.00 Uhr

  • Mit Veronika Fass, Anjali Göbel, Ulla Reiss, Sylvia Richter-Kundel

    06.09.14 bis 05.10.14

    Vernissage am 06.09.14 um 17.00 Uhr
    Begrüßung: Marita Mattheck, 1. Vorsitzende des Kunstverein Germersheim
    Einführung durch die Künstlerinnen

    Das Zeitalter des Staunens, aus dem Wunderkammern stammen, haben wir längst verlassen. Fast alles scheint erschlossen, entdeckt, erklärt.
    Macht uns heute überhaupt noch etwas staunen? Erleben wir noch Verwunderung?

    Bevor Artefakte und Kunst in Museen ihren Platz fanden, waren es die fürstlichen Kammern, die Sonderliches aus aller Welt zusammenführten. Korallen, Tierhörner und -skelette, Riesenschnecken, Herbarien, Schmetterlinge, Zeichnungen von Landkarten und Tieren aus fremden Ländern waren hier neben hochwertigen Goldschmiede- und Feinmechanikerarbeiten, Porzellanfiguren und Keramik ausgestellt.
    Was staunenswert und erklärungswürdig war, fand sich vereint in diesen so genannten Wunderkammern.

    Mit ihren Arbeiten verwandeln die Künstlerinnen von raumpflege die Gewölbe des Kunstvereins Germersheim in Kabinette, die dem Staunen und Wundern aus heutiger Sicht Raum geben. Den Betrachter erwarten Begegnungen mit Fragilem, Gewachsenem, Gesammeltem und Geordnetem in vielfältig wunderlichen Formen.

    Die Ausstellung wird am 13.09.14 in der Sendung LandesArt (SWR RLP, 18.45 Uhr) vorgestellt.

    Begleitprogramm

    28.09.14 | 15.00 bis 18.00 Uhr
    KunstCafé 

    05.10.14 | 17.00 Uhr
    Finissage mit Künstlergesprächen

    Öffnungszeiten:
    Sa. von 15.00 bis 18.00 Uhr
    So. von 14.00 bis 18.00 Uhr

  • Reiner Mährlein: “cube”
    Skulptur, Tanz

    07.06.14 bis 13.07.14

    Vernissage am 07.06.14 um 17.00 Uhr
    Begrüßung: Marita Mattheck, 1. Vorsitzende des Kunstvereins und Marcus Schaile, Bürgermeister der Stadt Germersheim
    Einführung: Simone Maria Dietz M. A., Kunsthistorikerin
    Lesung: Jo Ann Endicott, Tänzerin und Buchautorin
    Filmvorführung: sacre du printemps  – Mitschnitt der legendären Aufführung von Pina Bausch im Wuppertaler Opernhaus

    Finissage am 13.07.14 um 17.00 Uhr
    Mit Künstlergespräch

    Reiner Mährlein 
    Stahl – Granit – Papier
    Durchdringungen und Verbindungen von Materialien und Formen mit unterschiedlichen Strukturen bestimmen sowohl die Plastiken als auch die Papierarbeiten des 1959 in Kaiserlautern geborenen Bildhauers Reiner Mährlein.
    So sind die plastischen Arbeiten aus künstlich geformtem Material, Stahl oder Guss und der Urmaterie Stein aufgebaut. Zwischen diesen Materialien wird ein Spannungsfeld erzeugt, sozusagen ein Kräftemessen von Gegenwirkung und Ergänzung. Die Papierarbeiten, meist Kombinationen aus Rost- Monotypie bzw. Tiefdruck und Prägedruck, stehen, obwohl sie eigenständig sind, immer in enger Beziehung zu den Plastiken. In logischer Konsequenz entstehen Objekte aus der Kombination von plastischen Stahlelementen mit geprägten Papierelementen.

    sacre du printemps
    Jo Ann Endicott  – Tänzerin und Buchautorin

    Die australische Tänzerin Josephine Ann Endicott (*1950 in Sydney) war eine der wichtigsten Tänzerinnen und Mitarbeiterinnen im Tanztheater Wuppertal Pina Bausch. Sie begegnete Pina Bausch 1973 bei einem Training in London und wurde von dieser sofort als Solotänzerin für ihr Wuppertaler Tanztheater engagiert.
    1999 erschien ihr Arbeitsjournal “Ich bin eine anständige Frau” und 2009 ihr zweites Buch “Warten auf Pina”. Jo Ann Endicott wird in Germersheim aus ihren Büchern lesen und Einblicke in ihre wechselvolle Arbeit mit Pina Bausch und dem Tanztheater Wuppertal geben. Außerdem wird ein kompletter Mitschnitt einer der legendären Auführungen (1975) von Pina Bauschs “Sacre du printemps” zur Musik von Igor Stravinsky zu sehen sein.

    Öffnungszeiten:
    Sa. von 15.00 bis 18.00 Uhr 
    So. von 14.00 bis 18.00 Uhr

    Links: 
    Mährlein Reiner (Rubrik KÜNSTLER) 

  • 5 Jahre galerie grandel

    26.04.14 bis 25.05.14

    Vernissage am 26.04.14 um 17.00 Uhr
    Begrüßung: Marita Mattheck, 1. Vorsitzende des Kunstvereins Germersheim
    Grußwort: Gert Müller, Beigeordneter der Stadt Germersheim
    Einführung: Reinhold Weinmann M.A., Kunsthistoriker, galerie grandel

    Anlässlich des fünfjährigen Bestehens präsentiert sich die galerie grandel mit ihren Künstlerinnen und Künstlern im Kunstverein Germersheim. Der im Jahre 1982 gegründete Kunstverein Germersheim e.V. befindet sich im Zeughaus der ehemaligen Festung Germersheim. Durch die architektonische Einteilung in Nischen bieten die großzügigen und lichtdurchfluteten Räumlichkeiten des Zeughauses ideale Voraussetzungen, um insgesamt 16 künstlerische Positionen aus dem Programm der galerie grandel in einen einzigartigen Dialog treten zu lassen.

    Innerhalb der Ausstellungsreihe “repertoire” widmet die galerie grandel in regelmäßigen Abständen bestimmte Themenschauen ihren Künstlerinnen und Künstlern. Im Kunstverein Germersheim ist es erstmals möglich, alle ständig mit ihren Werken in der Galerie vertretenen Künstler im Überblick vorzustellen. Die von Kunstverein und Galerie gemeinsam entwickelte Ausstellungskonzeption eröffnet den Überblick mit den gegenständlichen Symbolwelten der siebziger, achtziger und neunziger Jahre von Moritz
    Baumgartl, Axel Arndt und Adam Lude Döring. Daran schließen sich die abstrakten Farberlebnisse von Nicole Daudert, Jochen Schambeck, Jürgen Liefmann und Claus Stolz an. Über Marita Mattheck, Sabine Amelung, Jürgen Hatzenbühler und Eva-Maria Lopez werden die Positionen gegenständlicher bis hin zu den Symbolwelten der Gegenwart von Hinrich Zürn, Wolfgang Neumann, Wolfram Scheffel und Artur Kurkowski. Im Mittelgang vermitteln die Arbeiten von André Wischnewski.

    Mit

    [www.galeriegrandel.de]

    Begleitprogramm

    04.05.14 | 15.00 bis 18.00 Uhr
    KunstCafé
    Kunstinteressierte haben bei selbstgebackenem Kaffee und Kuchen die Gelegenheit, sich mit anwesenden KünstlerInnen über ihre Werke zu unterhalten. 


    Öffnungszeiten:
    Sa. von 15.00 bis 18.00 Uhr
    So. von 14.00 bis 18.00 Uhr
    sowie nach Vereinbarung

     

    Links: 
    Mattheck Marita (Rubrik KÜNSTLER) 

  • 22.02.14 bis 16.03.14

    Vernissage am 22.02.14 um 17.00 Uhr
    Begrüßung: Marita Mattheck, Vorsitzende des Kunstvereins Germersheim und Marcus Schaile, Bürgermeister der Stadt Germersheim
    Einführung: Simone Maria Dietz M.A.
    Musik: Adrian Schneider, Piano, Musikschule Germersheim

    Teilnehmende Künstler:

    • Reinhard Görs, Skulptur
    • Petra Jung, Skulptur
    • Lucas Kramer, Malerei
    • Joachim Kreiensiek, Malerei
    • Astrid Lincke-Zukunft, Skulptur
    • Markus Redert, Fotografie

    Reinhard M. Görs
    Holographische LandMarken und Objekte

    Die von Reinhard M. Görs/Düsseldorf gestalteten LandMarken und GartenObjekte sind mit einem der innovativsten Materialien, nämlich einer motivlosen Holographie ausgerüstet. Diese Objekte haben die Eigenschaft, dass auftreffendes Licht, sei es Sonnen- oder Kunstlicht, je nach Lichtintensität, in allen Spektralfarben des Regenbogens reflektiert werden. Bei direkter Sonnenstrahlung leuchten diese astralfarbenklar mit der Intensität eines Laserstrahls. 

    Und dies bei Tag als auch bei Nacht. Aber auch bei bedecktem Himmel erscheinen weiche, ineinander fließende “anthroposophische” Regenbogenfarben. Bei jedem Standortwechsel des Betrachters wechseln die Farben. Und speziell auf Wasseroberflächen von kleinen Teichen und Bächen, werden diese Farben nochmals in den jeweiligen Komplementärfarben wiedergespiegelt. Dies ist eine Tatsache, die jeden Betrachter zu interaktivem Handeln, z. B. Auf- und Abgehen, sich vorsichtig dem Objekt nähernd oder zu lang beobachtendem Verweilen anregt.

    In Nachbarschaft eines Hauses installiert, werden die von dem jeweiligen Objekt reflektierten Lichtfarben, in die Innenräume großflächig als kompletter “Regenbogen” wiedergegeben. Dieser imaginäre Regenbogen wandert dann in der Geschwindigkeit des Sonnenlaufs durch jeden Raum und entschwindet dann wieder. Das GartenObjekt “LichtBlick” z.B. ist speziell für kleine Gärten und Terrassen konzipiert und kann als Einzelstele, als auch in Gruppen von beliebiger Anzahl aufgestellt oder freischwingend in Bäume gehängt werden.

    Petra Jung
    “Die Ambivalenz der Natur”
    Objekte aus Federn und Stacheln

    Federn, Fasern, Stacheln – aus solchen natürlichen wie auch Natur assoziierenden Materialien baut Petra Jung Hüllen und Nester. Mit ausgeprägtem Einfühlungsvermögen schafft sie neue mögliche Behausungen, die aussehen, als seien sie eben erst verlassen worden, als sei gerade jemand flügge in die Welt hinausgezogen, um das Leben zu erfahren.

    Petra Jung ist fasziniert vom Leben mit seinen Möglichkeiten und Metamorphosen. Leben heißt Veränderung, Wandlung. Aus einzelnen Phasen überdauern Relikte, Hüllen und Keime. Auf sie nimmt die Künstlerin Bezug, integriert sie in ihre Objekte und mobilisiert dadurch unser Gespür für die prozessualen organischen Abläufe. Auch wir Menschen sind eingebunden in fortlaufende Veränderungen, in die wir uns temporär einzurichten versuchen. Irgendwann müssen wir unsere Nester und Hüllen zurücklassen, um weiterzukommen.

    Jungs stachelbesetzte Refugien können als ambivalente, Schutz gewährende Heimstätten interpretiert werden, die Gefahr und Halt, Abwehr und Anmut in sich vereinen. Sie bezeugen ein geheimnisvolles Innenleben und sind von traumhafter Leichtigkeit. Die verlassenen Häute Petra Jungs fordern Behutsamkeit ein, auch ohne abwehrende Zacken.
    Petra Wilhelmy

    Petra Jung wurde 1968 in Kusel geboren. Sie studierte an der Hochschule der Bildenden Künste, Saar bei Prof. Oskar Holweck, Prof. Ivica Maksimovic und Prof. Bodo Baumgarten. 2009 wurde sie mit dem Albert Haueisen Förderpreis in Jockgrim ausgezeichnet.

    Lukas Kramer 

    …So enthalten auch die aktuellen Werke Lukas Kramers mit ihren vergleichsweisen strengen Strukturen Zufälle im Farbverlauf und Unkalkulierbares im Farbauftrag. Die gleichmäßigen Rhythmisierungen der Flächen erzeugen die Anmutung hoher Dichte, wobei sich diese Dichte, genau betrachtet, aus lauter Brüchen, aus farblichen Unvereinbarkeiten entlang trennscharfer Kanten, zusammensetzt. All diese Wiedersprüche sind bewußte Stilisierungen. Wenn Kramer auch formal das Maschinalöe (zunehmend seit seinen seriellen Arbeiten der 1990er Jahren) thematisiert, dann wird die Maschine dargestellt, die malerische Machart selbst wird nie maschinell.
    (Textausschnitt aus: Matthias Winzen, Katalog Bequerel , K4 galerie, Saarbrücken, 2011)

    Joachim Kreiensiek

    Vita

    14.03.1961

    • in Bitburg / Eifel geboren

    1982 – 1983

    • Studium der Germanistik und Geschichte an der Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg

    1983 – 1993

    • Studium der Kunsterziehung und Politk an der Johannes Gutenberg-Universität, Mainz

    1994

    • Diplom in Freier Kunst bei Prof. Klaus Jürgen-Fischer

    Preise und Stipendien

    1987

    • Salzburg-Stipendium der Stadt Mainz

    1993

    • Förderpreis “Junge Rheinland-Pfälzer Künstler”, Ministerium für Bildung und Kultur, RLP, Mainz

    1996

    • Stipendium des Landes Rheinland-Pfalz: Künstlerhaus Schloß Wiepersdorf

    1997

    • Stipendium VCCA, Virginia, USA

    2000

    • Stipendium des Landes RLP: Cité des Arts, Paris


    Astrid Lincke-Zukunft

    Die Linien der Stabplastiken überkreuzen, überlappen sich, bilden räumliche Zeichnungen und spannen imaginäre Flächen, zu denen das Auge die Zwischenräume verbindet, zwischen sich ein. Raumkörper entstehen, die sich je nach Perspektive verändern und scheinbar neu formieren. Die Arbeiten von Astrid Lincke-Zukunft eröffnen damit wie bei einem Kaleidoskop sich verändernde Blicke auf die Welt. 
    Christian Kaufmann

    Ihre Stabplastiken sind »entmaterialisierte« Raumobjekte aus dünnen Holz- oder Metallstäben, allseitig offene und bewegte räumlich-lineare Formgebilde von schwebender Leichtigkeit. Sie basieren nicht auf einem konstruktiven Denken.
    Es gibt zu den Arbeiten weder Entwürfe noch Berechnungen. Die Künstlerin handhabt ihre Materialien und Formen intuitiv, der Entstehungsprozess der Arbeiten verläuft nicht analytisch, sondern imaginativ. 
    Herbert Dellwing

    Meine Stab-Plastiken spielen mit optischen Irritationen, die der Betrachter durch seine wechselnde Standpunkte und Blickwinkel selber erzeugt.
    Wie mit der Linie gezogen, umschreiben die Stäbe sich überlagernde und durchdringende Raum- und Flächenformen. Durch Perspektivwechsel verschieben und überdecke sich diese, verschwinden wieder, oder verbinden sich zu immer neuen Formverknüpfungen, so dass von einer Arbeit eine Vielzahl unterschiedliche Erscheinungsbilder entstehen.
    Die je nach Lichteinfall entstehenden Schatten bilden auf der Wand ihrerseits 
    neue lineare Formen, die mit den Stäben der realen Plastik korrespondieren. oder konkurrieren. Auch dadurch sind die Arbeiten optisch in ständiger Veränderung und Verwandlung begriffen. 
    Astrid Lincke-Zukunft

    Markus Redert

    Vita

    1967

    • geboren in Nastätten/Taunus

    1988 – 1991

    • Ausbildung als Krankenpfleger

    1994 – 1996

    • Ausbildung als Werbefotograf

    1996 – 2001

    • Studium Visuelle Kommunikation/Fotodesign Fachhochschule Bielefeld

    seit 2001

    • Freiberufliche Tätigkeit als Fotodesigner, DAAD-Stipendium, Fotoprojekte in den USA, Australien und Neuseeland

    2004

    • Juniormitgliedschaft BFF Bund Freischaffender Fotodesigner

    2006
    Mitgliedschaft AKM Arbeitsgemeinschaft Künstler Mittelrhein

    seit 2001

    • verschiedene Ausstellungen, freie Projekte.

    Lebt und arbeitet in Neuwied

    Begleitprogramm

    02.03.14 | 15.00 bis 18.00 Uhr
    KunstCafé

    16.03.14 | 14.00 Uhr
    Finissage 

2013

  • “DAIMON III”, 1998, Corten- und V2A-Stahl

    08.11.13 bis 01.12.13

    Vernissage am 08.11.13 um 18.00 Uhr
    Begrüßung: Marita Mattheck, 1. Vorsitzende des Kunstvereins und Gert Müller, Beigeordneter der Stadt Germersheim
    Einführung: Marita Mattheck

    08.11.13 | 19.00 bis 24.00 Uhr
    Museumsnacht im Kunstverein Germersheim

    KunstFlohmarkt im Treppenhaus
    Momentart im Eingangsbereich: Marc Printz
    Musik: Maike Mohr, Piano und Henrik Mumm, Bass

    Kaffee und Kuchen in den Räumen des Kunstvereins


    Ausstellende KünstlerInnen:

    • Christina Behret
    • Wolfgang Blanke
    • bHK – Christian Heuchel, Gunter Klag
    • Stefan Eisele
    • Otto Fischer
    • Andreas Helmling
    • Leni Karr
    • Florian Franke von Krogh
    • Monika Kuhn
    • Marita Mattheck
    • Bernhard Merkert
    • Hans-Peter Müller
    • Arnhild Noack
    • Udo Pfeiffer
    • Marianne Pirron
    • Georg Pfadt
    • Anne Printz
    • Marc Printz
    • Gertrud Schneiderheinze
    • Anne-Marie Sprenger
    • Hans Jürgen Schmidt
    • Horst Steier
    • Wolfhard Tannhäuser
    • Felicitas Wiest


    Öffnungszeiten:
    Sa. von 15.00 bis 18.00 Uhr
    So. von 14.00 bis 18.00 Uhr

    [bHK – Christian Heuchel, Gunter Klag]


    Links: 
    Steier Horst (Rubrik KÜNSTLER)  |  Blanke Wolfgang (Rubrik KÜNSTLER)  |  Pfadt Georg (Rubrik KÜNSTLER)  |  Sprenger Anne-Marie (Rubrik KÜNSTLER)  |  Mattheck Marita (Rubrik KÜNSTLER) 

  • 07.09.13 bis 06.10.13

    Vernissage am 07.09.13 um 17.00 Uhr
    Begrüßung: Marita Mattheck, 1. Vorsitzende des Kunstvereins und Markus Schaile, Bürgermeister der Stadt Germersheim
    Einführung: Thomas Angelou, Kunsthistoriker (Jockgrim)
    Musik: Musikschule Germersheim

    Mit Irmgard Werber, Andreas Helmling, Hans Benesch, Stefan Becker, Matthias Strugalla und Sabine Ostermann.


    Irmgard Weber

    Malerei

    1949 

    • geb. in Schöndorf, bei Trier


    1988 

    • Ramboux-Preis für Malerei der Stadt Trier


    seit 1990

    • Dozententätigkeit im In – und Ausland


    1994

    • deutsch-russischer Künstleraustausch mit Ausstellungen im Haus der Kunst, Podolsk und in der Galerie Ostoschenko, Moskau


    1995

    • Reisestipendium der August-Müller-Stiftung Rheinland-Pfalz


    2009

    • Norwegenstipendium, Oslo und Misterdalen


    2011

    • Studienreise nach New York, Arbeitsaufenthalt in Beverly Farms, Neuengland


    2012

    • Arbeitsaufenthalt in Island


    Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
    Mitglied in der GB Kunst, Trier, im Kunstverein Junge Kunst, Trier, im Berufsverband
    Bildender Künstler (BBK) RLP, Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler (apk)

    [Irmgard Weber in der Rubrik KÜNSTLER]


    Andreas Helmling
    Skulptur

    Mein Stahl 

    Er ist nicht leblos wie Stein, sondern voller Leben – 
    Er spricht und korrespondiert mit mir und reagiert auf mich.
    Mit allen Kräften setzt er sich mir entgegen, bleibt zäh und widerspenstig und speichert die Kraft, die ich aufwenden muß, um ihn dennoch zu formen. 
    Er quietscht wie ein Kind und lärmt wie ganze Menschenmassen, er dröhnt und donnert wie Wotan, wie Zeus
    – das Spektrum seiner Klänge ist größer als der tonale Umfang der Stimmlage jedes anderen Sängers.

    Er fließt als lebenswichtiger Stoff, als Eisen in meinem Körper.
    Auf meinen Schweiß reagiert er mit Rosten.

    Mit jeder neuen Oberflächenschicht und Anwitterung erzählt er Geschichten – von dem über ihn hingezogenen Wetter, erzählt bisweilen auch, welche Schläge, Tritte und Verletzungen er erfahren.
    Manches alte Blech berichtet von seiner Reise durch die Zeit, von Anstrichen und Übermalungen, den verschiedenen Zwecken, denen es schon gedient haben mag – was es wohl alles gesehen und erlebt…

    Er lebt, wird älter, zerfällt vielleicht irgendwann, wenn er sein Leben erfüllt hat, wie ich.

    Er ist elastisch und zäh, manchmal auch spröde, federnd oder hart – so wie auch die Menschen unterschiedlich zueinander sind.

    Im Sommer ist er heißer als Holz, im Winter kälter als Eis.
    Er dehnt und steckt sich wie der Sonnenanbeter in der Wärme; und er zieht sich zusammen, wenn es kalt wird – wie eine Katze…

    Er hält nahezu alle Bauten zusammen, überspannt Täler und Meere, hilft als vielgesichtiges Werkzeug und Handerweiterung zu arbeiten, zu heilen, zu essen, zu pflegen,
    In Form unterschiedlichster Fahrzeug bringt er mich durch die Welt – von den tiefsten Meere bis in die weiten des Raums.

    Im Zentrum unseres Planeten hält er ihn zusammen und die ganze Erde im Zusammenhalt im Planetensystem.

    Andreas Helmling, 24.10.05

    [www.helmling.info]



    Hans Benesch
    Mischtechnik

    1946

    • geb. in Karlsruhe


    1967-1970

    • Studium zum Kunsterzieher an der PH Esslingen


    1975-1979

    • Lehrbeauftragter der Kath. Fachhochschule Freiburg


    seit 1976

    • Malerei und Fotografie


    1979-1988

    • Entwicklung der Luxographie


    seit 1981

    • Buchillustrationen


    seit 1989

    • Videoinstallationen


    seit 1993

    • Buchübermalungen


    seit 1999

    • Bildseparierungen


    seit 2006

    • Fotoübermalungen


    heute

    • Malerei, Fotografie, Collagen, Übermalungen


    Beneschs Arbeiten wurden bereits einem breiten Publikum in zahlreichen Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland, in Museen, Städt. Galerien, Kunstvereinen und privaten Galerien zugänglich gemacht. Arbeiten von ihm befinden sich nicht nur in privatem Besitz, sondern auch in Sammlungen von Museen, Städten, Gemeinden und des Landes Baden-Württemberg. Neben Illustrationen in Büchern und Literaturzeitschriften findet man auch Abbildungen seiner Arbeiten in verschiedenen Katalogen.
    Der Künstler lebt und arbeitet heute in Ebringen bei Freiburg im Breisgau.

    [www.atelier-benesch.de]


    Stefan Becker
    Malerei

    1957

    • geb. in Herxheim/Pfalz


    1976-1983

    • Studium der Kunstpädagogik, Germanistik und Kunstgeschichte an den Universitäten Frankfurt und Mainz


    seit 1983

    • als Kunstpädagoge und freischaffender Künstler tätig


    1995-1997

    • mehrere Grafikzyklen zu Stadtanschichten von NewYork


    1997-2002

    • Kunstwissenschaftliche Arbeiten (2001 Promotion zum Dr. phil.)


    seit 2006

    • Arbeit an großformatigen figurativen Acrylbildern und Grafiken


    Stefan Becker lebt in Speyer. Er ist Mitglied im BDK sowie im BBK.


    Matthias Strugalla
    Zeichnung

    • geb. 1948 in Auerbach/Vogtland
    • Abitur in Bad Iburg
    • Studium an der Johannes -Gutenberg – Universität in Mainz, Kunst- und Werkerziehung, Kunstgeschichte, Philosophie und Germanistik.
    • 1. und 2. Staatsexamen
    • Didaktische Ausstellungen seit 1978
    • Mitbegründer des Pirmasenser Kunstvereins “Kunst und Kultur Pirmasens e. V.”, u.a. verantwortlich für Ausstellungs- und Künstlerbetreuung
    • 1990-2000 Sprecher der AG Rheinland- Pfälzischer Kunstvereine
    • 1993-1995 Zeitungs- und Katalogbeiträge zur aktuellen Kunst und zur Kunstgeschichte
    • Studienreisen u.a. Marokko, New York mit Arbeitsaufenthalt in Neu England, Norwegen mit Arbeitsaufenthalt in Oslo und Misterdalen (Norwegenstipendium), Island mit Arbeitsaufenthalt in Höfn.


    Mitgliedschaften: 
    Kunst und Kultur Pirmasens e.V., Gesellschaft für Bildende Kunst, Trier,
    Berufsverband Bildender Künstler (BBK) Rheinland-Pfalz, Arbeitgemeinschaft Pfälzer Künstler (apk)

    [Matthias Strugalla in der Rubrik KÜNSTLER]


    Sabine Ostermann
    Malerei

    Spiegelungen

    Ausgehend von Alltagseindrücken beschäftigte ich mich mit der Darstellung von Räumen und Gebäudeansichten wie sie in Spiegelungen oft zufällig entstehen. 

    Menschen und Silhouetten derselben erscheinen in den Bildern wie unabsichtlich, sind jedoch zentraler Bestandteil der Arbeit. Die Raumsituation und die Position der Menschen sind oftmals nicht genau auszumachen, Innen und Außen durchdringen sich, unterschiedliche Realitätsausschnitte sowie verschiedene Raum- und Zeitebenen treffen aufeinander. Die Simultaneität von Ungleichzeitigem wird ebenso möglich wie das Nebeneinander von Nah und Fern.

    [www.sabine-ostermann.de]


    Begleitprogramm


    22.09.13 | 15.00 Uhr
    KunstCafé und Künstlergespräche


    06.10.13 | 17.00 Uhr
    Finissage mit Künstlergesprächen


    Öffnungszeiten:
    Sa. von 15.00 bis 18.00 Uhr
    So. von 14.00 bis 18.00 Uhr 

    Links: 
    Strugalla Matthias (Rubrik KÜNSTLER)  |  Weber Irmgard (Rubrik KÜNSTLER) 

  • Ulrich Wagner: “Spiegelung”, Licht-Installationsraum (21 m Länge), Foto: Alistair Overbruck
    Licht- und Rauminstallation

    01.06.13 bis 18.08.13

    Vernissage am 01.06.13 um 17.00 Uhr
    Begrüßung: Marita Mattheck, Vors. des Kunstvereins Germersheim; Marcus Schaile, Bürgermeister der Stadt Germersheim und Andreas Krennerich, künstlerischer Leiter des Kultursommers
    Einführung: Dr. Petra Wilhelmy
    Lesung: Feridun Zaimoglu, Deutsch-türkischer Schriftsteller, Journalist, Drehbuchautor
    Musik: Murat Coskun, Perkussionist

    Ausstellung im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz 2013 “Eurovisionen”

    [Einführung von Dr. Petra Wilhelmy als PDF]


    Konstruktive Systemkritik. Politische Aspekte in den Arbeiten Ulrich Wagners
    Text von Joachim Geil

    Ulrich Wagners Arbeiten verbinden Formen konstruktiver und konkreter Kunst mit einem Arsenal an eigenen Formen. Wagner hat sie aus architektonischen Funktionsrastern und Einzelzeichen entwickelt, die nun die rein konstruktiven Formationen aufbrechen und unterminieren. Daraus entsteht ein subversives Spannungsfeld. Geht man von konstruktiver Kunst als einem von Regeln und Formgesetzen geprägten ästhetischen System aus, so ist Wagners Ansatz in zweifacher Hinsicht von einem überraschenden politischen Impuls geprägt. Politisch nicht im agitatorischen Sinne, politisch im Sinne einer kritischen Position zu geschlossenen Systemen. Und diese geschlossenen Systeme werden bei Wagner nicht nur in der Anordnung und Struktur seiner Arbeiten sichtbar. Der Künstler verbindet sie auch mit Themen systemischer Architektur, die sich als vielschichtig politisch erweisen: Bei seinen Planrastern werden nicht nur städtebauliche Fragen aufgeworfen, sondern allgemeine Fragen nach dem geplanten Zusammenleben der Spezies Mensch im urbanen Kontext. Ein Thema, das bis in die griechische Antike zurückgeht, wo Aristoteles dafür den Begriff des Zoon Politikon prägte. Gemeint war der Mensch als Wesen, das in einer bestimmten Form der Gemeinschaft lebte, in der Athener Polisgemeinschaft.

    Wagners Arbeiten setzen bei Orten an, die sowohl topographisch als auch semantisch einen tiefen Konflikt in sich bergen, der dort aufbricht, wo die unbelastete Form des Planungszeichens mit dem historischen und damit politischen Kontext seiner funktionalen Umsetzung konfrontiert wird. Aus den konstruktiv-geometrischen Rastern und Einzelzeichen werden Städte wie Manhattan und Mexico City, ebenso auf dem Reißbrett der Neuzeit entstanden wie in der Antike das römische Militärlager und die zivile Stadt mit dem zentralen Forum. Doch ebenso mischen sich Einzelformen ein, wie eine 
    T-Form, die in der Konfrontation mit ihrer historischen Umsetzung als Gebäudeform einen weiteren Themenkomplex eröffnet, mit dem sich Wagner immer wieder intensiv auseinandergesetzt hat. Die T-Form ist der Gebäudeumriss der “Sauna”, der Entwesung im Konzentrationslager Auschwitz II Birkenau. Neben ihr erscheint auch das dortige Gebäude für Gaskammer und Krematorium 3 in seinem noch nicht belegten und damit einem System eingeschriebenen, geometrischen Umriss. In zahlreichen Buchprojekten hat der Künstler in den 1990er Jahren die Lagepläne verschiedener Konzentrationslager als aufklappbare Leporelli verarbeitet. In zeichenhafter Reduktion ist hier neben dem Planleben der Stadtpläne ein Plansterben der Lagerpläne visualisiert worden, das einen zentralen Aspekt in den Arbeiten Ulrich Wagners darstellt.

    Ulrich Wagner dokumentiert und visualisiert auch, daß nur die Kunst in der Lage ist, die belasteten Zeichen wieder von der ansonsten unauslöschlichen Zuordnung von Bedeutung zu reinigen. So ist hierin ein zentraler politischer Akzent zu finden, der eine künstlerisch überzeugende Verbindung von semantischer Analyse und Veränderung schafft. Wagner geht dabei von den Strukturrastern scheinbar hermetischer Funktionssysteme aus und bezieht eine künstlerische Position der Systemkritik, die er dem ästhetischen System des Konstruktiven – seiner künstlerischen Herkunft – durch Hinterfragung und Aufbrechung geschlossener und teils verkrusteter, ja totalitärer Strukturen entgegenbringt.


    Begleitprogramm


    08.06.13 und 09.06.13 | 12.00 bis 18.00 Uhr
    Festungsfest 

    14.07.13 | 15.00 bis 18.00 Uhr
    KunstCafé 

    18.08.13 | 17.00 Uhr
    Finissage mit Künstlergesprächen



    Ulrich Wagner
    [www.ulrichwagner-art.de]

    1959

    • geb. in Köln

     

    • Fachhochschule für Kunst und Design, Köln bei Eduardo Paolozzi


    1984-1987

    • Meisterschüler von Eduardo Paolozzi


    1983

    • Assistent an der Sommerakademie Salzburg


    1984-1989

    • Assistent von Eduardo Paolozzi u.a. bei der Realisierung des Brunnenprojektes Museum Ludwig, Köln und des Katastrophenbrunnens auf der Bundesgartenschau, Berlin


    1989

    • Stipendium der Günther-Peill-Stiftung
    • Preis des Verbandes Deutscher Papierfabriken


    1995

    • Lehrauftrag an der National college of art and design, Bergen/Norwegen


    2008

    • Leo Breuer Förderpreis, LVR , Bonn


    2009

    • Kritikerpreis 2009 für Bildende Kunst, Verband der deutschen Kritiker, Berlin


    2011

    • Übernahme des Lichtraums “Ortsgedächtnis-Gedächtnis der Orte” in den Bereich  “Kunst und Macht im 20. Jahrhundert” des LVR-LandesMuseum Bonn




    Öffnungszeiten:
    01.06.13 bis 07.07.13
    Sa. von 15.00 bis 18.00 Uhr
    So. von 14.00 bis 18.00 Uhr

    14.07.13 bis 18.08.13
    So. von 14.00 bis 18.00 Uhr 

  • Bettina Kresslein: “Südpfalz VI (roter Weg)”, 2011, Acryl auf Leinwand, 50 x 70 cm
    Ausstellung im Finanzamt Germersheim in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein

    22.03.13 bis 14.06.13

    Vernissage am 22.03.13 um 12.30 Uhr

    [Einladung als PDF]

    Veranstaltungsort:
    Finanzamt Germersheim
    Königsplatz 8
    76726 Germersheim 

    Öffnungszeiten: 
    Mo. bis Mi. von 8.00 bis 17.00 Uhr
    Do. von 8.00 bis 18.00 Uhr
    Fr. von 8.00 bis 13.00 Uhr



    Links: 
    Kresslein Bettina (Rubrik KÜNSTLER) 

  • 23.02.13 bis 17.03.13

    Vernissage am 23.02.13 um 17.00 Uhr
    Eröffnung: Marita Mattheck, Vorsitzende und Marcus Schaile, Bürgermeister der Stadt Germersheim
    Einführung: Simone Maria Dietz M.A.

    Mit Gabriele Goerke, Andrea Humpert-Faßlrinner, Karlheinz Kramer, Doris Lasar, Brigitte Nowatzke-Kraft, Stefanie Welk und Sandro Vadim.


    Gabriele Goerke

    Malerei
    wensite: www.gabrielegoerke.de

    1987-1990

    • Studium an der Staatlichen Skademie der Bildenden Künste Karlsruhe


    Andrea Humpert-Faßlrinner
    Malerei
    website: www.humpert-fasslrinner.hfprojects.de

    1978-85

    • Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe


    Karl-Heinz Kramer
    Malerei
    website: www.karlheinzkramer.de

    1982-1984

    • Studium Malerei bei Prof. Klaus Fussmann, HdK Berlin


    Doris Lasar
    Mischtechnik
    website: www.dlasar.kulturserver.de

    seit 1992

    • freischaffende künstlerin, lebt und arbeitet in karlsruhe


    Brigitte Nowatzke-Kraft
    Malerei, Objekte
    website: www.nowatzke-kraft.de

    1969-1974

    • Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe


    Stefanie Welk
    Drahtfiguren
    website: www.wire-art.de

    1992-1999

    • Studium in Heidelberg


    Sandro Vadim
    Malerei
    website: www.sandrovadim.de

    1983-1988

    • Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe



    10.03.13 | 15.00 bis 18.00 Uhr:
    Neu: KunstCafé
    Rundgang durch die Ausstellung, Kunst-Gespräche, Kaffee und Kuchen 

    Öffnungszeiten: 
    Sa. von 15.00 bis 18.00 Uhr
    So. von 14.00 bis 18.00 Uhr 

2012

  • 2x Malerei – 2x Bildhauerei

    09.11.12 bis 02.12.12

    Vernissage am 09.11.12 um 18.00 Uhr
    Begrüßung: Marita Mattheck, Vorsitzende des Kustvereins Germersheim und Marcus Schaile, Bürgermeister der Stadt Germersheim
    Einführung: Dr. Matthias Brück, Kunstphilosoph (Landau)

    Museumsnacht: Germersheim am 09.11.12 von 18.00 bis 24.00 Uhr

    Öffnungszeiten der Ausstellung:
    Sa. von 15.00 bis 18.00 Uhr
    So. von 14.00 bis 18.00 Uhr

    [Einführungsrede von Dr. Matthias Brück als PDF]


    Julia Baur

    Das Interesse der Malerin und Fotografin Julia Baur gilt dem weiblichen Körper. Träumerisch imaginiert sie ihre Protagonistinnen in Blumenmuster (Malerei) oder in die Weite der Landschaft (Fotografie). Die gebürtige Stuttgarterin hat Freie Kunst an der Hochschule der Bildenden Künste Saar in Saarbrücken studiert und ihr Studium 1997 mit dem Diplom abgeschlossen. Seither lebt und arbeitet sie im Saarland.

    Als Fotografin arbeitet Julia Baur überwiegend “draußen” in der Landschaft. Ihre Modelle bewegen sich auf Naturbühnen mit Blick in die Weite und viel Horizont. Die Stimmung des Wetters und der Landschaft spiegeln sich in ihren hellen Kleidungsstücken und dem eingefangenen Bewegungsmoment wider. Durch die Technik der Langzeitbelichtung verwischen teilweise die Konturen ihrer Körper und verbinden sich so partiell mit der Umgebung. Das Verschmelzen oder Verbinden mit dem Hintergrund ist auch Thema in
    den gezeigten Gemälden von J. Baur.

    “Drinnen” im Atelier entstehen ihre gemalten Bilder auf Blumenstoffen, Tapetenstücken und sogar Keramikfliesen. Die floralen Muster sind nur noch Zitate der Natur und finden sich üblicherweise als Dekoration im häuslichen Bereich. Doch ausgediente Bettwäsche, Tischdecken, Kleidungsstücke etc. zweckentfremdet die Malerin als Malgrund. Frauen nehmen darauf Haltung an, um sich mit dem Muster zu verbinden, jedoch ohne sich darin zu verlieren. Im geblümten Untergrund muss sich die Künstlerin ihren Weg vorsichtig “ermalen” , dabei nimmt sie die Farbigkeit und Stofflichkeit des Untergrundes in ihre Malerei auf. Heraus kommt ein Gesamtbild, das mit unserer Wahrnehmung spielt. 

    Vita

    1964

    • geb. in Stuttgart 


    1990-1992

    • Studium der Malerei, Freie Kunstschule Nürtingen


    1992-1997

    • Studium an der Hochschule der Bildenden Künste Saar


    1997

    • Diplom Freie Kunst
    • lebt und arbeitet im Raum Saarlouis
    • Mitglied des Saarländischen Künstlerhauses und BBK (Bundesverband Bildender Künstler Saar)


    Einzelausstellungen (Auswahl)

    1999

    • zart kernig bunt, 70 Tage Kunst vor Ort, Stuttgart (Gemeinschaftsprojekt mit K. Schlicht)


    2000

    • Wovon der Körper träumt, Foto-Raum-Installation, O.T.-Galerie, Saarbrücken


    2001

    • zart kernig bunt, Castel coucou, Forbach
    • Begegnung, Fotoarbeiten und Malerei, Dillinger Schloss, Dillingen, Kunstverein


    2002

    • human landscape, Museum St.Wendel (zusammen mit K. Stoll & J. Wachall )


    2003

    • lustvoll & körpernah, Fotografie und Malerei, Kulturfoyer der Stadt Saarbrücken


    2004

    • Bewegtes Leben, Fotografie, Galerie für zeitgenössische Fotografie, Saarlouis


    2006

    • Lebensräume – Lebensträume, zusammen mit Ursel Kessler, Schloss Dagstuhl, Wadern


    2007

    • Wir Vier, mit U. Kessler, B. Morsch, M. Montnacher-Becker, Museum Ludwig, Saarlouis
    • slow motion, zusammen M. Schneider, Saarländisches Künstlerhaus, Saarbrücken


    2008

    • BAHAMA HAMABA, zusammen K. Harth und M. Mahren, BBK Galerie Mainz


    2010

    • geblümt bewegt textil, Malerei, Historisches Rathaus, Kleinblittersdorf


    2012

    • inside – outside, Kunstverein Mittlere Kinzigtal, Stadt Haslach
    • Falsche Versprechungen, zusammen mit K. Harth, C. Rammacher, S. Flommersfeld, Kunstverein Sulzbach


    Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)

    1997

    • Landeskunstausstellung, Saarland Museum Saarbrücken
    • Haut und Hülle, Flottmann-Hallen, Herne

    1999

    • sans titre, La Lune en Parachute, Epinal, Frankreich
    • Kunst im Kasten, Saarländisches Künstlerhaus, Saarbrücken


    2000

    • Landeskunstausstellung, Museum St. Ingbert


    2001

    • Erotik, Galerie Rainer Wehr, Stuttgart


    2003

    • Internationales Interaktionslabor, Grube Göttelborn,


    2004

    • Landeskunstausstellung, Schloss Fellenberg, Merzig


    2005

    • Der Kulturbeutel, Galerie Schwerfeldreich, Stuttgart
    • Kunst auf Halde, Landartausstellung auf der Ensdorfer Halde Duhamel


    2006

    • Über Kopf, Flottmannhallen, Herne


    2008

    • Rhythmus, Kunstverein Walkmühle, Wiesbaden
    • sehn sucht para dies, Schwebsingen, Luxemburg


    2009

    • Schlaraffenland, BBK Jahresausstellung, Saarländisches Künstlerhaus, Saarbrücken


    2010

    • Kreislauf, Interaktives Glasbild, BBK Projekt Cloef-Atriumgelände, Orschholz,
    • angezettelt, Saarländisches Künstlerhaus, Saarbrücken


    2011

    • n’akt, Tuchfabrik , Trier


    2012

    • kunstraum B64, Frankfurt-Steinbach
    • Herbstsalon, Kulturbahnhof Saarbrücken



    Holger Grimm

    Holger Grimm präsentiert Skulpturen aus Stein. Im Zentrum steht das elementar Bildnerische, das wesentlich Wirkende von Rhythmus, Raum, Struktur und Volumen. Durch intensive Erforschung und Findung technischer Lösungen gelangt er zu seinen charakteristischen Formen mit ihren sensiblen Oberflächen. 

    Die gezeigten Objekte haben ihre deutliche Grenze in einer bewußten Armut. Armut als Qualität gesehen. Eine bewußte Zurückhaltung, eine Konzentration, die nicht nach außen, sondern nach innen wirkt. 

    Vita

    • geb. 1969 in Speyer
    • lebt in Speyer



    1986-1989

    • Lehre als Steinmetz und Steinbildhauer


    1990

    • Fachoberschule für Gestaltung, Ludwigshafen


    1993-1998

    • Studium der Freien Bildenden Kunst, Plastik und Bildhauerei, an der Universität Mainz


    1999

    • Lehrauftrag für Bildhauerei an der Universität Mainz


    2008

    • Preis der Darmstädter Sezession für Bildhauerei

     

    • Mitglied im “Atelier Römerberg”, Wiesbaden
    • Mitglied im Künstlerbund Speyer
    • Mitglied in der Darmstädter Sezession


    Ausstellungen (Auswahl): 

    1995

    • “Forum Junge Kunst”, Kunstverein Speyer


    1996

    • IAC Galerie, Wiesbaden


    1997

    • “Plastische Bilder”, Landtag Mainz
    • “Kleinplastik” Kunstpreis ’97 der Sport-Toto GmbH


    1998

    • “Im Prozess des Findens”, Kirchenraum, Mainz
    • Flottmann-Hallen, Herne


    1998/99

    • Kunstverein Villa Streccius, Landau


    1999

    • “KONVERS”, Kultursommer Rheinland-Pfalz,
    • Kunst und Künstler im Messestand Pirmasens


    2000

    • Raum – Zeichen – Transparenz, Landtag Mainz
    • Positionen – Säulenhalle, Pfungstadt


    2001

    • HORIZONTE, Kult(o)ur-Nacht, Speyer


    2002
    Kunstforum Blickachse, Hernsheimer Schloss
    “Fragment”, Speyer

    2004

    • Kunstverein Germersheim


    2005

    • Zehnthaus Römerberg


    2006

    • “Kunst in der Filzfabrik”, Speyer
    • 18. Bildhauerausstellung der Darmstädter Sezession (als Gast), Darmstadt
    • Künstlergruppe ARGO, Hirschberg


    2007

    • Künstlergruppe ARGO, Kulturhof Flachsgasse, Speyer


    2008

    • Wettbewerb zum Preis der Darmstädter Sezession, Ziegelhütte, Darmstadt


    2008

    • Megilla – Deutsch-Israelisches Projekt von Künstlern anlässlich des Baubeginns der neuen Synagoge zu Speyer


    2009

    • Megilla in Worms anlässlich der Jüdischen Kulturtage


    2010

    • Menschenbild 2010, Sonderausstellung als Preisträger der Darmstädter Sezession, Ziegelhütte Darmstadt
    • Megilla – Ausstellung in der Landesvertretung Rheinland Pfalz in Berlin


    2011

    • Zwischenräume – Ausstellung in der Volksbank Speyer
    • Kunst in der “Villa Körbling”, Speyer


    Teilnahme an Bildhauersymposien:

    1995

    • Bobenheim-Roxheim


    1996

    • Hessheim


    1997

    • Festungsanlage “Fronte Beckers”, Germersheim


    1999

    • “Etruskische Stätte”, Lugnano in Teverina, Italien


    Arbeiten im öffentlichen Raum

    2000

    • “Tore in die Stadt, Bobenheim-Roxheim


    2002

    • “Idee der Einfachheit”, Feuerwehrehrenmal Schifferstadt


    2003

    • “Kleines Leben”, Grabfeld für Fötenbestattungen, Speyer


    2006

    • “Distanz und Verbindung”, Skulpturengarten, Speyer


    2012

    • “Skulptur am Judomaxx “, Kunst am Bau, Speyer



    Rotraud Hofmann

    1940

    • geb. in Aalen/Württemberg


    1960-1966 

    • Studium der Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei den Professoren Heim, Hoflehner, Baum und Baumann


    seit 1966

    • freischaffend tätig
    • Seither Einzel- und Gruppenausstellungen
    • Architekturbezogene Plastik im öffentlichen Raum
    • Teilnahme an Bildhauersymposien
    • Arbeiten in privaten und öffentlichen Sammlungen
    • Mitglied beim Künstlerbund Baden-Württemberg, VBJW und BBK


    Ulrike Michaelis 

    Auf weitesten Strecken entfaltet sich Ulrike Michaelis’ Werk in Umkreisungen der Figur, des Körpers. Er wird in Kontrast gesetzt zur Geometrie, zu horizontalen, vertikalen Flächenelementen, die trennen, ausblenden, begrenzen, oder zu Kreisscheiben, die wie Scheinwerfer-Spots Interesse fokussieren.

    Fotografien, die die Künstlerin selbst aufnimmt oder vorfindet und durch grafische oder digitale Verfahren verfremdet, bilden den Rohstoff für Bildarchitekturen, den Nukleus, um den sich die zeichnerischen oder malerischen Aktionen ausbilden. Es kann sich um Körperteile oder Physiognomien handeln, um Büsten oder Rückenansichten. Beine, Arme, Hände, Füße kehren immer wieder. Sie verwandeln sich, sie lösen sich aus Kontexten, aus ihren Normallagen und Stellungen. Ein Arm, hoch gereckt in die Vertikale, eine Umarmung, ein Bein, das im Schritt begriffen sich entfernt – in solchen Gesten oder Konstellationen, die sich mitunter erst auf den zweiten Blick erschließen, werden Spannungen erzeugt. 

    Ulrike Michaelis exponiert sie kühl auf einem abstrakten Flächenplan, in einer Ortlosigkeit, die sie ikonisch stilisiert, nobilitiert, monumentalisiert. In diesen Bildern beschränkt und dämpft die Künstlerin ihre Palette so, dass den Werken eine gebundene Ernsthaftigkeit eignet.
    Ulrike Michaelis schafft momentane Intensitäten, in denen sich Erwartung, Gefühl, 
    Ahnung staut, wie bei angehaltenem Atem, als wäre ein Film plötzlich gestoppt worden. 

    Kirsten Claudia Voigt 


    Vita

    1958

    • geb. in Pforzheim


    1980-1986

    • Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, Studium der Malerei bei Harry Kögler


    1997

    • Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg


    seit 2002

    • Mitglied im Künstlerbund Baden-Württemberg
    • lebt und arbeitet in Karlsruhe


    Ausstellungsverzeichnis (Auswahl)

    2012

    • Kunstverein Germersheim
    • Fundstück, Galerie Thomas Hühsam, Offenbach (K)
    • tapis tableaux, Kunstverein Rastatt
    • Zeigen. Eine Audiotour durch Baden-Württemberg von Karin Sander, Kunsthalle Karlsruhe


    2011

    • Bilder – Harry Kögler und Ulrike Michaelis, Galerie Knecht und Burster, Karlsruhe
    • art Karlsruhe, Galerie Knecht und Burster, Karlsruhe


    2010/2011

    • vor dem ZKM, Museum für Neue Kunst, ZKM, Karlsruhe


    2009

    • art Karlsruhe, Galerie Knecht und Burster, Karlsruhe


    2008

    • Profile in der Kunsttradition am Oberrhein, Rheuma-Zentrum Baden-Baden
    • Querstrich, Galerie. Z, Hard bei Bregenz
    • Zeichnung, Gesellschaft der Freunde junger Kunst, Baden-Baden


    2007

    • Galerie Alfred Knecht, Karlsruhe
    • Hommage á Harry Kögler, Galerie Titus Koch, Schloss Randegg, Gottmadingen


    2006

    • Waldsee 1944, Donauschwäbisches Zentralmuseum, Ulm (K)
    • Galéria 2B, Budapest
    • art Karlsruhe, Galerie Alfred Knecht, Karlsruhe


    2005

    • Zeit-Raum-Zeichen: Schloss Achberg, Ravensburg (K)
    • Galerie Alfred Knecht, Karlsruhe


    2004

    • slow motion, Kunstverein Schwetzingen, Palais Hirsch (K)
    • Kunstverein Radolfzell, Villa Bosch
    • Goldherbst, Reuchlinhaus, Pforzheim


    2003

    • minutes only, Staatliche Akademie der Bildenden Künste, Karlsruhe
    • Kunststiftung in den Ateliers hinterm Hauptbahnhof, Karlsruhe


    2002

    • Galerie 40 Rother, Wiesbaden
    • Das Straßburg-Karlsruhe-Projekt, Karlsruhe
    • Galerie Alfred Knecht, Karlsruhe (K)


    2001

    • Harry Kögler und 13 seiner ehemaligen Studenten,
    • Galerie Schloss Mochental und Kunstverein Offenburg
    • Zeitschnitt, Künstlerbund Baden-Württemberg, Städt. Galerie Karlsruhe (K)


    2000

    • Galerie Willeke, Düsseldorf
    • Gesellschaft der Freunde junger Kunst, Altes Gefängnis Baden-Baden (K)


    1999

    • Kunststiftung Baden-Württemberg, Stuttgart
    • Forschungszentrum Karlsruhe
    • Städtische Galerie Karlsruhe: Bildwechsel (K)
    • Städtische Galerie Pforzheim


    1998/1999

    • Stipendiaten der Kunststiftung Baden-Württemberg:
    • Villa Merkel Esslingen, Städt. Galerie Rastatt, Kunstverein Heilbronn
    • Städt. Galerie Konstanz, Städt. Galerie Geislingen (K)


    1997

    • Galerie Alfred Knecht, Karlsruhe
    • Künstlerbund Baden-Württemberg, Spendhaus Reutlingen (K)


    1996

    • Galerie art-contact, Karlsruhe
    • Künstlerbund Baden-Württemberg, Ulmer Museum (K)

    1995

    • dem Auge so nah, Universität Flensburg

    Öffnungszeiten: 
    Sa. von 15.00 bis 18.00 Uhr
    So. von 14.00 bis 18.00 Uhr 

  • Rudolf Scharpf
    Mit einer Sonderschau zu Ehren Rudolf Scharpfs

    08.09.12 bis 07.10.12

    Vernissage am 08.09.12 um 17.00 Uhr
    Begrüßung: Marita Mattheck, 1. Vorsitzende des Kunstvereins und Marcus Schaile, Bürgermeister der Stadt Germersheim
    Grußwort: Prof. Eberhard Linke
    Einführung: Dr. Philipp Gutbrod, Darmstadt

    Finissage am 07.10.12 um 17.00 Uhr


    Der Kunstverein Germersheim hat in diesem Jahr sein 30-jähriges Jubiläum mit 30 Künstlerinnen und Künstlern, die schon ein- oder mehrmals ausgestellt haben, gefeiert.

    Wir freuen uns sehr, dass wir 2012 Mitglieder der Pfälzischen Sezession vorstellen können. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler haben auch schon in den Gewölberäumen des Zeughauses ausgestellt. Die Klarheit und die Materialien der Räume ermöglichen vielgestaltige Ausstellungskonzepte. 

    Marita Mattheck


    Grußwort von Marcus Schaile, Bürgermeister der Stadt Germersheim


    Sehr geehrte Kunstfreunde,
    zu seinem 30-jährigen Jubiläum hat der Kunstverein Germersheim nicht weniger als dreißig bekannte Künstlerinnen und Künstler für seine Jubiläumsausstellung gewonnen und lädt mit dieser beeindruckenden Werkschau der Pfälzer Sezession dazu ein, anspruchsvolles künstlerisches Schaffen aus verschiedenen Jahrzehnten in einer einzigartigen Ausstellung zu erleben. 
    An einem außergewöhnlichen Ort, im ehemaligen Zeughaus unserer Germersheimer Festung, zelebriert der Kunstverein mit dieser großartigen Ausstellung einen der herausragenden künstlerischen Höhepunkte dieses Jahres. Was könnte besser zu unserer Stadt passen als eine Ausstellung von und mit Künstlerinnen und Künstlern, deren erklärtes Ideal die Humanität ist. Dieser hohe Anspruch der Mitglieder der Pfälzischen Sezession machen diese Ausstellung für uns und unsere Stadt sehr wertvoll.
    Ich freue mich auf Sie und wünsche Ihnen, allen Besuchern, Gästen und den teilnehmenden Künstlern wunderbare Begegnungen, unvergessliche Momente und bleibende Eindrücke bei dieser Ausstellung im Germersheimer Kunstverein. 

    Marcus Schaile


    Einführung von Eberhard Linke

    Ist “Künstler” ein Beruf? Machen Künstler Kunst, um davon zu leben, oder verdienen sie ihren Lebensunterhalt in einem anderen, sogenannten Brotberuf, um Kunst machen zu können? Wie auch immer, wer sich dazu berufen fühlt, nennt sich Künstler, und was er macht ist auf wunderbare Weise “Kunst”. 
    Dem widersprechen die Mitglieder der Pfälzischen Sezession, weil sie sich von derartiger Anmaßung absetzen. Der Name “Sezession”, der 1945 in ihren Anfängen Zeichen des Neuanfangs und Aufbruchs zur geistigen Erneuerung war, ist heute wieder aktuell und ist zugleich Tradition wie Gütezeichen der Gruppe mit ihren strengen Aufnahmekriterien.
    Das Spektrum der Spielarten ihrer Mitglieder ist weit gefächert. Aber ihnen gemeinsam ist das Bestreben, Hand anzulegen und ihr Werk in einem Arbeitsprozess zu erarbeiten, der zu einem sinnlich wahrnehmbaren Ausdruck führt. Nicht eine Idee als künstlerische Absicht ist schon das Kunstwerk, sondern allein die schöpferische Umsetzung dieser Idee. Dabei ist die originäre Findung beim Entstehen des Werks die wirkliche Innovation, welche man gern mit Modeerscheinungen verwechselt.

    Die Pfälzische Sezession wird weiterhin bestehen, wenn vor allem auch ihre jüngeren Künstlerinnen und Künstler diesen Weg mit beschreiten.

    Die Ausstellung der Pfälzischen Sezession in Germersheim zeigt neben den Arbeiten der Mitglieder eine Sonderschau zu Ehren von Rudolf Scharpf. Der Maler und Grafiker ist unser ältestes Mitglied (Beitritt 1949) und immer noch aktiv. 

    Die diesjährige Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Germersheim entstanden. Wir danken der Stadt Germersheim und dem Kunstverein für die Möglichkeit, in diesen großen und schönen Gewölberäumen ausstellen zu können.

    Eberhard Linke 


    Pfälzische Sezession 2012

    “Spötter und Demonstranten”, “Tentakel”, die ins “Herbstlicht” reichen, ein “Flugplatz für Heimatlose”, die “Faust” – ein zentrales Symbol im 2Jahrhundert der Kriege”, eine “Prophezeiung von Otriculi”. Die Werktitel der diesjährigen Ausstellung der Pfälzischen Sezession verweisen in ihrer Gesamtheit auf unruhige Zeiten. Das Jahr 2012 stellt Europa und seine Künstler vor große Herausforderungen. Gesellschaftspolitische Fragen stehen im Mittelpunkt von öffentlichen Diskursen und die Rolle der Kunst, sowie der Künstlerinnen und Künstler wird hinterfragt. In dieser Umbruchszeit präsentiert die Pfälzische Sezession eine Gruppenausstellung ihrer Mitglieder, deren Werke die unterschiedlichsten Themen und eine große Bandbreite von Techniken und Medien umfassen. Die ausgestellten Künstler haben sich teilweise über Dekaden hinweg zusammengefunden und sich statt unter einem programmatischen Dach alleine aus der gegenseitigen Anerkennung vereint.

    Wie viele andere Künstlergruppierungen in der Geschichte der modernen Kunst ging auch die Pfälzische Sezession aus einer Krisenzeit hervor. So wie die fortschrittsfeindliche Haltung des Pariser Salons im 19. Jahrhundert zu der progressiven Société des Artistes Indépendants oder die bürgerkriegsähnlichen Zustände in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg zu den Gründungen der Novembergruppe oder der Darmstädter Sezession geführt haben, so suchten und erzielten die Künstler in der Pfalz – in der “Stunde Null” nach dem Zweiten Weltkrieg – mit der Gründung ihrer “Sezession” ein Forum des künstlerischen Dialogs und der Solidarität.

    Wie steht es jedoch mit der Bedeutung der Pfälzischen Sezession in der heutigen Zeit? Nach innen bleibt sie als Forum des Austauschs wertvoll. Ein Gespräch unter Künstlern besitzt immer eine ganz eigene Qualität: die Verständigung unter Gleichgesinnten, am beeindruckendsten festgehalten im umfangreichen Briefwechsel Van Goghs mit seinen Künstlerfreunden. Genauso ist nun – nach außen – die in den Sezessions-Ausstellungen sich manifestierende Sichtbarmachung der inneren Gruppen-Dynamik von besonderem Wert, da das gemeinsame Erarbeiten der Gruppenausstellung im Künstlerkollektiv zu einer ganz eigenen Aussage und Ausstellungsform führt. Folglich ist jedes Kunstwerk in der diesjährigen Ausstellung sowohl ein Dokument unserer Zeit als auch eine Membran der Pfälzischen Sezession, deren Schwingungen von den Besuchern aufgespürt werden können.

    Dr. Philipp Gutbrod, Institut Mathildenhöhe Darmstadt


    Mit

    1. Franz, Bernhard
    2. Blum, Edgar
    3. Brenner, Thomas
    4. Culmann, Otfried
    5. Deutsch, Alexandra
    6. Deutsch, Karl-Heinz
    7. Duttenhoefer, Thomas
    8. Fieseler, Michael
    9. Forler, Stefan
    10. Frisch, Jochen
    11. Gervé, Johannes
    12. Haese, Peter
    13. Jaensch, Nikola
    14. Juncker, Hermann T.
    15. Kastenholz, Bernd
    16. Keller, Klaus Heinrich
    17. Korb, Werner
    18. Kuprat, Anne-Marie
    19. Linke, Eberhard
    20. Maether, Christiane
    21. Mannella, Alfonso
    22. Negenborn, Heike
    23. Ribbeck, Achim
    24. Ritter, Susanne
    25. Scharpf, Rudolf
    26. Stahlschmidt, Carmen
    Gast: Juliane Gottwald



    Links: 
    Brenner Thomas (Rubrik KÜNSTLER)  |  Frisch Jochen (Rubrik KÜNSTLER)  |  Juncker Hermann Theophil (Rubrik KÜNSTLER)  |  Keller Klaus Heinrich (Rubrik KÜNSTLER)  | Deutsch Karl-Heinz (Rubrik KÜNSTLER)  |  Forler Stefan (Rubrik KÜNSTLER)  |  Ribbeck Achim (Rubrik KÜNSTLER)  |  Scharpf Rudolf (Rubrik KÜNSTLER) 

  • Skulptur, Zeichnungen, Druck

    10.06.12 bis 08.07.12


    Vernissage am 10.06.12 um 19.00 Uhr
    Begrüßung: Marita Mattheck, 1. Vorsitzende des Kunstvereins Germersheim
    Einführung: Dr. Sabine Heilig, Kunsthistorikerin (Nördlingen)
    Lesung: Patrick Roth, “SUNRISE. Das Buch Joseph”
    Musik: Stephan Fork, 4. Cello-Suite von J. S. Bach

    [Einführung von Dr. Sabine Heilig als PDF]

    Ein Zeichen für das Wesen Mensch

    Franz Bernhard, 1934 geboren und einst Schüler von Wilhelm Loth an der Karlsruher Akademie, kann schon heute als Klassiker der deutschen Bildhauerei bezeichnet werden. Von Beginn an setzte er auf ein versehrtes Menschenbild, den Torso, auf raue, ungeschönte Oberflächen, auf Materialien, die sich in der Zeit verändert haben oder verändern: Holz reißt und Eisen rostet.
    Für Bernhard ist das Fragment ein stellvertretendes Zeichen, das symbolisch auf das Wesentliche im Menschen zurückverweist. So findet er über die Auseinandersetzung mit der menschlichen Gestalt zu einer Figur mit einem neuen emotionalen Gehalt zurück. Seine Skulpturen sind Neuschöpfungen, die parallel zur Natur existieren.

    Die Einfachheit seiner bildnerischen Mittel, die sichtbar hervorgehobenen Verbindungen der Materialien, das handwerkliche und natürliche Aussehen der Werke lassen darüber hinaus auch an Gerätschaften, Gebrauchsobjekte oder Gebautes denken. Die Verbindung von organischer und stereometrischer Form, das Gleichgewicht zwischen Rationalität und Irrationalität, zwischen Konstruktion und Emotion sind Teil dieser besonderen Spannung und Ausdruckskraft seiner Arbeiten.

    Die Ausstellung mit Werken von Franz Bernhard im Kunstverein Germersheim anlässlich des diesjährigen Kultursommers zeigt einen repräsentativen Querschnitt durch sein Schaffen. Neben Skulpturen sind auch großformatige Zeichnungen und Radierungen von
    Franz Bernhard zu sehen.

    Die Werke entstammen der Sammlung Andreas Schell, Karlsruhe in Zusammenarbeit mit der Galerie Knecht/Burster, Alfred Knecht und Rita Burster, Karlsruhe und Galerie Ruppert, Tilo Ruppert, Landau.

    Dr. Sabine Heilig


    Öffnungszeiten:
    Sa. von 15.00 bis 18.00 Uhr
    So. von 14.00 bis 18.00 Uhr

    Weitere Werke in der Ludowici-Kapelle in Jockgrim vom 17.06.12 bis 29.07.12


    Öffnungszeiten:
    Sa. von 15.00 bis 18.00 Uhr
    So. von 14.00 bis 18.00 Uhr

    Weitere Werke in der Ludowici-Kapelle in Jockgrim vom 17.06.12 bis 29.07.12

  • Malerei, Skulptur, Objekte

    05.05.12 bis 27.05.12


    Vernissage am 05.05.12 um 17.00 Uhr
    Begrüßung: Marita Mattheck, 1. Vorsitzende des Kunstvereins und Marcus Schaile, Bürgermeister der Stadt Germersheim
    Einführung: Ulrich Meyer-Husmann, Kurator der Ausstellung

    Finissage am 27.05.12 um 17.00 Uhr
    Künstlergespräche

    Einführung von Ulrich Meyer-Husmann

    Die Ausstellung von Sandra Heinz, Edith Urban und Cora Volz ist – wie Sie der Einladungskarte entnehmen können – eine thematische Ausstellung: Maria und Marie. So der ausgedruckte Titel. In einem Konzeptpapier wird zusätzlich ein Untertitel aufgeführt: Frauen, Stimmen, Rollen. Das umreißt in etwa das Thema.

    Die drei Künstlerinnen weisen ausdrücklich darauf hin, dass „die beiden Frauenfiguren exemplarisch für viele Frauen und unterschiedliche Vorstellungen von Frau stehen, wie sie in verschiedenen sozialen und historischen Kontexten über Jahrhunderte formuliert worden sind. In Bildern, in religiöser und in weltlicher Literatur, im Drama, in Opernlibretti und heutigen Medien tauchen Frauengestalten auf, die als Verdichtungen weiblicher Rollen auf sich spezifische Eigenschaften, Verhaltensweisen und Reaktionsmuster vereinen, die einerseits zu Leitbildern werden konnten, andererseits zu Klischees verkamen. Maria und Marie markieren daher nur symbolisch zwei kontrapunktische Frauen-Rollen: Maria, die Unschuld, die Heilige, Geistige – und Marie, die Sinnliche, Wollüstige, die Verführerin.
    In unterschiedlichen künstlerischen Medien setzen sich die drei Künstlerinnen mit dem Thema auseinander. Cora Volz ist Bildhauerin, von ihr stammen die Skulpturen, die Reliefs und die kleinen Strumpfzeichnungen. Lineare Zeichnungen sind es, deren Linien dadurch entstehen, dass der Stoff der über Polysterolplatten gezogenen Strumpfhosen in den weichen Untergrund gedrückt wird.

    Edith Urban ist Malerin, die in ihre Bilder Texte bzw. Textfragmente integriert.
    Sandra Heinz schließlich kommt von der Grafik her. Dafür stehen die verschiedenen Materialdrucke, für die sie gerade den Mainzer Stadtdruckerpreis erhalten hat. Daneben finden Sie genähte Zeichnungen, genähte Collagen und Kleider-Objekte, häufig in einem installativen Ansatz. 

    Die große Bandbreite der künstlerischen Zugriffsweisen macht mit den Reiz dieser Ausstellung aus. Das ist in die Konzeption der Ausstellung eingeflossen. Außerdem natürlich die räumlichen Gegebenheiten dieses außergewöhnlichen Ausstellungsortes, der breite Gang und die seitlichen Kabinette. Für mich ist es wie ein Teilstück einer barocken Parksituation. Eine Figur befindet sich am Ende eines Weges, ist gleichsam der Zielpunkt. Die Kabinette öffnen sich zum Gang und zum jeweilig gegenüberliegenden Kabinett. Zwar ist jedes Kabinett jeweils einer Künstlerin zugeordnet, aber es gibt formale und farbliche Bezüge und Blickachsen, die die verschiedenen Teile der Ausstellung miteinander verklammern.
    Farblich spielt Rot eine große Rolle – in den Bildern von Edith Urban und den Arbeiten von Sandra Heinz. Rot steht für Blut, Leben, Vitalität, Leidenschaft, Liebe – andererseits für Verletzung, Tod. Damit verweist es bereits auf inhaltliche Aspekte des Themas.
    Ausgangspunkt von Cora Volz sind Porträts junger Frauen von heute. Sie sind in herkömmlicher Weise aus Ton modelliert. Zentrales Motiv ist dabei der Kopf als Büste bzw. Halbfigur. So entstehen in einem ersten Schritt Tonplastiken in großer Nähe zum lebenden Modell. Aber Cora Volz belässt es nicht dabei. Das Ton-Modell wird mit Gips abgenommen und die Gipsabgüsse anschließend fragmentiert. Die so gewonnenen Einzelteile werden gesondert bearbeitet, z.B. geglättet, und um andere Materialien – Speckstein, Textilien, Kunststoffe – ergänzt bzw. durch diese ersetzt, z.B. Augen und Mund. Das ist ein längerer Prozess. Erst danach erfolgt das erneute Zusammenfügen der Teile. Und nun – und das ist das Faszinierende daran – entsteht etwas Neues, das auf Grund der eingesetzten Materialien einen hohen haptischen Reiz hat. Zwar besteht noch der Bezug zur porträtierten jungen Frau, aber die Haltung der Skulptur, die Blickrichtung, die inzwischen geglättete Oberfläche und die fremden Materialien schaffen etwas Überindividuelles, bewirken ein Stück Idealisierung. 
    Dabei lässt sich eine eigenartige Erfahrung machen. Aus der Ferne betrachtet wirken die Skulpturen recht natürlich, je näher man jedoch kommt, desto mehr nimmt das Künstliche, das Artifizielle zu. Einerseits sind die Figuren absolut präsent, andererseits seltsam entrückt in einer Aura von Unnahbarem und Würdevollem.

    Eine gewisse Nähe dazu haben die Collagen von Sandra Heinz aus der Serie “Flémalle”. Sie thematisieren in Form von ausgeschnittenen und aufgenähten Gesichtern und Hauben Frauendarstellungen des ausgehenden Mittelalters: Maria, Maria Magdalena und die Heilige Veronika. Ansonsten verzichtet Sandra Heinz auf Personendarstellungen. Sie wählt nur deren Hinterlassenschaften, z.B. getragene Kleidung. Ihr Interesse gilt der Frage: Was verraten diese Kleidungsstücke über die Menschen, die sie einmal getragen haben? Und bei den ausrangierten Kleidungsstücken – Kleider, Blusen, Dessous – hat es ihr in besonderer Weise die Materialität und Stofflichkeit der Dinge angetan. Die Materialdrucke der mit Farbe eingestrichenen Kleider und Dessous verraten das in ihren filigranen Strukturen. Gleichzeitig stellen sie ein Stück Erinnerung dar an die Personen, die die Kleidung einmal getragen haben.

    “Erinnerung an C.” bezieht sich zwar auf eine bestimmte Person, aber für den Betrachter bleibt sie im Titel anonymisiert. Trotzdem scheinen die abwesenden Personen in den durch Farbe versteiften und damit Skulptur gewordenen Kleidungsstücken irgendwie präsent. Das Abgelegte wird wieder mit Leben gefüllt durch die Art der künstlerischen Bearbeitung bzw. Inszenierung. Zwar gibt es diese Leerstelle, aber gleichzeitig wird ein Stück weit Vergegenwärtigung und Erinnerung geleistet.
    Daneben finden Sie noch eingefärbte Kleidungsstücke, verformt zu hängenden Skulpturen, fragil wirkende genähte Zeichnungen auf Gazestoff und Unterwäsche, gipsgestärkt und zu kleinen weißen Reliefs geformt. Transformation als künstlerische Strategie könnte man über alles setzen.

    Im Unterschied zu diesen beiden Positionen spielt in der Malerei von Edith Urban das Wort, der Text bzw. das Textfragment eine wesentliche Rolle. Reflexionen, Dialoge, provokative oder auch beschreibende Aussagen aus vornehmlich literarischen Texten werden in meist monochrome Farbflächen eingeschrieben, übermalt, ausgewaschen und erneut eingeschrieben. Häufig sind nur Teile des Textes lesbar, allerdings lässt gerade das Fragmentarische in seiner Offenheit dem Betrachter Raum für ein persönliches Bedeutungsangebot. Er fühlt sich unerwartet angesprochen, unter Umständen getroffen, vielleicht erkennt er sich wieder.
    Bei den neueren Bildern erfolgt die Anlage in Streifen, weniger in monochromen Flächen. Kleinere Arbeiten ergänzen die größeren, sie sind auf Holztafeln gemalt und der Text dominiert eher dem Material gegenüber, wird damit als graphisches Element wichtiger.
    Die Arbeiten stammen aus mehreren Zyklen, in denen Stimmen verschiedener Frauenfiguren ‘hörbar’ werden. So entsteht für Edith Urban ein vielstimmiger Chor immer aktueller Gefühls- und Denkmuster: Trauer, Hoffnung, Schmerz, Sehnsucht, Verzweiflung, Hass und Verlangen.

    Fragmente aus der “Hamletmaschine” von Heiner Mueller bilden die Basis für eine Serie über Ophelia. Bei Heiner Mueller erfährt die Figur der Ophelia eine diametrale Umdeutung. Statt der klassischen Ophelia, die sich bei Shakespeare nicht der brutalen väterlichen Autorität und Gewalt entziehen kann, wirkt diese Ophelia wie eine Furie, die ihrerseits mit Gewalt ihre eigene Befreiung betreibt und gleichsam zur männlichen Hauptfigur mutiert.

    ICH WERFE MEINE KLEIDER IN DAS FEUER GESTERN HABE ICH AUFGEHÖRT MICH ZU TÖTEN

    In den verwendeten Fragmenten aus Georg Büchners “Woyzeck” spiegelt sich die unzeitgemäße Schamlosigkeit und andererseits Lebenslust der Marie, aber auch ihre manchmal aufkeimende Reue und Zerknirschtheit:

    UND DOCH HABE ICH EINEN SO ROTEN MUND EINEN SO ROTEN MUND WIE DIE GROSSEN MADAMEN 
    HERRGOTT, SIEH MICH NICHT AN
    IMMERZU IMMERZU DREHT EUCH WÄLZT EUCH,
    DASS ALLES IN UNZUCHT SICH ÜBEREINANDERWÄLZT.

    Alle drei Künstlerinnen reflektieren Frauenrollen – weitab von den in den Medien propagierten Leitbildern. Dabei spielt das Fragmentarische in ihren Werken eine wichtige Rolle. Bei Sandra Heinz stellen die Kleidungsstücke Fragmente eines Lebens dar, bei Edith Urban tauchen die Texte nur als Fragmente auf und bei Cora Volz ist die Fragmentierung der modellierten Person Voraussetzung für das Neu-Zusammensetzen der Teile.
    Das Fragment verweist versteckt oder deutlich auf ein nicht (mehr) vorhandenes Ganzes. Überraschend bei dem Thema ist für mich gewesen, dass nur eine – Cora Volz – Frauen direkt darstellt. Sie entwickelt eine neue Ganzheit, die allerdings für uns eigenartig entrückt bleibt durch die Distanz schaffende Aura und damit Unnahbarkeit der Figuren.
    Sandra Heinz und Edith Urban gemeinsam ist die Abwesenheit der Person(en), nur die Fragmente sind vorhanden. Edith Urban vertraut dabei auf die evokative Kraft der integrierten Textfragmente in ihrem existenziellen Bezug und Sandra Heinz schafft in den gedruckten und versteiften Kleidungsstücken diese eigenartige abwesende Anwesenheit der Personen. 

    Insofern sind Sie als Betrachter ganz unterschiedlich gefordert: In dem einen Fall stehen Sie einem neuen Bild von Frau gegenüber, in den beiden anderen müssen Sie auf Grund der Bild/Text-Kombination und andererseits Kleidungsstücke sich selber ein Bild der Frauen entwickeln. 


    Sandra Heinz
    [www.sandra-heinz.com]

    1981-1987

    • Studium der bildenden Kunst und Theologie, Universität Siegen, Abschluss 1987


    2002-2003

    • Reise- und Studienjahr Neuseeland/Australien/Indonesien/Mexiko


    2008-2009

    • Lehraufträge am Lehrstuhl Kunst der Universität Augsburg und der Akademie für bildende Künste München


    Kunstpreise:

    1998

    • Grafik-Kunstpreis der Stadt Bühl


    2000

    • Katalogstipendium des Kulturfonds Mainzer Wirtschaft


    2002

    • Projektunterstützung ‘moving spaces’, Goethe-Institut Wellington, Ministerium für Wissenschaft und Kultur Rheinland-Pfalz


    2004

    • Kunstpreis Mainz 05


    2008

    • Austauschstipendium Belém/Brasilien


    2012/2013

    • Mainzer Stadtdruckerin


    Ausstellungen:

    2012

    • paperArt, one-woman-show, Grafikmesse Köln


    2011

    • Echo der Erinnerung, Kunstverein Bellevue-Saal, Wiesbaden (E)
    • transparente bilderwelten, quadrArt-raum für zeitgenössische Kunst, Dornbirn
    • materials revisited., 10. Triennale für Form und Inhalte, Klingspor Museum, Offenbach und Museum für angewandte Kunst, Frankfurt (K)
    • Grenzgang, Kunsthaus Wiesbaden und BBK-Galerie Mainz
    • fragil, Standort Höchst (zusammen mit Anja Adler)


    2010

    • Transformation, Landtag Rheinland-Pfalz, Mainz (E)
    • Druckfest, Kunstverein Reutlingen und Xylon-Museum Schwetzingen
    • bazonnale 02 Afghanistan, Weimar
    • Altar der guten Gedanken, Roncalli-Kapelle, Wiesbaden (E, K)


    Edith Urban
    [www.edithurban.com]

    1974-1981

    • Johannes-Gutenberg-Universität Mainz (Germanistik, Wirtschaftswissenschaften und Philosophie), Abschluss 1981


    1975-1981

    • Stipendium der ‘Hans-Böckler-Stiftung’


    1995-1997

    • Staatliche Hochschule für bildende Künste (Städel), Frankfurt, Klasse Hermann Nitsch

    lebt und arbeitet seit 2003 in Rom und Mainz/Wiesbaden


    Ausstellungen:

    2012

    • beyond the white cube, Colonia 2010, Spinnerei, Leipzig


    2010

    • transformation, Galerie im Landtag Rheinland-Pfalz, Mainz (E)


    2009

    • Denken-Fuehlen-Sein, Katholische Akademie, Trier (E)
    • the silent space between and around words, Temple Gallery, Rom (E, K )
    • fra le 4 pareti domestiche – BIS, progetto di 8 artisti in una casa vuota, Rom
    • insiemi non disgiunti, galleria la nube di oort, Rom (K)
    • al di là delle parole, galleria studio tiepolo 38, Rom (K, E)


    2008

    • fra le 4 pareti domestiche, progetto di 4 artisti in una casa vuota, Rom
    • ampliamento della percezione, galleria studio tiepolo38, Rom
    • leben am ende des lebens, Bellevue-Saal, Wiesbaden


    2007

    • psyche says, kommunale Galerie Schlangenbad, Wiesbaden (E)
    • tolleranza/intolleranza, Galleria vagabonda, Lodz, Polen
    • giancarlo sciannella – edith urban, galleria liart, Villa Borghese, Rom (E)


    Cora Volz

    1985-1996

    • Studium der Bildenden Kunst an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz bei Prof. Heinz Hemrich und Prof. Christa Biederbick, Abschluss 1996


    1997

    • Vertiefungsstudium/Meisterschülerin



    Preise und Stipendien:

    1990

    • Förderpreis des Kulturfonds Mainzer Wirtschaft e.V.


    1995

    • Förderstipendium der Johannes Gutenberg-Universität


    1998

    • Llincoln-Stipendium des Landes Rheinland-Pfalz


    1999

    • Emy Röder-Förderpreis, Förderpreis für bildende Kunst der Stadt Mainz


    2004

    • Zonta Kunstpreis



    Ausstellungen:

    2011

    • nature me, Galerie UpArt im Kunstverein Speyer


    2010

    • Skulpturenforum Isernhagen


    2008

    • Gesellschaft der Freunde Junger Kunst, Baden-Baden
    • Galerie Tammen, Berlin
    • unverzichtbar, Museum Junge Kunst, Frankfurt/Oder


    2007

    • 4. Berliner Kunstsalon, Galerie Tammen
    • Galerie UpArt, Neustadt an der Weinstraße


    2006

    • Kunstkörperlich – Körperkünstlich, Kunsthalle Osnabrück


    2005

    • all about… Berlin 3, Whitebox Kulturfabrik, München
    • Kunstmesse art Karlsruhe,
    • Galerie Tammen, Berlin, art cologne, Köln


    2004

    • Basarland, Kunsthaus Wiesbaden
    • Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin
    • 5 x 5 Skulpturen am Pfefferberg II, Berlin


    Öffnungszeiten:
    Sa. von 15.00 bis 18.00 Uhr
    So. von 14.00 bis 18.00 Uhr

  • Malerei, Grafik, Skulptur, Installation, Foto

    10.03.12 bis 25.03.12

    30 Jahre Kunstverein Germersheim – 30 KünstlerInnen


    Vernissage am 10.03.12 um 17.00 Uhr
    Begrüßung: Marita Mattheck, 1. Vorsitzende des Kunstvereins und Marcus Schaile, Bürgermeister der Stadt Germersheim
    Einführung: Dr. Matthias Brück, Kunstphilosoph
    Musik: Lömsch Lehmann (Saxophon) und Erwin Ditzner (Schlagzeug)

    Im Anschluss Künstlerfest.

    Finissage am 25.03.12 um 17.00 Uhr
    Künstlergespräche


    Rückblick – Ausblick. 
    Der Kunstverein Germersheim proudly presents…

    30 Künstlerinnen und Künstler von 1982 bis 2012.

    Der Kunstverein Germersheim blickt auf 30 Jahre Kunstpräsentation und kulturelles Wirken zurück und hat sich in den drei Dekaden eine unverwechselbare Position in der Ausstellungsszene Region Rhein-Neckar erworben.

    Die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler haben schon einmal die Gewölberäume des Zeughauses mit ihren Werken bespielt. Sie partizipieren von der konzeptionellen Arbeit des Kunstvereins und dem Engagement der Mitglieder. Die besondere Raumsituation im Zeughaus bietet vielfältige Möglichkeiten, um Skulpturen, Objekte, Installationen, Videos, Performance, Malerei, Grafik und Fotografie zu präsentieren.

    Der Kunstverein Germersheim setzt in Zeiten von Facebook, Twitter und Globalisierung auf die Kunstvermittlung durch unmittelbares Erleben. Auch in der Zukunft wollen wir ein Wegweiser in der grenzenlosen zeitgenössischen Kunstwelt sein.

    Marita Mattheck
    (Vorsitzende)

    Zwei Werke außerhalb der Räume:

    Vor dem Zeughaus:
    Franz Bernhard
    W V 448, Sitzende Figur, 2006
    4,60 x 1,80 x 5 m
    Corten-Stahl (Gewicht ca. 3 Tonnen)

    Im Treppenhaus:
    Martin Schöneich
    Dreiklang, 2011
    2,60 x 1,50 x 0,80 m
    Stahl

    Einführung von Dr. Matthias Brück


    Ist es nicht irgendwie befriedigend, wenn große Geister sich auch einmal gewaltig irren? So hat doch vor Zeiten Oscar Wilde dogmatisch behauptet: “Jeder Erfolg, den man erzielt, schafft einen Feind. Man muss mittelmäßig sein, wenn man beliebt sein will.”

    Klingt schon plausibel, doch was den Kunstverein Germersheim anbelangt, hat der alte Spötter gewiss daneben gelegen! Erfolg hat sich der Kunstverein sicherlich über Jahrzehnte hin redlich verdient – und wurde meines Wissens auch nicht zum “Feindbild” der künstlerisch-kulturellen Umgebung unserer Region und darüber hinaus. Und beliebt ist er ja auch bis zum heutigen Tag geworden und geblieben, sonst hätten kaum so viele renommierte Künstlerinnen und Künstler hier ausgestellt. An den gewaltigen, imposanten Gewölben allein kann es ja nicht gelegen haben. Nein, es lag auch am jeweiligen Engagement der verschiedenen Vorsitzenden (männlich wie weiblich) und der Mitglieder, die nicht einfach nur einem tradierten Kunstverständnis huldigten. Im Gegenteil: Der Kunstverein entwickelte sich mehr und mehr zu einem Förderer und Kompass für zeitgenössische Kunst! Ein Kurs, der mit Sicherheit nicht immer problemlos zu steuern war. 

    Doch angefangen von den ersten Ausstellungen im Bürgersaal im Finanzamt wie schließlich in den Räumen des “Ludwigtors” hat es in der Tat keinen Schiffbruch gegeben… auch wenn es bisweilen nicht einfach gewesen ist, zeitgenössische, künstlerische Ideen einem vielleicht noch etwas zurückhaltenden Publikum nahe zu bringen! Da befindet sich der Kunstverein Germersheim in einer guten Traditionslinie: denn seit 1800 bis 1840 emanzipierten sich ja Bürgertum und Künstler gegen die dominante Beschäftigung des Adels mit der Kunst. Heute ist das wohl nicht mehr das vorrangigste Ziel, aber es signalisierte eine demokratische Entwicklung, die es immer noch zu fördern beziehungsweise zu garantieren gilt.

    Ein bisschen kann ich das aus eigener Erfahrung beurteilen; habe ich doch als bescheidener, schüchterner Rheinpfalz-Schreiberling einen Großteil der Aktivitäten miterlebt und durfte später auch die eine oder andere Laudatio vortragen. So konnte und kann man geradezu erleben, dass Entscheinungen nicht ideologisch gesteuert wurden, dass Außenseiter nicht einfach ausgesondert wurden. Erleben, dass Pluralismus nicht mit Beliebigkeit verwechselt wurde und existentiell-kritische Aussagen nicht hinter experimentellen Ansätzen zurückstehen mussten. Und gerade diese reflektierte Offenheit bestimmt u.a. diese ungewöhnliche Ausstellung.

    Häufig können sich die verschiedenen Exponate – ob gewollt oder nicht – auf den Raum beziehen. Gerade für Bildhauer ein Präsentations-El Dorado, das ungeahnte Frei- und Spielräume garantiert. Konstruktives trifft auf Dekonstruktion, elegante Formgestaltung steht gegen harte, ja schroffe Markierung. Und mögen die einzelnen Ansätze noch so unterschiedlich ausfallen – sie manifestieren eine unglaubliche Präsenz und Authentizität, die sich auch im Figürlichen widerspiegelt. Und wenn am Ende des Ganges sich alle Kunstschaffenden in einer verblüffenden Figuren-Installation wiederzufinden scheinen, hat das beinahe einen familiären Charakter – aber der erste Blick kann bekanntlich täuschen…

    Ob Malerei, Grafik, Objekt, Zeichnung, Fotografie oder Mischtechnik – wenn sich Künstlerinnen und Künstler mit der Wirklichkeit, der Lebenswirklichkeit auseinandersetzen, stehen sie meistens einmal vor dem Problem: das haben vor mir andere schon längst versucht. Und dennoch geben sie nicht auf. Sie wagen eine Art Neuanfang, starten ihren eigenen Prozess, in den sie die Erfahrungen, die Befindlichkeiten ihrer persönlichen Existenz einbringen – Das gilt natürlich auch für die Bildhauer.

    Deshalb wird eine so komplexe Ausstellung wie hier bisweilen auch zu einem Seismographen unserer gesellschaftlichen Gegenwart. So wundert es nicht, wenn das Feiern als Massenaufmarsch mit beschränkter Haftung inszeniert wird oder ein Kaffeehaus-Portrait eine hintergründige Stimmung verströmt. Wenn der plakative Willkommensgruß in einen gefährlichen Grenzsektor einlädt oder ein bedrohliches Szenario dramatisch in ein unaufhaltsames Fliehen umzuschlagen scheint. Da mag die Auseinandersetzung mit dem Komplex Natur-Architektur einmal eine Rolle spielen, um dann Platz für ironische Aperçus zu machen. Symbolhaft anmutende Tunnelblicke wechseln mit prächtigen, aber menschenleeren Interieurs, während anderswo die Schwangerschaft ästhetisch perfekt überhöht worden ist.

    Anderenorts werden herb-ästhetische Konstrukte zum Anreiz eines Chiffre-Lesens mit offenem Resultat – fernab aller Twitter- und Facebook-Banalität, was Marita Matteck treffend in der Einladung betont hat. Es ist schon eine Lust, diese Vielfalt und Ausdruckskraft, diese Ideen-Kühnheit zu erleben. Seien es die phantastisch-surrealen Orbit-Nutztier-Kompositionen beziehungsweise ein malerisches Aufforsten unseres Waldes. 

    Und eine der größten Überraschungen: das brutal installierte Aufbegehren der “Wutbürger” als Affront gegen ein selbstherrliches Regieren! Nicht weniger beklemmend – wenn auch auf andere Weise eine schmerzliche Trennung interpretiert per teilchaotischer Wandinstallation. Zusammen mit den ausgefallensten Techniken wie Hinterglas-Malerei oder Objekten aus gefaltetem, gepresstem Papier, entsteht hier tatsächlich eine eigene Welt, die nicht nur aufzeigt, vorzeigt, vielmehr echte Reflexion und Kommunikation ermöglicht! 

    Wenn Sie möchten, dass diese Welt weiter Bestand hat, dann bleiben Sie dem Kunstverein Germersheim treu und vergessen nicht: die meisten Exponate hier sind problemlos käuflich zu erwerben…


    Teilnehmende KünstlerInnen:

    • Franz Bernhard, Skulptur
    • Wolfgang Blanke, Malerei
    • Helga Boebel, Grafik
    • Karl-Heinz Bogner, Objekt
    • Madeleine Dietz, Mischtechnik
    • Ursula Fleischmann, Fotografie
    • Hans-Michael Franke, Skulptur
    • Anne Janoschka, Malerei
    • Jörn Kausch, Skulptur
    • Bettina Kresslein, Malerei
    • Heidi Kuhn, Malerei
    • Franz Martin, Malerei
    • Mareille F. Martin, Fotografie
    • Silvia Mielke, Objekt
    • Markus Münzer, Installation
    • Veronika Olma, Malerei
    • Georg Pfadt, Malerei
    • Werner Pokorny, Skulptur
    • Meike Porz, Malerei
    • Thomas Putze, Installation
    • Regina Reim, Malerei
    • Walter Schembs, Skulptur
    • Franziska Schemel, Mischtechnik
    • Sibylle Schlageter, Grafik
    • Martin Schöneich, Skulptur
    • Anne-Marie Sprenger, Malerei
    • Wolfhard Tannhäuser, Fotografie
    • Günter Wagner, Skulptur
    • Sibylle Wagner, Malerei
    • Franziskus Wendels, Malerei


    Öffnungszeiten: 
    Sa. von 15.00 bis 18.00 Uhr
    So. von 14.00 bis 18.00 Uhr 

    Links: 
    Blanke Wolfgang (Rubrik KÜNSTLER)  |  Janoschka Anne (Rubrik KÜNSTLER)  |  Pfadt Georg (Rubrik KÜNSTLER)  |  Kresslein Bettina (Rubrik KÜNSTLER)  |  Martin Franz (Rubrik KÜNSTLER)  |  Porz Meike (Rubrik KÜNSTLER)  |  Olma Veronika (Rubrik KÜNSTLER)  |  Dietz Madeleine (Rubrik KÜNSTLER)  |  Schöneich Martin (Rubrik KÜNSTLER)  |  Sprenger Anne-Marie (Rubrik KÜNSTLER)  |  Reim Regina (Rubrik KÜNSTLER) 

  • Skulptur vor dem Zeughaus in Germersheim

    10.03.12 bis 08.07.12

    Offizielle “Enthüllung” am 18.04.12 um 17.00 Uhr

    Franz Bernhard: W V 448, “Sitzende Figur”, 2006, Corten-Stahl, 4,6 x 1,8 x 5 m, Gewicht ca. 3 Tonnen


    Franz Bernhard, 1934 geboren und einst Schüler von Wilhelm Loth an der Karlsruher Akademie, kann schon heute als Klassiker der deutschen Bildhauerei bezeichnet werden. Seine Handschrift ist unverwechselbar und einzigartig, sein Werk von großer Geschlossenheit. Von Beginn an setzte er auf ein versehrtes Menschenbild, den Torso, auf raue, ungeschönte Oberflächen, auf Materialien, die sich in der Zeit verändert haben oder verändern: Holz reißt und Eisen rostet.

    Für Bernhard ist das Fragment ein stellvertretendes Zeichen, das symbolisch auf das Wesentliche im Menschen zurückverweist. So findet er über die Auseinandersetzung mit der menschlichen Gestalt zu einer Figur mit einem neuen emotionalen Gehalt zurück. Seine Skulpturen sind Neuschöpfungen, die parallel zur Natur existieren. Die Einfachheit seiner bildnerischen Mittel, die sichtbar hervorgehobenen Verbindungen der Materialien, das handwerkliche und natürliche Aussehen der Werke lassen darüber hinaus auch an Gerätschaften, Gebrauchsobjekte oder Gebautes denken. Die Verbindung von organischer und stereometrischer Form, das Gleichgewicht zwischen Rationalität und Irrationalität, zwischen Konstruktion und Emotion sind Teil dieser besonderen Spannung und Ausdruckskraft seiner Arbeiten.


    Vom 10.06.12 bis 08.07.12 im Rahmen des Kultursommers mit dem Thema “Gott und die Welt” stellt Franz Bernhard seine Werke (Sammlung Andreas Schell, Galerie Knecht und Burster Karlsruhe, Galerie Ruppert Landau)  in den Räumen des Kunstvereins Germersheim aus. 

    Die Ausstellung mit Werken von Franz Bernhard anlässlich des diesjährigen Kultursommers, zeigt einen repräsentativen Querschnitt durch sein Schaffen. Neben Skulpturen sind auch großformatige Zeichnungen und Radierungen von Franz Bernhard zu sehen.

2011

  • Eine Retrospektive zum zehnten Todestag des Künstlers

    29.10.11 bis 27.11.11

    Vernissage am 29.10.11 um 17.00 Uhr
    Begrüßung: 
    Marita Mattheck, Vorsitzende des Kunstvereins Germersheim
    Marcus Schaile, Bürgermeister der Stadt Germersheim
    Christian Petry, Mitglied des Kuratoriums der Freudenberg Stiftung (Weinheim)
    Einführung: Werner Marx, Kunsthistoriker (Mannheim)


    Eine Ausstellung mit Werken des Künstlers und Arbeiten der Schüler Sabine Amelung (Malerei, Zeichnung, Grafik), Chris Deter (Fotografie), Jürgen Hatzenbühler (Fotografie), Martin Liebscher (Fotografie), Peter Schlör (Fotografie), Claus Stolz (Fotografie)


    “In der Mausefalle von Licht und Farbe”Mit diesen Worten titelte Ewald Jacobs seinen Artikel vom 11.06.1968 in der Westfälischen Rundschau und beschrieb mit dieser Formulierung die Wirkung der Arbeit “Vibrationsraum 1” von Wolfgang Reindel. Dieser Vibrationsraum war von Reindel aus geschichteter und eingefärbter Nylongaze in der Galerie Majer-Finkes aufgebaut worden. 

    Nach einer langen Durcharbeitung der Gaze-Bilder begann Reindel dann in den 1970er Jahren die Fotografie als sein bildnerisches Medium zu entdecken und hat dieses Medium in großer Variationsbreite für seine Kunst eingesetzt. Mit seriellen und didaktischen Reihen, aber auch mit klassischer Reportagefotografie bearbeitete er die Themen, die ihn schon in seinen frühen Bildwerken beschäftigten. 

    Erscheinen, Interaktion, Wahrnehmungsphänomene und die “Wahrheit hinter der Abbildung” waren aber nicht nur Wolfgang Reindel in seiner eigenen Arbeit wichtige Ankerpunkte, sondern auch in seiner vermittelnden Tätigkeit als Dozent an der Freien Akademie Mannheim. Wie weit diese Einflüsse und Ankerpunkte seine Arbeit und die Arbeiten seiner Schüler beeinflusst haben, sind in dieser umfassenden Werkschau zu sehen.

    Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.



    Sabine Amelung
    Geboren 1960 in Heidelberg, lebt und arbeitet in Ludwigshafen und Limburgerhof.
    [www.sabineamelung.de]

    Chris Deter

    Geboren 1977 in Heidelberg, lebt und arbeitet in Karlsruhe und in den Bergen.
    [www.genuss-bergwandern.de]

    Jürgen Hatzenbühler
    Geboren 1961 in Ludwigshafen, lebt und arbeitet in Ludwigshafen und Limburgerhof.
    [www.hatzenbühler.de]

    Martin Liebscher
    Geboren 1964 in Naumburg/Saale, aufgewachsen in Speyer am Rhein, lebt in Berlin und Frankfurt.
    [www.martinliebscher.com]

    Peter Schlör

    Geboren 1964, lebt und arbeitet in Mannheim.
    [www.peter-schloer.de]

    Claus Stolz
    Geboren 1963, lebt und arbeitet in Mannheim
    [www.clausstolz.de]


    Sonderveranstaltung während der Ausstellung

    04.11.11 | 19.00 bis 24.00 Uhr
    11. Kultur- und Museumsnacht Germersheim
    Eröffnung um 20.00 Uhr durch den Bürgermeister der Stadt Germersheim, Marcus Schaile


    Öffnungszeiten: 
    Sa. von 15.00 bis 18.00 Uhr
    So. von 14.00 bis 18.00 Uhr

  • Zeichnung, Farbe, Skulptur – zum 70. Geburtstag

    10.09.11 bis 09.10.11

    Vernissage am 10.09.11 um 17.00 Uhr
    Grußwort: Marita Mattheck, 1. Vorsitzende des Kunstvereins Germersheim
    Einführung: Dr. Heinz Höfchen, Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern
    Musik: Maya Wittinger

    Finissage am 09.10.11 um 17.00 Uhr

    Katalog: 15 EUR
    Edition, 10 Exemplare eines Aquarells: 150 EUR (Kunstvereinsmitglieder: 120 EUR)


    Christiane Maether

    – geb. 1941 in Berlin
    – lebt und arbeitet in Hambach/Neustadt an der Weinstraße

    1961- 1967 
    – Studium an der Hochschule für Bildende Künste Berlin, bei Peter Janssen und Alexander
    Camaro

    1967 
    – Meisterschülerin

    1974 
    – Villa-Romana-Preis, Florenz

    1975 
    – Arbeitsstipendium des Kulturkreises im BDI

    1976 
    – Förderpreis des Landes Rheinland – Pfalz

    1978 
    – Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer

    1977 – 1979 
    – Gastdozentur an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste (Städelschule),
    Frankfurt a.M.

    1982 
    – Berufung an die Fachhochschule Aachen

    1989 
    – Albert-Haueisen-Preis für Malerei, Landkreis Germersheim
    – Pfalzpreis für Malerei des Bezirksverbandes Pfalz

    1999 
    – Ehrengast Villa Massimo, Rom

    2006 
    – Beendigung der Lehrtätigkeit an der Fachhochschule Aachen

    seit 1973
    – Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland


    Mitgliedschaften:

    – Deutscher Künstlerbund
    – Pfälzische Sezession
    – Akademie der freien Künste Mannheim
    – Hambachgesellschaft


    Öffnungszeiten:
    Sa. von 15.00 bis 18.00 Uhr
    So. von 15.00 bis 18.00 Uhr

  • Malerei, Skulptur

    19.06.11 bis 10.07.11

    Gabriele Block 

    Nachdem ich einige Jahre an dem Thema “Aufbrüche” (d.h. Aufbrechen von Gesteinen) gearbeitet hatte, ergab sich mir aus der Erkenntnis meines Arbeitsprozesses mein Arbeitsthema “Materie und Gedächtnis”. Das bedeutet eine Reise des Geistes durch die Materie auf der Suche nach einer Realität, die unter der Oberfläche liegt.
    Die Substanzen mit denen ich arbeite sind u.a. Erden, Aschen, Gestein, Eisenerz, Kupferkies, Metallstaub, Öle und Harze. Jede Substanz ist für mich ruhender Prozess. Klang und Schweigen. Würde man mich fragen, welches Ereignis hat mich gerade diese bildnerischen Mittel ergreifen lassen, so ist die Antwort: es war vor vielen Jahren beim gedankenverlorenem Betrachten eines Kaffeefleckes, Asche und Lehmerde auf weißem Papier. (Gabriele Block 2011)

    [art-block.de]

    Vita

    – geboren 1945 in Eutin (Ostholstein) 
    – Studium der Freien Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg und an 
    der Akademie für Bildende Künste in Nürnberg
    – lebt und arbeitet in Schwabach und Berlin
    – Mitglied des Künstlerbundes Schwabach seit 1986

    seit 1992 
    – zahlreiche Einzelausstellungen und Beteiligungen an Gruppenausstellungen in Orten im 
    In- und Ausland

    1999, 2000 
    – Beteiligung an Steinsymposien in Olsby (Norwegen) der Hochschule Alfter

    2001 
    – Arbeitsaufenthalte in der Provence und Val d’Herens (Valais/Schweiz)


    Armin Göhringer

    Die neuesten Skulpturen nutzen die schlummernden Kräfte des Holzes. Jeder Baum entwickelt im Laufe seines Wachstums Reaktionskräfte, die sich als Zug- und Druckkräfte im Stamm ausbilden. Diese sind auch beim Aufsägen des Stammes in jeder Faser des Holzes noch aktiv. Die Einzelelemente, in die ich die Figur zerlege, sind mit Stegen (Linien) immer noch mit dem Grundstock verbunden und somit der Wirkung der Reaktionskräfte ausgesetzt. Die Stäbe, noch fest am unteren Urblock des Stammes, übertragen die ihnen innewohnenden Druckkräfte von unten nach oben und setzen die oberen Elemente unter Spannung. Einer Feder gleich drücken sie die zuvor getrennten Kopfstücke wieder zusammen und bilden als Verbund ein stabiles Gefüge. Dabei braucht der Druckausübende jeweils einen Gegendruck, um nicht in die Labilität zu verfallen.

    Dieter Brunner vom Museum Heilbronn, sagt dazu: “Der architektonische Charakter dieser Werke begründet sich in ganz besonderem Maße in der Verbindung von Stütze und Last. Göhringers Interesse gilt aber nicht so sehr der Auseinandersetzung mit architektonischen Fragestellungen. Der Ausgangspunkt dieser Skulpturen ist ein plastischer: Architektur überschreitet die Grenze zur Skulptur und wird zum ‘mehrschichtigen’ Kunstwerk, zum Kopf, zum Körper, zum sozialen Gebilde. 

    In der Kombination von fragilen und blockhaften Formen liegt Göhringers entscheidende Fragestellung: Wie die Gesellschaft sich gegenseitig bedingt, wie die Natur sich gegenseitig bedingt, so beruht auch der Charakter dieser Objekte auf Gegenseitigkeit. Die Auseinandersetzung mit der senkrechten und waagerechten Linie bedeutet deshalb für Göhringer nicht nur ein Ausloten der Grenzen von Technik und Form, sondern auch ein Ausloten der inhaltlichen Möglichkeiten: Wie viel Ausloten von Fragilität verkraftet unsere Welt, wann zerbricht sie am Ungleichgewicht?” (2008)

    [www.armin-goehringer.de]

    Vita

    1954 
    – geboren in Nordrach

    1976-1982
    – Studium an der Hochschule für Gestaltung, Offenbach a. M.
    – lebt in Zell a. H., Schwarzwald

    – Mitglied im Künstlerbund Baden-Württemberg

    Auszeichnungen:

    1981 
    – Kunstförderpreis des Rotary Clubs, Offenbach a. M.

    1982 
    – 1. Preis der Johannes Mosbach-Stiftung der Hochschule für Gestaltung in Offenbach a. M.

    1994 
    – Freiburg Stipendium/Götz und Moriz 

    1996 
    – Atelieraufenthalt im “Alten Schlachthof”, Sigmaringen
    – Preisträger des Wettbewerbs für “Zeitgenössische Kunst in der Ortenau”

    2001 
    – Preis für Skulptur der Stadt Mörfelden-Walldorf

    2003 
    – Stadtkünstler, Spaichingen

    Mit Arbeiten vertreten in Sammlungen und Museen, Skulpturen im öffentlichen Raum.

  • Junge Kunst aus Köln/Landau

    19.02.11 bis 20.03.11

    Schopenhauer: “In jedem Mikrokosmos liegt der ganze Makrokosmos, und dieser enthält nichts mehr als jener.” – Die Welt als Wille und Vorstellung, Zweiter Band, Zum dritten Buch, Kapitel 38.

    Makrokosmos ist die Welt des riesig Großen, die vom Menschen nicht ohne Hilfsmittel wahrgenommen werden kann. Den Gegensatz zum Makrokosmos bildet der Mikrokosmos, die Welt (-ordnung) des winzig Kleinen, zu der, mit etwas Lebenserfahrung, der Mensch mit seiner Existenz gerechnet werden kann.

    Die Gruppenausstellung im Kunstverein Germersheim unter dem Titel “Mikro-Makro-Kosmos” zeigt Arbeiten von sechs verschiedenen Künstlern aus Köln und Landau, die sich mit Individuum und Gesellschaft, der kleinen und der großen Welt, beschäftigen. Die künstlerischen Herangehensweisen sind mannigfaltig, haben jedoch alle das menschliche Leben im Fokus. Gegensatzpaare bestimmen inhaltlich den Gesamteindruck der sechs unterschiedlichen Künstlerpositionen: Ding- und Denkwelt, gegenständlich und abstrakt, Individuum und Gesellschaft.

    Philip Emdes Grafikzyklus Strandpärchen, der das Etablieren geschützten Raums in der Öffentlichkeit beschreibt; Timothy Shearers Installationen mit objets trouvés; Laura Weinands Torten-Gemälde, die menschliche Lust und Verlust thematisieren; Tims Selbstportraits aus seinem Datebook-Projekt, in dem erst die Vervielfältigung vom Mikro- zum Makrokosmos führt; Marco Zumbés collageartige Malerei, die das Rätsel Mensch zu erklären sucht; Sebastian Karbowiaks interaktiver Puzzlekosmos, in dem er sich selbst als Spieler zwischen großen und kleinen Lebenssituationen sieht. Sie alle bilden heterogene Ansatzpunkte für die Auseinandersetzung mit dem menschlichen Kosmos.


    Im Gesamtkontext entsteht ein komplexes Fächerspiel, da jeder Künstler einen subjektiven Blick aus seinem Mikrokosmos zum Thema Mikrokosmos-Makrokosmos wiedergibt und diese Sichtweisen im Rahmen der Ausstellung zu einem Gesamtbild zusammengefügt werden. Dem Besucher, der als Individuum die Ausstellung besucht, ist es möglich, seinen persönlichen, niemals objektiven Blick an den Perspektiven Anderer zu schärfen. Gleichzeitig kann er seinen eigenen Mikrokosmos oder seine Vorstellung vom Dualismuskonzept Mikrokosmos-Makrokosmos reflektieren.

    Die einzelnen Ausstellungsbeiträge – die von Menschenbild und Alltagsszenen bis zu Installationen in und um das menschliche respektive künstlerische Umfeld reichen – betrachten, reflektieren und kommentieren den Kosmos menschlichen Lebens. Sie ergänzen sich zu einem Mosaik aus unterschiedlichsten Formen und Haltungen. 
    (Text: Galerie Mülhaupt/Köln/2011)

    Sebastian Karbowiak entdeckt Anfang der 1990er Jahre durch seinen Bruder die Kunst des Graffiti Writing. Daraus resultieren zeitintensive Phasen des Zeichnens und eine ständige Suche nach Wandbildern, die fotografiert und analysiert werden müssen. Für die eigene Arbeit spielt Typografie bis heute eine Basisrolle. Immer wieder erfindet sich unser Alphabet neu. Abstraktionsprozesse und das Spiel mit Linie zur Fläche erstrecken sich auf die unterschiedlichsten Medien. Neben dem Experimentieren mit neuen Möglichkeiten der Wandgestaltung sind es konzeptionelle Arbeiten zum Themenfeld ,”Öffentlicher Raum‘”, die ihn beschäftigen. Sebastian Karbowiak “Daiker”, geboren 1978 in Wesel, lebt und arbeitet in Köln.
    [debugvisuals.blogspot.com]

    Philip Emde, 1976 in Mannheim geboren.2000 bis 2007 Studium Illustration und Design an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (Prof. A. Feuchtenberger, Prof. E. Sturm, Prof. J. Veljovic). Seit 2004 Radier- und Siebdruckatelier in Neustadt/Weinstraße. Emde lebt und arbeitet in Neustadt/Weinstraße und Köln.
     
    Timothy Shearer, geboren 1976 in South Boston, Virginia, USA. 2003 bis 2006 Post Graduierten Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln. 1995 bis 2000 BFA an der Virginia Commonwealth University.
    [shearer.openkhm.de]

    Marco Zumbé wurde 1975 in Köln geboren. In seinen freien Arbeiten erkennt man die Handschrift des Illustrators: seine Bilder erzählen Geschichten. Aber anders als in seinen angewandten Illustrationen verweigern sich seine freien Arbeiten einer Logik oder einer konkreten Bildaussage. Vielmehr handelt es sich hier um Fragmente aus den verschiedensten Themenbereichen unserer Gesellschaft, die collagiert und zusammengefügt werden und so den Betrachter zwingen die Fragmente miteinander zu verbinden und ihren eigenen Kontext zu entwickeln. 
    Marco Zumbé malt vorwiegend auf Acrylglas, oft mit mehreren Platten, was ihm erlaubt mit mehreren Ebenen zu arbeiten, auf denen er malt, kratzt, sie beklebt oder Freiraum lässt und so offen legt, was auf einer darunter liegenden Ebene entstanden ist. So schafft er nicht nur formale Räumlichkeit und Strukturen, sondern verbindet zugleich die Fragmente und Fundstücke so miteinander, das eine eigenständige Welt entsteht. Diese zu erkunden und zu enträtseln, das ist die Aufgabe, die Marco Zumbé dem Betrachter seiner Bilderwelten stellt.
    [www.mzumbe.de]

    Tim, geboren 1976 in Bünde, NRW. 1999 bis 2004 Studium der Sonderpädagogik (Schwerpunkt Kunst) an der Universität zu Köln. 2000 Gründung des Künstlerduos “Der Herr und sein Knecht” zusammen mit Philip Emde. Seit 2005 Lehrtätigkeit an div. Schulen im Raum Düsseldorf und Köln. 2010 Gründung von TBOOKS COLOGNE, Verlag für artist books und zines, lebt und arbeitet in Köln.
    [tbookscologne.blogspot.com]


    Laura Weinand
    “.. Auf den Bildern von Laura Weinand spielt feines Backwerk die Hauptrolle, das seine Existenz allein der menschlichen Fantasie und Lust verdankt. Leckereien, Kuchen, Torten und Törtchen sind Produkte und Sinnbilder des Wohlstandes; sie versüßen im wörtlichen Sinne den Alltag. Ins Monumentale überhöht, sprengen sie die von Leinwand und Papier gesetzten Grenzen, die Köstlichkeiten bemächtigen sich der Wandfläche, verwandeln sie in eine üppig gedeckte Tafel oder suggerieren den Blick durch ein weit geöffnetes Fenster auf eine ebensolche außerhalb des Raumes. Unterstützt wird diese Wirkung vielfach durch die angeschnittene Darstellung, die unser Auge reizt, sie assoziativ zu ergänzen.
    Alles ist vergänglich. Auf diese unumstößliche Tatsache verweist auch Laura Weinand einfühlsam und unaufgeregt in ihren Bildern. Mit geradezu spielerischer Leichtigkeit stellt sie sich diesem Thema. Dabei setzt sie den Akzent auf den Genuss und die Freude am Genießen ohne den Prozess des Vergehens auszuklammern. Nicht das Verschwinden und die Trauer darüber beherrschen ihre Bilder, sondern die Lust, die dem Verlust vorausgeht – vorausgehen kann. In der Auseinandersetzung mit diesem Thema gelingt es der Künstlerin eine eigenständige, zeitgemäße Form des Früchte-und Küchenstillebens zu entwickeln. Geschickt lässt sie ihre Darstellung oszillieren zwischen süßen Sinnbildern eines angenehmen Lebens und Reflexionen über Werden und Vergehen. Sie wendet sich ganz den gestalterischen Möglichkeiten zu, die die Natur in sich birgt. (…) “

  • “>60 “ 
    Jubiläumsausstellung II des BBK RLP

    12.12.10 bis 10.01.11

    Vernissage am 12.12.09 um 17.00 Uhr
    Begrüßung: Marita Mattheck, Kunstverein Germersheim e.V. im Zeughaus
    Grußwort: Dieter Hänlein, Bürgermeister; Dr. Gabriele Lohberg, EKA Trier
    Einführung: Mathias Graffé, BBK RLP

    Finissage am 10.01.10 um 17.00 Uhr


    Teilnehmende KünstlerInnen:
    Reinhard Ader, Rolf Barth, Doris Bialas, Evelyn Blaich, Helga Boebel, Artur Bozem, Ingo Bracke, Thomas Brenner, Gabriele Domay, Petra Dutiné, Bernd Egger, Petra Ehrnsperger, Ursula Faber, Manfred Freitag, Ralph Gelbert, Uta Grün, Martina Hahn, Petra Heiden, Elke Heydecke, Ramona Hoffmann, Raschid Ismailov, Anne Janoschka, Prof. Hans Dieter Junker, Karl Kaul, Margreth Keil, Karin Klemm, Bernd Koblischek, Isabel Köstler, Carine Kraus, Susanne Krell, Harald A. Küstermann, Ulrich Lebenstedt, Stefanie Lenartz, Birgid Lord, Jutta Matzdorf, Karin Meiner, Liesel Metten, Silvia Mielke, Veronika Olma, Rosemarie Pallasch, Nicole Peters, Josef Pröls, Sylvia Richter-Kundel, Barbara Rohde, Aloys Rump, Matthias Rüppel, Anja Schindler, Horst Schmitt, Rudolf Schneider, Kyra Spieker, Annemarie Sprenger, Carmen Stahlschmidt, Elke Steiner, Susanna Storch, Matthias Strugalla, Gabi Wagner, Irmgard Weber, Petra Weiner-Jansen, Nicolaus Werner, Ulla Windheuser-Schwarz, Katharina Worring 

    Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. 

2010

  • Positionen zu Schwarz-Weiß

    05.11.10 bis 28.11.10

    Die Vernissage findet im Rahmen der Germersheimer Museumsnacht 2010 statt.

    Mit Florian Beckers, Nina Brauhauser, Julia Bünnagel, Jens J. Meyer, Eberhard Ross und Maki Umehara


    Florian Beckers


    1971
    – geb. in Düsseldorf

    1992-1999
    – Fotografie-Studium an der Folkwangschule/Universität GHS Essen

    seit 2000
    – als freischaffender Künstler tätig

    Einzelausstellungen (Auswahl):

    2006
    – Galerie Cubo Azul León/Spanien 

    2007
    – OMC Galerie, Los Angeles/U.S.A
    – Galerie Fruela Madrid/Spanien
    – Stadtmuseum Schleswig

    2009
    – Museum Schloss Neersen in Willich

    2010
    – Galerie Sicart Barcelona/Spanien 
    – VVV Galerie Buenos Aires/Argentinien


    Nina Brauhauser

    1980
    – geb. in Düsseldorf

    1999-2002 
    – Studium Informationswissenschaften, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf,
      fotografische Assistenz

    2002-2003
    – Studium Fotografie, Royal Academy of Arts Den Haag

    2003-2009
    – Studium Fotografie, Folkwang Hochschule Essen, Diplom bei Prof. Elke
      Seeger

    2007 
    – Bezug des Ateliers im Atelierhaus Walzwerkstraße Düsseldorf

    2008 
    – Gründung der Künstlergruppe ‘liaison controverse’, zusammen mit Tine Bay
      Lührssen, Jan Holthoff, Horst Jösch, Andreas Nann und Claudia Schauerte

    Ausstellungen (Auswahl)

    2009
    – “5 minute architecture”, Galerie Schütte, Essen 
    – “Liasion Controverse”, Walzwerkstraße, Düsseldorf 
    – “Gespiegelte Realität”, Zeche Zollverein, Essen
    – Andreas Nann und Nina Brauhauser, Kunstverein Duisburg 

    2008 
    – “Schreiben mit Licht”, Galerie Schütte, Essen 
    – Darmstädter Tage der Fotografie, Centralstation, Darmstadt 
    – “Whites”, Galerie Schütte, Essen 
    – “Liaison temporaire I “, Kulturbunker, Köln und Walzwerk 14, Düsseldorf 
    – “contemporary art ruhr”, Zeche Zollverein, Essen 


    Julia Bünnagel

    1977
    – geb. in Haan

    – lebt und arbeitet in Köln

    1998-2006 
    – Studium Freie Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Anthony 
      Cragg, Prof. Hubert Kiecol

    2006 
    – Meisterschülerin Prof. Kiecol

    2008 
    – Stipendium Schloss Ringenberg

    Ausstellungen (Auswahl):

    2010 
    – “The Space in Between”, Speicher U75, Düsseldorf
    – “zwischen den Sternen”, Lichthaus Arnsberg 
    – “Tip Top Stop”, Ausstellungsreihe Heimat- und Sachkunde, Köln
    – “Es werde Dunkel! Nachtdarstellungen in der zeitgenössischen Kunst”, 
      Stadtgalerie, Kiel; Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, Mülheim 

    2009
    – “Where Words End” (mit Patrick Rieve), Projektraum der Galerie für 
       Landschaftskunst, Hamburg
    – “Basic”, Estemp, Düsseldorf
    – “Jetzt und Damals”, Städtische Galerie Lüdenscheid, Lüdenscheid
    – “Harburger Berge” ,Kunstverein Harburger Bahnhof, Hamburg
    – “Parcours Interdit” (mit Patrick Rieve), Künstlerverein Malkasten, Düsseldorf
    – “Open Space” , Art Cologne, Köln 

    2008 
    – “Territory”, Sebastian Brandl, Köln
    – “Where Words End” (mit Patrick Rieve), Forgotten Bar Project, Berlin
    – “Duo” (mit Kai Rheineck), Bel Etage, Köln
    – Stipendiaten Schloss Ringenberg 2008, Schloss Ringenberg, Hamminkeln
    – “Space Quest II”, Ringel Garage, Düsseldorf
    – “Space Quest”, Tape, Arnheim (Niederlande)


    Jens J. Meyer 

    1958
    – geb. in Hamburg 

    1980-1988
    – Studium zum Diplom-Wirtschaft-Ingenier an der TH Darmstadt

    1985 
    – Gaststudium Industriedesign, FH Darmstadt

    1986-1988
    – Studium Malerei und Bildhauerei Akademische Werkstätten Maximiliansau
      bei K.P.Müller

    – lebt und arbeitet in Essen und Hamburg

    Auszeichnungen:

    1988
    – Kunstpreis der Stadt Mühltal

    1991 
    – Stipendium artist in residence, im Schloß Borbeck der Stadt Essen 

    1992 
    – Carl-Stipendium, Maschinenhalle Zeche Carl, Essen 

    1994 
    – Förderpreis Bildende Kunst, der Stadt Gelsenkirchen

    1999
    – Stipendium artcore e.V., Mönchengladbach 

    2001 
    – 1. Preis, Wettbewerb für eine Landmarke auf der Halde Sachsen in Hamm 

    2004
    – Materialica Design Award, für die Entwicklung von Jelara (ein neues 
      UV-beständiges und hochelastisches Gestrick aus PTFE und Polyester), 
      München

    2007
    – Award of Excellence für die Schwebenden Archive in der Kategorie architectural structures,
    IFAI EXPO, Las Vegas (USA)

    Projekte im öffentlichen Raum:

    2006 
    – Dubrovnik (Kroatien), Revelin, Bühnenbild Arkadien für das Tanztheater Feuervogel 
    – Hamburg, Hafencity, Schwebende Archive, Installation und Projektion zwischen zwei
      Häusern. Mit 26 m die bisher höchste Arbeit in Zusammenarbeit mit Katrin Bethge,
      Rolf Kellner. (Katalog, DVD)

    2008 
    – Mljet (HR), “wind and movement”, Skulpturen am Meer, Global Connect, 
      Dubrovnik

    2010 
    – Gu Ling (China), Forest Art China, Mt Lushan, 2. world famous mountain
       conference


    Eberhard Ross

    – Studium an der Folkwang-Schule, mit Laszlo Lakner/Friedrich Gräsel

    Ausstellungen (Auswahl):

    2009 
    – “source”, GAM-Galerie Obrist am Museum Folkwang
    – “das Landschafts – a priori”, Cora Hölzl Gallery, Düsseldorf

    2010 
    – “the space between”, Four Square Fine Arts, c/o Redchurch Gallery London 
    – “organische geometrie 2”, Museum Kalkar
    – “the space between”, Nikola Rukaj Gallery, Toronto 
    – “eingeschrieben (in)”, Galerie Cora Hölzl, Düsseldorf
    – “Laszlo Lakner & friends”, GAM-Galerie Obrist am Museum Folkwang


    Maki Umehara

    1976 
    – geb. in Nagoya, Japan

    1996-2000
    – Nagoya Zokei Universität für Kunst und Design, Nagoya, Japan

    1999
    – Carnegie Mellon University, Fakultät der Kunst, Pittsburg, U.S.A.

    2000-2006 
    – Kunstakademie Düsseldorf, bei Prof. Rita McBride, Prof. Christian Megert, Prof.
      Irmin Kamp
    – Meisterschülerin bei Prof. Rita McBride

    2006
    – Abschluss an der Kunstakademie Düsseldorf

    seit 2006 
    – Organization “nüans”, Off Space, Düsseldorf [www.nuans.de]
    – lebt und arbeitet in Düsseldorf


    Einführung von Dirk Hupe

    Einigen von Ihnen wird vielleicht noch der erste Teil der Ausstellung Schwarz-Weiß in der Erinnerung sein. Konstruktion, Dekonstruktion und Rekonstruktion waren Mittelpunkt der Ausstellung. Sinn dieser Ausstellung war und ist die Leere im Weiß aufzusuchen, das Nichts im Schwarz zu finden. Keine Farbflächen, die vom Wesentlichen ablenken, keine Schnörkel, die auf Irrpfaden die Untersuchung bringen, sondern das schlichte Weiß und die Tiefe des Schwarz sollen uns hier beschäftigen. Die damaligen Künstler Danuta Karsten, Alexander Voss, Peter Stohrer und ich sind diesmal mit kleinen Arbeiten im Vorderraum zu sehen. Auch, um Sie in Ihrer Erinnerung zu unterstützen, werden diese Arbeiten gezeigt.

    Die Farbe Schwarz und die Farbe Weiß wurden bei diesen Künstlern zum Prinzip. Danuta Karsten mit einer Boden- und Rauminstallation aus weißen Plastikbändern und Papier. Jupp Linssen mit seinen weißen Plexiglasplatten auf Leinwand in Kombination mit dem malerischen Gestus. Alexander Voss mit seinen gebrochenen, Weiß beschichteten Rohspanplatten. Peter Stohrer arbeitet ebenfalls mit Holz, aus denen er raumwirkende Objekte den Räumen des Kunstvereins gegebenüberstellte. Dirk Hupes (meine) Textfragmentierungen hingegen sind in weiße und schwarze Flächen fast völlig aufgelöst worden und verzeichnet.

    Die heutige Gruppe von Künstlern (Florian Beckers, Nina Brauhauser, Julia Bünnagel, Jens J. Meyer, Eberhard Ross und Maki Umehara) haben eine andere Auseinandersetzung mit dem Thema Schwarz – Weiß als Schwerpunkt. Dennoch werden Sie auch hier einen Aufbau finden, der durch Querverweise neue Räume schafft. Sie werden eine Ausstellungssituation vorfinden, die Sie durch die Räume führt und Ihnen keine schlichte Aufzählungen einzelner künstlerischer Positionen aufzeigt.

    Die Farbe Schwarz – Die Farbe Weiß

    Schwarz ist das Fehlen von Licht. Die Farbe reflektiert kein Licht und wird deshalb als Schwarz wahrgenommen. Man könnte auch sagen, es fehlt ihr die Farbe. Deshalb wird sie auch als unbunte Farbe bezeichnet. Ein glänzendes Schwarz wirkt jedoch ganz anders auf uns – in den Reflektionen kann durchaus sehr viel Licht und Farbe wahrgenommen werden. Dem matten Schwarz fehlen demgegenüber diese Lichtreflektionen vollkommen und deshalb wirkt ein mattes Schwarz dichter. Vor allem in den fotografischen Arbeiten von Florian Beckers und Nina Brauhauser werden die Farbvielfalt in den Grenzbereichen von Schwarz-Weiß-Fotografien deutlich.

    Gesellschaftlich steht Schwarz für den Tod, für Macht, Eigenständigkeit, Dunkelheit, Pessimismus, Leere, Unglück, aber auch für Exklusivität, für das Besondere und Erhabene – und auch für den Anarchismus. Im religiösen Sinne denkt man sofort an die schwarze Madonna und an Schwarz als Trauerfarbe. Im übertragenden Sinne steht es für das Verbotene.

    Im Gegensatz zum Schwarz reizt Weiß unsere Sinnesorgane. Die Netzhaut unserer Augen nimmt keine Farbe mehr war, sondern nur deren Helligkeit. Weiß steht für Reinheit im Sinne der Jungfräulichkeit oder der körperlichen Reinheit (z.B.: Medizin), steht für die Unendlichkeit und für die Unsterblichkeit. Weiß gilt als neutral. Weiß steht für den Frieden und Stille – wie Schwarz für die Leere. 

    Das Medium des Künstlers mit den unterschiedlichen Medien, die er für seine Konstruktionen verwendet, werden hier deutlich – Installationen, Fotografien, Malerei, Objekte. Obwohl hier schwarz und dort weiß – eröffnen die hier sichtbaren Arbeiten ein Spektrum, welches die Vielfalt an Möglichkeiten – mit schwarz und weiß sich auseinander zusetzen – andeutet. 

    Im Vordergrund steht bei der heutigen Ausstellung die Auseinandersetzung mit Licht und Schatten, weniger haben die Künstler die Flächen einfach nur schwarz oder weiß gestaltet, sondern die Farben Schwarz und Weiß ergeben sich aus den Materialien selbst, den Schwarz-Weiß-Fotografien, den hellen und dunklen Stoffen oder durch Schatten und Licht.

    Schatten und Licht

    Dabei ist ein Schatten ein Raum ohne Licht, dennoch ist Schatten nicht denkbar ohne das Vorhandensein einer Lichtquelle. Ist die Lichtquelle vor einem Objekt installiert, entsteht so hinter einem Gegenstand x ein Schatten. Begriffe wie Eigenschatten, Schlagschatten, Kernschatten und Halbschatten sind uns hinlänglich bekannt. Schatten können aber auch von unterschiedlichen Lichtquellen erzeugt werden – sind nicht nur schwarz oder dunkel – Schatten können durchaus auch farbig sein. Diese Wechselwirkung von vorhandenem Licht und fehlendem Licht ist nicht nur in der Fotografie ein markantes künstlerisches Gestaltungsmittel.

    Hauptquelle des Lichtes auf der Erde ist die Sonne. Künstliche Lichtquellen sind beispielsweise Glühlampen, Leuchtstofflampen, Leuchtdioden, Laserlicht. Licht erzeugt Raum. Und gemeinsam haben die KünstlerInnen den Raum bearbeit, bereits die Einführung in den Raum wurde bewusst vollzogen und die Hängung oder Stellung explizit auf den Raum strukturiert und gestaltet. Die Blickführung in den weiten Raum hinein ist bewusst gestaltet, das Licht entsprechend installiert und arrangiert.

    PART ZWEI

    Jens Joachim Meyer

    Jens J. Meyer überzeugt mit seiner monumentalen Rauminstallation schon im Eingangsbereich des Treppenhauses. Seine Skulpturen und Installationen im öffentlichen Raum sind zumeist aus weißen und schwarzen Leintüchern raumgreifend arrangiert und verknotet. Je nachdem welche Beleuchtung seine Arbeiten erhalten, ob künstliches oder natürliches Licht, wandern die Schatten, die seine Tucharrangements werfen, über Wände, Bodenflächen und Fassaden. Dadurch erzeugt er neben den schwarzen und weißen Flächen zusätzlich dunkle und helle Flächen um seine Skulpturen und Installationen.

    Gegenüber dieser Konstruktion wirken die kleinen Arbeiten, welche an Tauen und Fäden hängen, zierlich. Diese scheinen aber noch mehr im Raum zu schweben als dies die großen Arbeiten aufgrund ihrer Größe vermuten lassen. Die Balance von Kraft, Leichtigkeit von hell und dunkel sind in seinen Arbeiten sprichwörtlich verwoben und verknotet. Diese Netzwerke könnten sich als Netzwerke unserer heutigen Kultur und Gesellschaft interpretieren lassen. Seine zusammenklappbaren Skulpturen im Innen- und Außenbereich sind mittlerweile international gefragt und bekannt. Die Dynamik, die seine Arbeiten erzeugen, ist eine Dynamik, die nicht nur die Architektur, den Raum, Licht und Schatten lebendig werden lassen, sondern sie geben auch Freiräume des Innehaltens, des Nachsinnens, der Muße frei und sind damit auch die Kraft einer Balance zwischen Außen- und Innenwelt, zwischen schwarzen und weißen Flächen. 

    Er setzt markante und weithin sichtbare Zeichen. Die Brechung einerseits, aber auch die Verbundenheit mit der Natur und der Architektur machen seine Arbeiten so wirkungsvoll – erinnern sie doch an die Tuchformungen von Segelschiffen. Somit wird deutlich, wie sehr Wind und Natur in diese Arbeit sich harmonisch verbinden. Segel, die in Bäumen hängen, erzeugen Felder der Sinnlichkeit – oder sie sind zwischen Hochhäusern und Fabrikhallen integriert und unterstreichen so die Sinnlichkeit von Architektur.

    Eberhard Ross

    Die Arbeiten von Eberhard Ross sind demgegenüber scheinbar leichter zu durchschauen, irritieren aber auf eine ganz spezielle Art und Weise den Betrachter. Sein Hauptthema ist die “organische Geometrie” – diese langjährige Auseinandersetzung führte über Zeichnungen und zeichnerisch malerische Arbeiten zur digitalen Fotografie. Die Fotografie diente Eberhard Ross bereits als Grundlage für viele seiner Bilder – wurden aber seit den letzten zwei Jahren konsequent zu einer eigenständigen Werkgruppe innerhalb seiner organischen Arbeiten. 
    Erscheinungen der Natur werden fotografisch festgehalten, wobei sein Hauptinteresse den durch die Natur sich gebildeten Mustern, rhythmischen Strukturen von Wachstumssystemen gilt. Der Rhythmus wird besonders deutlich in seinen dichten Schwärmen von Umrissen vorbeiziehender Vögel. Dabei bleibt Eberhard Ross nicht bei einer einfachen Ablichtung von Bäumen, Erde, Sträuchern, sondern überführt diese in seinen Bildern in eigenständige, organische und wachsende Strukturen. Diese digitalen Bemühungen erinnern in ihrer Intensität auch an psychedelische Bewegungen – an Hirnprozesse und Verzweigungen und an Rochardtests. 

    Julia Bünnagel

    Die Kölner Bildhauerin widmet sich anderen Geweben und Grundmustern zu – die urbane Großstadt, die architektonischen Silhouetten werden schematisiert und in neue eigenständige Konstruktionen übertragen. Dadurch entstehen Formen gebauter Alltagssysteme, entstehen stereometrische Körper. Sie schafft Körper von Wirklichkeiten und überführt diese in eine neue Perspektive der Betrachtung. Diese neuen Konstruktionen entwickeln eine neue Sprache von Architektur, da sie ihr geometrisches Vokabular den Orten ihrer Präsentation anpasst oder neue Formen moduliert. Die meist kühl glänzenden Oberflächen beziehen entweder den Umraum mit ein oder sie stehen im direkten Kontrast zu der vorgefundenen Architektur. Gegensätze schaffen andere Verbindungen und sensibilisieren den Betrachter beim Durch- und Umschreiten auf unbekannte Sichtweisen seiner Betrachtung.

    Licht, Reflexion, Schatten verdichten diese Betrachtungsweise – diese geben wiederum Anlass über unsere heutige urbane Gesellschaft nachzudenken. Darüber hinaus verweist sie mit ihrer Formensprache der minimalistischen Skulptur auf konstruktivistische Utopien. Die Konstruktion, die Julia Bünnagel hier geschaffen hat, in die Räume integriert hat, verdeutlicht die vielen Ebenen ihrer Arbeiten. Von innen beleuchtete längliche Gebilde sind wie Steine aufeinandergeschichtet und scheinen im Raum zu schweben. Eine Arbeit, die die Schwere der Kästen auflöst und der Interpretation von Raum und Zeit, von hell und dunkel, von darüber und darunter, von dahinter und davor freien Raum lässt.

    Nina Brauhauser

    Als ich die Arbeiten von Nina Brauhauser zum ersten Mal gesehen habe, wurde mir deutlich, mit welcher Klarheit und Strenge sie ihre Lichtbilder konstruiert – die Konstruktion wird besonders durch die innenarchitektonischen, abgelichteten Elemente (wie Türen, Geländer etc.) erzeugt – auch die Geradlinigkeit der Gegenstände selbst werden durch exakte Position der Kamera zusätzlich bestimmt und unterstrichen. Ihre sehr architektonisch betonten fotografischen Arbeiten mit ihren hellen bis weißen Lichtspielen haben mich sofort beeindruckt – dabei waren die Irritationen mit dem realen Raum das entscheidende – die weißen Wände, Fenster sind von graziler und fast heroischer Sensibilität. Fast wirken die so belichteten Räumlichkeiten wie von fremden Welten – von noch zu begehbaren aber unerreichbaren Räumen.

    Maki Umehara

    Auch sie arbeitet in der Regel mit Räumen, mit sogenannten spaces. Hier überrascht sie uns mit einer Arbeit, die sich in ihrer Einfachheit querzustellen scheint zu den übrigen Werken. Sie sucht die Herausforderung mit dem Schwarz und dem Weiß auf ihre Art, indem sie diese gleichsam in Frage stellt – auch wenn in dieser Arbeit dies nicht so von ihr explizit beabsichtig ist – so legt sie aber genau diese Fragestellung durch ihren hier formulierten Zusammenhang auf. Ihre Arbeit hat poetische Züge in ihrer minimalistischen Formulierung von konstruierten räumlichen Situationen. Sie ist den zeitlichen Irritationen und Dekonstruktionen der vorgefunden Situation auf der Spur – wir sind gespannt, mit welchen Raumeingriffen sie uns im nächsten Jahr überraschen wird. 

    Der Blick von Maki Umehara richtet sich nicht nur auf Räume, sondern auch auf Orte, auf Lebensweisen und auf die Irritationen von Verortungen. “Dislocation” ist ein zentraler Begriff. Demgegenüber steht der Begriff “homes”. Damit sind Räume und Orte gemeint, an denen man sich gerne aufhält. Die Grenze zwischen öffentlichem Raum und privaten Plätzen, zwischen draußen und drinnen werden in ihrer Arbeit thematisiert und bleibt nicht in der Identität einer Gesellschaft stecken.

    Florian Beckers

    Florian Beckers deutet in seinen fotografischen Arbeiten das Reale nur an. Insofern bildet er Wirklichkeitsfragmente ab, die den Betrachter zur freien Assoziation einladen. Als Bildausschnitt sind die Arbeiten herausgerissen aus dem zeitlichen, räumlichen und inhaltlichen Kontext. Das noch Sichtbare muss rekontextualisiert werden, muss ergänzt werden, um die fehlende Räumlichkeit zu ergänzen, um den inhaltlichen Bezug wieder herzustellen, um die Zeitlichkeit bestimmbar werden zu lassen. Die persönliche Vorstellungskraft des Betrachters ist die bestimmende Kraft dem Bild eine Bedeutung zu geben, die Ablichtung ist nur das auslösende Moment. Der Betrachter ist auf der Suche, versucht die Zeichen der Bilder zu deuten und bildet eigene Bildlichkeiten. Die aus dem Schwarz heraus minimalen, sichtbaren Lichtreflexionen sind der Spannungsträger und haben in den Werken von Florian Beckers eine illusionistische Wirkung und machen den Reiz für unsere Sinne aus.

    PART EINS

    An dieser Stelle sei noch ein Rückblick, der auch gleichzeitig ein Ausblick oder Einblick in den ersten Raum dieser Ausstellung gibt, gegeben.

    Jupp Linssen

    Die Arbeiten von Jupp Linssen interessieren durch ihre Materialbeschaffenheit – die Verwendung von porös wirkenden Malmaterialien in Verbindung mit glatten Oberflächen erzeugen eine besondere Spannung – Plexiglasplatten aus dem industriellen Bereich in Verbindung mit der Malerei bewirken Brüche. “Schattenbilder” nennt der Künstler seine neuesten Arbeiten. Jupp Linssen verwendet die Plexiglasplatten, wie er sie vorfindet und integriert diese in ein neues Bild. Dadurch entstehen sichtbare Widersprüche, die die unterschiedlichen Materialien erzeugen. 
    Die Aussparungen sind durch die ehemalige funktionale Verwendung der Platten entstanden – Aussparungen für Schaltkreise, Schilder etc. – wie sie im Messebau und sonst wo üblich waren – sind hier palimpsestartig montiert, übereinandergelegt, voreinandergestellt und erzeugen Schatten auf dahinterliegende Schichten von Malerei. Wem die Arbeiten von Jupp Linssen nicht ganz unbekannt sind, der weiß, dass damit keine Oberflächliche Materialpräsenz im Vordergrund steht, sondern das Material ist erforderliches Mittel, um Bildwirkungen von vielfältigen Brüchen zu erzeugen.

    Alexander Voss

    Die Brechungen in den Arbeiten von Alexander Voss haben eine ganz besondere Spannung – einerseits ist hier die absolute Reduktion in Form einer beschichteten Holzplatte zu nennen. Die Einfachheit wird aber gekonnt gestört durch kleine Risse bis hin zum Bruch. Diese Risse in der Struktur der glatten Oberflächen haben zeichnerischen Charakter und weisen auf die frühen Werke von Alexander Voss hin, in denen er vorzugsweise reduzierte Zeichnungen und Objekte mit Knochenmotiven aus dem medizinischen Bereich als Vorlage für seine Arbeiten genommen hat. Die Umrisszeichnungen von Knochen scheint man entdecken zu können. Diese Zeichnungen sind über die Verwendung unterschiedlicher Materialien wie Pappe, Papier, Glas erprobt und nun konsequent auf eine schlichte Spanplatte überführt worden. Die Struktur der Knochen kann leicht brechen und damit schließt sich der Gedanke hermetisch.

    Peter Stohrer

    Die Arbeiten von Peter Stohrer verfolgen dagegen ein anderes Prinzip von Brechung – im Vordergrund der Behandlung steht die Materialverarbeitung. Seine Bildobjekte bezeichnet er als Malkörper. Man könnte auch sagen, dass seine Bilder das Objekthafte in den Raum hineinführende Bildleinwände sind. Er konstruiert hier Räumlichkeit aus Holz. Interessant ist hierbei, wie er die einzelnen Stücke seines Werkes im Raum arrangiert und so immer auch andersartige Konstellationen modelliert. Es sind nicht nur Malkörper, sondern architektonische Konstruktionen, die sich in den Raum einfügen, ihn irritierend brechen oder ganz losgelöst als eine Art Fremdkörper bewohnen. Seine zumeist großformatigen aus vielen Elementen bestehenden Arbeiten schmiegen sich an die Wände an und bilden eine Einheit von Raumgefüge, Raumkörper und malerischer Geste.

    Danuta Karsten

    Ausgangspunkt für Danuta Karstens Installationen ist immer der aktuelle Ort, als Ort ihrer Auseinandersetzung. Die Architektur eines Raumes mit dessen unterschiedlichen Eigenschaften füllt sie mit Materialien aus, die eine Korrespondenz mit ihm eingehen. Elemente und Materialien werden hierbei speziell für einen Raum neu arrangiert und den Raummassen entsprechend angepasst – mit Papier, Folienstreifen, Haaren schafft die Künstlerin Zeichnungen und dreidimensionale Objekte – gleichsam “luftschwebende Strukturen” – und erzeugt somit andersartig räumliche Orientierungen. Als einen kleinen Verweis auf ihre sonst so raumübergreifenden Arbeiten – schafft sie es mit minimal ironisierenden Mitteln – uns an den weitverbreiteten “typisch” deutschen Weisheitswahn zu erinnern, ein winziges Element, welches ein Lächeln bewirkt – eine kleine, sehr kleine Arbeit, die größer ist als sie scheint. 

    Dirk Hupe

    Im Angesicht der Tatsache, dass die Auswahl der Künstler für diese Konfrontation von Schwarz und Weiß durch mich gelenkt und initiiert wurde – möchte ich nicht viel zu meinen Arbeiten sagen wollen – dennoch gebe ich ihnen einen Hinweis. Mein Hauptthema ist Kommunikation – Zeichen, Bilder aber eben auch Buchstaben – zumeist als Fragment oder formauflösend in den Farbhintergrund eingearbeitet oder wie in der aktuellen Auseinandersetzung in outlines zeichenverzerrend visualisiert. Kommunikation hat viele Facetten, findet auf unterschiedlichen Ebenen statt und diese Felder oder Plateaus baue ich als Sprachrauminstallation oder auch als einfaches Farbfeld auf. Letztendlich ist Kunst Kommunikation – ist diese Ausstellung ein Zeichen für Kommunikation – Kommunikation über diese Kunstformen, über deren Inhalte oder auch über deren Sinn. 

    Epilog 

    Offensichtlich wird bei dieser Ausstellungskonzeption, dass Schwarz und Weiß nicht getrennt gedacht werden können und sollten, sondern uns so viele Facetten der Wahrnehmung, der Interpretation und der Inspiration liefern, wie sonst kaum ein anderes “so einfaches” Grundthema. 

    Ich bin froh, diese beiden Ausstellungen mit diesen ausgezeichneten Künstlern und Arbeiten zu diesem Thema in all ihren Ähnlichkeiten und all ihrer kontroversen Konstellationen zum gegebenen Thema gefunden zu haben, diese Künstler und Künstlerinnen haben mit all ihrer Begeisterung mitgemacht und haben diesen Ort des Kunstvereins Germersheim nachhaltig und sie ganz persönlich um ihre mitnehmbare Erinnerung bereichert. Allen KünstlernInnen ist soviel gemeinsam – wie sie sich auch unterscheiden – die Differenzen könnten nicht offensichtlicher sein – diese Gegenüberstellung unterschiedlicher Arbeitsweisen in einem, wenn sie so wollen künstlich erzeugten Zusammenhang – werden hier zu einer Gemeinschaftsarbeit. Die unterschiedlichen Werke ergänzen sich und bilden mit den vorgefundenen Räumen eine harmonische Konstruktion, die sich hermetisch mit der Architektur verbindet.

    Dennoch handelt es sich hier um ein Konstrukt und ich hoffe, dass dieses Ihnen Anlass geben wird darüber zu kommunizieren. Die meisten Künstler und Künstlerinnen sind anwesend und werden ihnen sicherlich noch offene Fragen gerne beantworten. Ich wünsche Ihnen nun eine interessante Auseinandersetzung mit dem Thema Schwarz-Weiß mit Schatten und Licht und bedanke mich bei allen – die an dieser Ausstellung mitgewirkt haben. Mein Dank gilt den Künstlern, den Organisatoren und Helfern des Kunstvereins Germersheim und natürlich der Stadt Germersheim selbst, die es ermöglicht – Konzepte dieser Art zu unterstützen und mithilft diese zu realisieren.


    Besprechung von Brigitte Schmalenberg

    “Positionen zu Schwarz-Weiß” haben auf Einladung des Kunstvereins Germersheim elf Künstler mit individuellen Aussagen im Rahmen einer Gemeinschaftsinstallation bezogen. In “part eins” beschäftigten sich Dirk Hupe, Danuta Karstens, Jupp Linssen, Peter Stohrer und Alexander Voss vergangenes Jahr mit “unbunten Farben”, in “part zwei”, der gestern Abend im Zeughaus eröffnet wurde, thematisieren Florian Beckers, Nina Brauhauser, Julia Bünnagel, Jens J. Meyer, Eberhard Ross und Maki Umehara das Spiel von Licht und Schatten.

    Schwarz-Weiß suggeriert ein Kontrastprogramm und vielleicht gerade deshalb wollten die elf vorwiegend aus dem norddeutschen Raum stammenden Künstler gängige Konzepte aufbrechen und jedwedes Nischendenken ablegen. So hat Dirk Hupe, der die zweiteilige Ausstellung konzipierte, das zu besetzende Schwarz-Weiß-Feld im übertragenen Sinne bunt aufgemischt und sowohl die räumliche Trennung der Künstler als auch die namentliche Zuordnung ihrer Arbeiten verworfen. Der Besucher soll ohne Ablenkungen in den Raum hineingezogen werden, um mit “aufgelockertem Blickwinkel” seine Augen, Gedanken und Empfindungen schweifen zu lassen. Schon im Treppenhaus wird dieses Ansinnen leicht gemacht, denn die “Time-lab”-Installation Jens Meyers, die den Zwölfstundentakt einer Uhr verflüchtigt, mutet in ihrer schwebenden Stofflichkeit so schwerelos an, dass sie unwillkürlich den Geist befreit. Leitmotivisch finden sich die filigranen, fast schwerelosen, mit Licht und Schatten spielenden Dreiecks-Vernetzungen des Hamburger Künstlers auch im Ausstellungsraum wieder, wo sie aparte Kontraste zu den mächtigen Festungsmauern und der zentralen Installation von Julia Bünnagel setzen. Wie zu einem Turm aus Bauklötzen schichtet die in Köln arbeitende Künstlerin weiße Holzbalken aufeinander und bildet so einen Raum im Raum, der durch die Beleuchtung einzelner Elemente einerseits kompakt wirkt und sich andererseits nach außen hin öffnet. 

    Bei den Arbeiten von Eberhard Ross verhält es sich umgekehrt. Seine manipulierten Naturfotografien erhalten durch den Trick der Vervielfältigung – etwa der immer wiederkehrenden symmetrischen Verdoppelung von Baumspitzen oder der linearen Spiegelung kahlen Geästes – eine Mitte, aus der etwas Neues erwächst und den ästhetischen Bildern meditativen Charakter verleiht. Florian Beckers Fotografien setzen dieser Vervielfältigung die Reduzierung entgegen und zeigen – bezogen auf organische Oberflächen – nur den Teil eines Ganzen oder – bei urbanen Motiven – den Ausschnitt einer Szene. Manchmal öffnen sie Sichtspalten in das Dunkel eines Raumes. Minimalismus ist auch das Prinzip der Düsseldorfer Fotografin Nina Brauhauser, deren geometrisch aufgebaute Arbeiten wie Objekte wirken, die durch raffinierte Grauabstufungen und Flächenzuordnungen zum genauen Hinsehen zwingen. Mit nur einer Installation ist Maki Umehara vertreten und doch fällt ihr Beitrag besonders auf, weil er sich dem Thema Schwarz-Weiß so offenbar widersetzt. Unbekümmert bunt sind die quadratischen Drucke, die die Japanerin auf lange Stoffbahnen aufgebügelt und über zwei Kästen angeordnet hat. Gerade aber deshalb wirken sie auf die gesamte Werkschau – zu der im Foyer auch die fünf Künstler der ersten Ausstellung einen verbindenden Beitrag leisten – wie ein Geschmacksverstärker. 

    Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse-Germersheim-Kandel

  • 18.09.10 bis 10.10.10


    Renate Schmidt-V.

    Seit der Kindheit bildnerisches und plastisches Gestalten. 25 Jahre Lehrtätigkeit in Gevelsberg (Schwerpunktfächer Deursch und Kunst). Seit über 25 Jahren viele Ausstellungen von Bildern und Objekten in Galerien und kulturellen öffentlichen Einrichtungen, vorwiegend in der Region NRW und in den Partnerstädten in Frankreich und Polen. Mitglied der Gruppe “Gevelsberger Künstlerkreis”, der Gruppe “Kunstraum EN” und “Autorenkreis Ruhr-Mark-Hagen”. Arbeiten im öffentlichen Raum in Gevelsberg, in der französischen Partnerstadt Vendome, in der italienischen Partnerstadt Butera. Mehrere Buchveröffentlichungen mit Schwerpunkt von Neubearbeitungen von Sagen.


    Maria Bemelmans

    Studium Master of Arts in European Arts and Cultures an den Montfort Art University Leicester (England) und Fontys University of Professional Education Tilburg (NL) und Art Education Universidad del Arte Granada (Spain). Studium Architektur und Kunst an das Institut für ArchitekturKunst Entwicklung Maassluis (NL). Studium Glaskunst an das Institut für Kunst und Handwerk IKA in Mechelen Belgien. Studium Dozent Kunstgeschichte und Kunstpädagogik an der Kunstfakultät an die Rijkshogeschool Maastricht (NL). Studium TEHATEX, Dozent für Zeichen – Malerei – Skulptur – und Textil Kunst Gestaltung an der Kunstfakultät an die Rijkshogeschool Maastricht (NL). Kunststudium an die Stadsacademie voor Toegepaste Kunsten Maastricht (NL).
    Studium Pädagogik und Philosophie an der Universität Nimwegen (NL). 

    Seit 1988 nationale und internationale Einzel- und Gruppenausstellungen. 


    Pierre Bogaerts

    Geboren 1944 in Vilvoorde, Belgien. Studien in Kunst und Kommunikationsdesign. Installationen und Arbeiten in Multimedia und Klassischer Kunst schafft er in seinem Studio/Atelier: “Parapluralistisch Atelier Vilvoorde”. 
    Ausstellungen und Auszeichnungen: Seit 1973 nationale und internationale Einzel- und Gruppenausstellungen. Weitere Ausstellungen in Antwerpen, Brüssel, Gent, Vilvoorde, Rom, Wien, Bologna, Ennepetal, Schwelm und Hattingen. Ausgewählt für die “Junge Belgische Schilderkunst” und Gewinner des “Andre-Beullens-Preises” in Brüssel.


    Doris Hommes

    seit 1998 
    – Mitglied im Kunstraum EN e.V.

    1998-2000
    – Mitglied im Frauenkunstforum Südwestfalen

    seit 2001
    – Mitglied im BBK-Bergischland


    Beate Koch

    Serie “Nanokosmos”, hier stand die Idee im Raum, eine winzige Welt im Diarahmen zu erschaffen, die mit Hilfe von Kleinstinsekten, unterschiedlichen Flüssigkeiten und anderen Materialien gezielt zusammenzufügen. Hier ist der Zufall mit im Spiel.


    Andrea Hüsken

    1969
    – in Hagen geboren

    1989-1991 
    – Gestaltungstechn. Assistentin FR Textil (Wuppertal)
    – Teilnahme an einem Kunstprojekt an der Kunstschule Kosice (Slowakei)

    seit 1991 
    – Textil-Designerin / DTP-Gestalterin / Grafikerin 

    1996 und 1997 
    – Aufenthalte in Trier, Europäische Akademie für bildende Kunst bei Joe Allan

    seit 1997 
    – Mitglied der Kunstinitiative Kunstraum Ennepetal

    2004-2006 
    – Studium Kunst und Pädagogik, Uni Wuppertal


    Johan-Peter Müller-Ante

    Bekannt wurde Müller-Ante als Maler und Glasbildner. Hier zeigt er in seinen Bildern bereits in klaren Linien und kräftigen Farben Kontraste in Pop-Art Manier. Das gilt besonders für seine Portraits. Seit Anfang der 1980er Jahre widmet er sich mehr und mehr der Skulptur. Genaue Vorstellungskraft verleiht dem Künstler die Sicherheit, mit jedem Schlag in das Material einen Schritt näher seinem Ideal zu sein. Auch hierzu gehört die letztendlich aufgetragene starke farbige Fassung, mit der die Holzskulpturen einen zusätzlichen Ausdruck erlangen. Die meist ca. 100 cm großen Skulpturen stehen sofort im Mittelpunkt. Sie stellen Fragen an den Betrachter und geben sofort Antworten – ganz individuell.


    Guido Hense

    “Inspicio”
    Die zwei weißen Leinwände und der elliptische Spalt, der sich überraschender Weise beim Aufeinanderstellen ergab, schienen dem Künstler ironisch genug, die Situation als eine Art konkretes Ding zu belassen und sich damit auseinander zu setzen. 

    “Es war unnötig, den Spalt, den der Verzug der Leinwände hervorrief, zu verändern; er wirkte sofort dynamisch, etwas dramatisch – eine heitere Note für ein neues Bild.”

    Das gestalterische Repertoire wurde erweitert durch das Element Licht. LED-Lämpchen hinter dem Spalt leuchten immer nur für einen kurzen Moment… auf, so dass eine philosophische Formel F. W. Nietsches flüchtig wahrgenommen werden kann. Den Anteil seiner bewussten Absichten verschweigt der Künstler, und es bleibt einem letztlich nichts anderes übrig, als das Bild individuell zu erfahren, so wie es einem gefällt. 

    “Ich möchte die Schlüsse des Betrachters nicht in eine bestimmte Richtung lenken, denn einem Bild sollte mehr Erfahrung als lediglich eine absichtsvolle Aussage inne wohnen.” 

  • 27.02.10 bis 28.03.10

     

    Stelen – Knoten – Köpfe

    Mit diesen drei Themen beschäftige ich mich seit Jahren. Ich suche und finde dabei vielfältige Lösungen und Ausdrucksformen.

    Die hellen Räume des Kunstvereins Germersheim ermöglichen es mir, erstmals Gips-Skulpturen auszustellen. Das Weiß der Flächen in Verbindung mit der plastischen Gestaltung ergibt eine herausfordernde Sensibilität für das menschliche Auge. Dies den Betrachter erkennen und sehen zu lassen, ist mir wichtig.

    Es entstehen Helligkeitswerte und unterschiedliche Graustufen mit lebendigen Hell- und Dunkeltönen und erzeugen damit eine lebendige Ausdruckskraft.

    Ergänzend dazu wirken die Bronzeskulpturen. Durch die ausgewogene Komposition in der Aufstellung der Kunstwerke sollen sie sich in die Architektur gut integrieren, jedoch durch ihren Aufbau eine eigene Architektur bilden.

    Das Weiß der Gips-Skulpturen steht im Kontrast zum Material der Bronze-Skulpturen, die der Besucher auf sich wirken lassen kann. Sie beinhalten meist eine fröhliche, unkomplizierte Sinnlichkeit, zeugen von einer Lebensbejahung und dem Glauben an eine stetige Weiterentwicklung. Für mich werden sie zu Ur-Formen, die zeitlos Bestand haben sollen.
     

    Professor Karl-Heinz Deutsch



    Karl-Heinz Deutsch

    1940
    – geb. in Karlsruhe, lebt in Jockgrim/Pfalz
    – Lehre als Keramik-Modelleur, Gesellenjahre
    – Studium an der Kunsthochschule Karlsruhe bei Prof. Kindermann und Prof. Klemm

    seit 1965
    – hauptberuflich freischaffender Künstler
    – intensive Begegnung mit Architektur und Bauplastik.
    – Gewinner mehrerer Wettbewerbe für “Kunst am Bau”

    1973
    – Pfalzpreis für Plastik

    1978
    – Förderpreis des Landes Rheinland-Pfalz

    1988
    – Bestellung zum Honorarprofessor an der Fachhochschule Rheinland-Pfalz, Abteilung
    Kaiserslautern

    1997
    – Kunstpreis der VPK mit Picasso Medaille